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Hamburg

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Montag I 30.05.2016

Heute geht’s los. Alle treffen sich mit gepackten Koffern, Reisetaschen und Rucksäcken. Aber nicht etwa vor dem Bus. Nein. Erst mal schreiben wir unsere Mathe BLF. Wir sitzen mit unserem Gepäck in der Aula, die Stimmung ist seltsam. Irgendwie surreal, weil wir nachher in den Bus steigen und nach Hamburg fahren.

Froh, die BLF hinter uns zu haben, steigen wir zwei Stunden später in den Reisebus. In der ersten Pause wird ein Film eingelegt, die erste Folge "Sherlock Holmes". Sehr gute Serie übrigens. So verbringen wir halb schlafend, halb wachend die beinahe sieben Stunden Fahrt und kommen etwas erschöpft aber wohlauf in unserem Hostel in Hamburg an.

Nachdem wir nach einigem Warten unsere Zimmerschlüssel bekommen, die Zimmer bezogen und Abendbrot gegessen haben, geht es sofort mit der ersten Führung los. Dazu fahren wir mit der S-Bahn nach St. Pauli, dem Szeneviertel von Hamburg. Am Treffpunkt angekommen, warten wir eine geschlagene dreiviertel Stunde auf unseren Guide, da die Koordinierung irgendwie fehlgeschlagen war. Das heißt wir waren am richtigen Ort, der Guide war jedoch zu einem anderen Ort geschickt worden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden wir jedoch zusammen. Wir erfahren eine Menge über das Viertel, vor allem bekannt für die öffentliche Prostitution.

Wieder zu Hause angekommen fallen wir alle, erschöpft vom ersten Tag, ins Bett.

Dienstag I 31.05.2016

Wie gestern Abend vereinbart, treffen wir uns (mehr oder weniger pünktlich) in der Lobby, um neun Uhr zur Stadtmitte aufzubrechen. Dort erwartet uns schon eine Frau, um uns mit ihrem Wissen über die Stadt zu bereichern. Sie erzählt von architektonischen Schwierigkeiten wegen des Wasserstandes, zeigt uns verwinkelte Gassen und abgelegene Stege, die man ohne Kenntnis wohl nie finden würde. Zum Schluss wird die Elbphilharmonie natürlich noch bewundert und dann werden wir in die Freiheit entlassen und können uns selbstständig in Hamburg bewegen. Manche bleiben in der Innenstadt, andere spazieren am Elbufer entlang und halten selbstverständlich auch mal einen Fuß ins Wasser und noch andere verschlägt es ins Sternschanzenviertel.

Der Dienstag ist also ein äußerst entspannter Tag, verbunden mit viel Selbstständigkeit und Freiheit und das hat wirklich jedem gefallen, den Lehrern wie den Schülern.

Mittwoch I 01.06.2016

Heute fahren wir mit dem Bus zu den Seehundebänken nach Cuxhaven. Da wir zu früh da sind, haben wir noch etwas Zeit durch den Ort zu streifen und ihn zu entdecken. Die meisten von uns fühlen sich von dem vermutlich einzigen Eisladen sehr angezogen. Andere pilgern zum Leuchtturm und sehen sich das Meer an.
Wir treffen uns alle am Hafen wieder, als es Zeit ist das Schiff zu besteigen. Der Kapitän erzählt uns die ganze Fahrt über von Cuxhaven, den Offshore-Anlagen, den damit verbundenen Schwierigkeiten und Problemen, von zu niedrigen Dämmen und nicht zuletzt auch von den Seehunden. Das Schiff fährt nur bis auf einen Kilometer heran, da die vom Aussterben bedrohten Tiere sonst gestört würden. Daher sehen wir auf der Sandbank ein paar gräuliche Silhouetten. Aber die vorbildlichen Schüler von uns haben natürlich an ein Fernglas gedacht, die dann solidarisch durch die Klasse gereicht werden. So haben alle einen Blick auf die Seehunde erhaschen können.

Donnerstag I 02.06.2016

Es regnet in Strömen. Zum Glück gehen wir ins Panoptikum, dort werden wir nicht nass und bekommen viele berühmte Menschen zu sehen. Ich finde es sehr seltsam, mir all diese lebensgroßen, unglaublich realen Menschen anzusehen, die mir jedoch nicht in die Augen sehen.

Nachdem alle genug gesehen haben, dürfen wir uns erst einmal frei in Hamburg bewegen, müssen jedoch versprechen am Nachmittag pünktlich am Dungeon zu sein. Zum Glück klart es wieder auf, die Sonne scheint endlich und wir müssen uns nicht in irgendwelche Cafes verkriechen. Als dann alle angekommen sind, wird erst einmal ein gruseliges Gruppenfoto gemacht. Dann beginnt unsere Reise durch diese gruselnde Einrichtung. Als ich hineingehe bin ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, bin jedoch positiv beeindruckt, nachdem ich das Gebäude wieder verlasse. Man kann es sich vielleicht als eine Art gruseliges Belantis vorstellen.

Freitag I 03.06.2016

Heute geht es nach einer kleinen Verzögerung los. Die Fahrt über wird Werwolf gespielt, Musik gehört, geredet oder der fehlende Schlaf der letzten Tage nachgeholt. Jeder hat seine Beschäftigung und alle überstehen mehr oder weniger die lange Busfahrt.

Der Busfahrer ist leider nicht in Höchstform, daher brauchen wir länger als geplant und durch das spätere Abfahren am Morgen kommen wir erst gegen 17:30 Uhr an.

Nach dieser langen Fahrt sind wir froh, wieder vertrauten Boden unter den Füßen zu haben, aber auch mit dem Gedanken erfüllt, dass dies unsere letzte gemeinsame Fahrt war.

Elena Scholz

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