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Auf den Spuren der Demokratie

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DEMOKRATIE. Demos Kratos. Die Herrschaft des Volkes. Damit diese auch weiterhin Bestand hat, braucht es engagierte Bürger. Denn eine Demokratie ohne Demokraten kann und wird nicht funktionieren.
Der Förderverein „DEMOKRATISCH HANDELN“ veranstaltet in diesem Sinne seit 1990 den gleichnamigen Wettbewerb. Man wurde 2017 auch auf die „AG Spurensuche“ unserer Schule aufmerksam. Der Gruppe wurde als einer von 60 Teilnehmer, die deutschlandweit aus über 270 Bewerberprojekten ausgewählt wurden, die Ehre zuteil, eine dreiköpfige Delegation zum Demokratieforum „28. Lernstatt Demokratie“ (Das heißt wirklich so) vom 12. bis 15. Juni 2018 nach Hamburg zu entsenden.

DIENSTAG. Nach der Ankunft in Hamburg wurde sofort mit der Gestaltung der Präsentationstafeln begonnen, um pünktlich zur Eröffnung um 15.00 Uhr in der Aula des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung anwesend zu sein. Es wurde am Nachmittag noch kurzzeitig in Kleingruppen in der Ausstellung gearbeitet, die Projekte anderer Teilnehmer wurden erkundet und sich darüber ausgetauscht. Den Abend rundete eine Hafenrundfahrt mit Buffet, Musik und ersten Gesprächen ab. Nach organisatorischen Startschwierigkeiten konnten ab kurz vor 12 endlich die Zimmer bezogen werden.

MITTWOCH. Der Mittwoch wurde um halb acht bei einem gemeinsamen Frühstück in der Jugendherberge begonnen, bevor die Gruppen an ihren Ständen ca. 350 Hamburger Schülern Rede und Antwort standen. Anschließend bot sich den Teilnehmer die Möglichkeit, einen ganztägigen oder zwei halbtägige Workshops im und außerhalb des LI wahrzunehmen. Ob Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsarbeit durch Filmprojekte, Führungen zur Geschichte der jüdischen Josef-Carlebach-Schule oder zu den Genoziden der kolonialen Vergangenheit, für fast alle fanden sich interessante Angebote, die den Schülern und Lehrern, mehr oder minder qualitativ hochwertig, Aspekte der Demokratie näherbrachten. Direkt im Anschluss ging es in die Körberstiftung, unmittelbar neben der Elbphilharmonie gelegen, wo an Heinrich-Bedford-Strom sowie die beiden Teilnehmerprojekte „Kein deutscher Land“ (Hamburg) und „Wir schaffen das“ (Boitzenburg) der „Hildegard Hamm Brüchner-Preis“ verliehen wurde. Nach anschließendem Empfang am Buffet ging es zurück zur Jugendherberge, wo erst einmal der durch die lange Wartezeit am Vortag verlorene Schlaf nachgeholt wurde.

DONNERSTAG. Wie bereits gewohnt startete die Lernstatt mit der täglichen Begrüßung und Programmbekanntgabe. In verschiedenen Kleingruppen von bis zu 10 Personen reflektierten die Teilnehmer die Workshops vom Vortag, um nach neuerlicher Mischung der Gruppen Forderungen zur Verbesserung der Schule und ihres demokratischen Charakters an die Mitschüler, Lehrkörper, Schulen und Kultusminister zu erarbeiten. Im Plenum wurden demokratisch 10 dieser Forderungen ausgewählt. Von den Landungsbrücken mit der Ringbahn über St. Pauli nach Schlump und zurück, mehr Ausblicke auf Hamburg ließ der Terminplan bis dahin nicht zu, und so wurde der Nachmittag genutzt, um Hamburg auch einmal von seiner schönsten Seite zu entdecken: Der Besichtigung der Speicherstadt sowie der Alster in der zentralen City mit den Höhepunkten der Ausblicke von Elbphilharmonie sowie dem höchstem Kirchturm der Stadt ließ deren atemberaubende Schönheit erkennen. Doch der Abend hielt weitere Highlights für die Teilnehmer bereit. Ganz im Sinne von Demokratie und Engagement genossen über 100 Schüler und Lehrer das Programm des durchaus politischen Kabarettisten Thomas Phillipzen sowie die inklusive Band „Station 17.“

FREITAG. Mit Sack und Pack und etwas Wehmut ging es nach dem Frühstück, ein letztes Mal per Ringbahn, zum Hamburger Rathaus, wo eine kleinere Demonstration für die erarbeiteten Forderungen die Abschlussveranstaltung folgte. Die Hamburger Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard nahm nach der Präsentation die Schülerforderungen entgegen und versprach, diese auch an die Kultusministerkonferenz weiterzuleiten. Anschließend erhielten alle Projekte die entsprechenden Urkunden und Plaketten für ihre Schulen, dem Dank an die Organisatoren, finanziellen Unterstützer sowie den Beratern folgte die offizielle Verabschiedung der Teilnehmer, die auf dem folgenden Empfang noch einmal persönlich Kontakte knüpfen und neue Bekannte verabschieden konnten, bevor die Rückreise anstand.

Pascal Teubert

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