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Inselspiel 2017

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Seit mehreren Jahren fahren die Schüler der 9. Klassen des gesellschaftswissenschaftlichen Profils Anfang Oktober für zwei Tage nach Grethen, einem kleinen, beschaulichen Dörfchen vor den Toren Grimmas. Ziel ist das Naturfreundehaus, mitten im Wald gelegen. Aber von der Natur bekommen die Schüler relativ wenig mit, den sie verbringen die gesamten zwei Tage im Haus.

Es wird gespielt, in einer fiktiven Situation, aber mit starken aktuellen Bezügen. Die Schüler lernen in dem vom Europahaus Leipzig organisierten Planspiel die Regeln demokratischer Entscheidungen, Toleranz und Kompromissfähigkeit zu praktizieren, begreifen, wie Fremdenfeindlichkeit entsteht und wie man damit politisch umgehen kann und muss. Alle Schüler füllen ihre Rollen als Regierungspartei, Opposition, Bürgerbewegung oder auch als Vertreter der Medien, obwohl sie darauf eigentlich nicht vorbereitet sind: Ein Chemieunfall im Ruhrgebiet zwingt Millionen Deutsche, ihr Land zu verlassen. Sie müssen eine neue Heimat finden, aber sind sie auch willkommen? Nun müssen Kompromisse am Runden Tisch gefunden, dabei Vorurteile abgebaut und eigenständig Lösungen formuliert und abschließend das Resultat der Bevölkerung vermittelt werden.

Inselspiel I Klasse 9 b

Demokratie kann ganz schön anstrengend sein. Probleme erkennen, diskutieren, Alternativen finden, zu Kompromissen bereit sein und dann auch noch auf einen gemeinsamen Nenner kommen, den eine Mehrheit mitträgt, das ist nicht einfach. Das ist das Resümee unserer Insel-"Spieler" nach zwei Tagen in Grethen. Regierung und Opposition, Organisationen und Aktionsbündnisse, Pressearbeit - das waren die Aufgabenbereiche unserer Schüler im Planspiel des Europahauses Leipzig. Die ersten Schritte auf dem politischen Parkett standen natürlich im Fokus der aktuellen Geschehnisse in unserem Land und haben den Schülern geholfen, diese zu verstehen und Meinungen zu vertreten.

Inselspiel I Klasse 9 c

Nach harter Arbeit eine kräftige Stärkung bevor es in die letzte Runde am zweiten Tag des Inselspiels geht. Nach einem ersten intensiven Tag sind die Schüler der 9 c etwas müde in den zweiten Tag gestartet, aber nun nehmen alle wieder Fahrt auf und ringen um bestmögliche Kompromisse. Wir wollen jedoch nicht zu viel verraten, denn morgen geht die 9 b auf Tour nach Grethen.

Britta Pöppl

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