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Mottotage der Abiturienten

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Die jährlichen Mottotage sind ja nun schon zu einer Tradition geworden. Als Lehrer war man mehr oder weniger „amused“, wenn in den vergangenen Jahren Greise (mindestens Pflegestufe III), Monster und „Asis“ in der letzten regulären Unterrichtswoche vor den Prüfungen durch die Schule schlurften, schwebten oder torkelten. Überraschend war das Auftauchen dieser Gestalten irgendwie nicht mehr.

Das sollte dieses Jahr anders werden. Ich habe zwar nur drei Mottotage miterlebt, aber die hatten es in sich und gefielen mir ausgesprochen gut. Es begann am Freitag, als ich mich zur „Guten-Morgen-Aufsicht“ am Parkplatztor einfand. Durchs Gebüsch sah ich vier sehr abenteuerliche Gestalten, die mich an meine frühe Jugend erinnerten. Morgens um 7 hat man ja bekanntlich noch etwas Schlaf in den Augen (wer wüsste das besser als die Zwölfer ;-), aber auch auf den zweiten Blick stand am Mäuerchen auf der anderen Straßenseite tatsächlich die Rocker-Schocker-Glam-Band Kiss. Unglaublich! Sofort hatte ich das Lied „I was made for lovin' you baby“ von 1979 im Kopf. Die vier sahen so echt aus, dass ich nicht wusste, wer sich hinter der Schminke verbarg. Später war es mir vergönnt, ein kurzes Interview mit Friedrich, einem Mitglied der Band, zu führen. Sie hatten sich um 5 getroffen, um sich zu verkleiden und das korrekte Make-up aufzutragen. Respekt! Irgendwann erfuhr ich auf meinem Aufsichtsposten auch das Motto des Tages: Die 80er. Super! Endlich mal etwas, bei dem ich mitreden konnte. Es hüpften allerlei Olivia Newton-Johns in lustiger Aerobic-Tracht durch die Gegend. In meinem Leistungskurs saß sogar Robert Smith von der Band The Cure ... Und ich erwartete mit Spannung die Kostümierungen der nächsten „Ratet-mal-was-heute-unser-Motto-ist-Tage“.

Am Mittwoch konnte man Vertreter historischer Epochen hautnah erleben. Geschichtsunterricht live sozusagen. Es gab viele RömerInnen, GriechInnen, aber auch der Barock war vertreten, Piraten konnten bestaunt werden, ein Mönch besuchte unsere Schule und eine Mütze der sowjetischen Armee wurde durch die RHS getragen. Für Kostüme wurden weder Kosten noch Mühen gescheut. Auch eine Idee, die es vorher noch nicht gab.

Am letzten Mottotag stand ich wieder als Aufsicht auf dem Schulgelände, diesmal auf dem Hof. Es war nicht sonderlich aufregend dort, bis... ja, bis Po, eine alte Bekannte von den Teletubbies, über das Gelände schlenderte. Und Po war nicht alleine. Auch Bob der Baumeister, Mario und Luigi, Robin Hood, Rotkäppchen, Schneewittchen, Darth Vader, der Weihnachtsmann, die Biene Maja und viele andere Helden aus den Kindertagen der Zwölfer hatten sich in der Schule eingefunden, um einen der letzten Schultage der Abiturienten zu bereichern.

Man weiß nicht, was die nächste Zeit bringen wird, aber eines ist gewiss: Eure Mottotage bleiben sicherlich vielen, die an der Schule bleiben müssen, wenn Ihr in weniger als zwölf Wochen Eure Abiturzeugnisse in den Händen haltet, in positiver Erinnerung. Und sie lassen hoffen auf einen guten und niveauvollen Abigag und einen eben solchen Abiball.

Euch allen alles Glück der Welt und gigantische Erfolge!

Constanze Ambrosch

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