0341 / 356890  Mehringstraße 8, 04416 Markkleeberg

Historisches Symposium an der RHS

Sie sind hier: HOME » AKTUELLES » NEWS-ARCHIV

Europas Geschichte zwiscen Freiheit und Tyrannei im 20.Jahrhundert

Anlässlich der Ausstellungseröffnung des Münchener Institutes für Zeitgeschichte, von Deutschlandradio Kultur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit dem Titel "Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme - Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert" fand in der Aula der RHS ein einführendes Symposium statt, zu dem Protagonisten der Revolution von 1989 in den osteuropäischen Staaten begrüßt werden konnten. Neben Wolfram Tschiche, DDR-Bürgerrechtler, Theologe und Philosoph, und Prof. Dr. Bernd Lindner, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, nahm der tschechische Botschaftsrat Jan Šicha, seinerzeit Studentenführer und Weggefährte Vaclav Havels, dem bedeutendsten tschechischen Dissidenten und späteren Präsidenten der Tschechischen Republik, auf dem Podium Platz.

Prof. Lindner schilderte in seinem Einführungsvortrag seine Eindrücke vom "Herbst der Entscheidung", also jenen Tagen im September und Oktober 1989, die die friedliche Revolution erst möglich machten. In der sich anschließenden Podiumsdiskussion reflektierten die Gäste die Ereignisse vor 25 Jahren, gleichzeitig wiesen sie auch auf die Bedeutsamkeit für die Gegenwart hin. Die Zuhörer der 11. und 12. Klassen dürften gerade bei den Ausführungen von Jan Šicha einen Eindruck davon bekommen haben, wie sich eine Revolution anfühlt, wenn man plötzlich als Andersdenkender nicht niedergeknüppelt, sondern ernst genommen wird, z.B. mit der Anfrage, ob man sich im Fuhrpark des Politbüros ein paar Autos ausleihen kann, um die freie Meinungsäußerung auch auf dem Lande propagieren zu können. Immerhin haben sich die Genossen drei Tage Zeit für ihr Entscheidung genommen, um den Dissidenten dann mitzuteilen, dass ihrer Anfrage aus Versicherungsgründen nicht entsprochen werden kann.

Im Anschluss erläuterte der Leipziger Grafiker Dr. Thomas Klemm anhand der von ihm gestalteten Ausstellung den Weg von der Idee zum graphischen Produkt. Auf 26 Tafeln präsentiert die Ausstellung rund 190 zeithistorische Fotos sowie 24 historische Tondokumente, die mit internetfähigen Telefonen via QR-Codes abgerufen werden können. Zu sehen sind die Plakate im C-Trakt / 2. Obergeschoss.

Ein großes Kompliment an alle Organisatoren und Mitgestalter dieser Veranstaltung, insbesondere Frau Weidner und ihrem Geschichts-Leistungskurs.

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.