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Fahrt nach Rom

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O wie fühl´ ich mich in Rom so froh! Gedenk´ ich der Zeiten, Da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing, …

Johann W. von Goethe, Römische Elegien

Ja, man kann Goethe gut verstehen, wenn man bei hochsommerlichen Temperaturen mittags ein schattiges Plätzchen findet, wo die Füße vom Marathon durch antike Stätten, Kunstsammlungen und Kirchen etwas ruhen können, während einem genüsslich ein Eiscappuccino durch die Kehle rinnt. Wenn man dann noch mit sehr angenehmen, interessierten Reisegefährten über all die Leistungen menschlicher Zivilisation staunen und diskutieren kann, wird die Reise zum Erlebnis und in guter Erinnerung bleiben.

Unsere Studienreise in die ewige Stadt führte zu den Ausgrabungen und Baudenkmälern der Antike und wir wünschten uns, Zeitreisende zu sein, um das Leben eines römischen Bürgers zu führen. Wie gern hätten wir im Kolosseum einem Gladiator zugejubelt, wären durch den Konstantinbogen geschritten, um anschließend ein wohltuendes Bad in den Caracalla-Thermen zu nehmen, bevor wir im Circus Maximus gewettet hätten, welcher Rennstall den besten Wagen ins Rennen schickte. Vom Palatin hätten wir dem lebhaften Treiben auf dem Forum Romanum zugesehen oder selbst Geschäfte gemacht. Wir hätten dem Triumphator auf dem Kapitol zugejubelt und in den Trajansmärkten gehandelt.

Den zweiten Schwerpunkt der Reise bildeten die Kunst und Architektur der Renaissance und des Barocks. Wenn Kunstlehrer Werke von Michelangelo und Bernini im Original sehen, überträgt sich die Begeisterung, dann blicken alle genauer hin und erkennen die Genialität dieser Künstler. Danach folgt man freiwillig in die Kapitolinischen Museen und erliegt diesem Kunstrausch. Doch damit nicht genug. Die Kunstschätze des Vatikans in drei Stunden zu erfassen, ist illusorisch, doch man bekommt einen Eindruck, der vielleicht zum Wiederkommen animiert.

Ebenso erging es uns mit dem Besuch der Kirchen, die an Pracht kaum zu übertreffen sind. Durch die Lateranbasilika zu schreiten oder einen Blick von der Kuppel des Petersdoms zu werfen, lässt die Dimensionen erst wirklich erfassen. Die Faszination, unter einer riesigen Kuppel zu stehen, spürten wir auch im Pantheon. Was für Bauleistungen! Wird man die Architektur des MAXXI in 1700 Jahren dann auch so würdigen?

Auch das Leben auf den Plätzen mit seinen wunderschönen Brunnen kam nicht zu kurz. Pizza und Pasta mundeten vorzüglich in lauen Sommernächten. Am besten war aber immer noch das Eis im Palazzo del Freddo. Die Wahl zwischen 42 Eissorten fiel uns mächtig schwer.

Ach, bella Italia, wir hatten eine schöne Zeit und es wird mit Sicherheit nicht der letzte Besuch gewesen sein, denn bekanntlich führen viele Wege nach Rom.

Hendrik Peltzer und Evelyn Kirsche

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