0341 / 356890  Mehringstraße 8, 04416 Markkleeberg

Bühnenkarriere ade?

Sie sind hier: HOME » AKTUELLES » NEWS-ARCHIV

Schüler spielen Tschechow

Noch einmal auf der Bühne stehen, vielleicht das letzte Mal, vielleicht aber auch der Beginn von etwas Neuem? Das war das Motto des Theaterabends am 28.01.2016, bei dem die Akteure der Theater-AG noch einmal auf den Brettern, die die Welt bedeuten, brillieren konnten.

"Mal was Richtiges spielen" war die Forderung der jungen Akteure - was bot sich da Besseres an als Altmeister Anton Tschechow. In seinen zahlreichen Einaktern beschäftigt sich der russische Dramatiker immer wieder mit Personen, die sich in der Welt verloren fühlen, keine Zukunft für sich sehen. Genügend Stoff also, nicht nur die Vorlage, sondern ein Stück weit auch die Wirklichkeit widerzuspiegeln. Und das nutzten die Schüler einfallsreich und überzeugend aus: ob Carmen Riede, Natalie Rösner und Lola Zschiedrich in "Die Auskunft", Sebastian Schumacher als zerstreuter Pantoffelheld in "Über die Schädlichkeit des Tabaks" , Lola Zschiedrich und Rosa Brückner in "Eine grausame Lektion" oder Iris Riede und Paula Meister in "Die Chirurgie".

Höhepunkt des Abends war aber das von Tschechow selbst als Scherzstück bezeichnete "Der Bär". Grigórji Stepánowitsch Smírnow, genial gespielt von Paulo Balau, will von der Witwe Jelena Popowa (Johanna Jäger) die 1 200 Rubel wieder haben, die ihm deren verstorbener Gatte noch schuldet. Das hält die kühle Trauernde für ausgeschlossen und komplimentiert den Grobian aus ihrem Blick. Jelenas Diener Luká (Adrian Portner) versteht sich und die Welt nicht mehr, erst recht nicht als Smirnoff beschließt, so lange sitzen zu bleiben, bis er sein Geld bekomme. Und so ganz nebenbei erkennt, dass es sich mit den Frauen nicht nur streiten, sondern auch lieben lässt. Was für eine Botschaft an das Publikum auf ihrem Heimweg in in eine laue Januarnacht ...

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.