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Spurensucher zu Besuch in Theresienstadt

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Am 23.06.2016 waren 20 Schüler der "Stolpersteingruppe" gemeinsam mit Herrn Dr. Müller in Theresienstadt. Begleitet wurden wir durch Rolf Isaacsohn, der im Alter von elf Jahren nach Theresienstadt deportiert wurde. Nach einer dreistündigen Busfahrt kamen wir im tschechischen Terezin (Theresienstadt) an. Bei heißen dreißig Grad sahen wir uns zunächst, zusammen mit einem Guide, die "kleine Festung" an, die auf eine Geschichte von ungefähr 250 Jahren zurückblicken kann. Sie wurde als Gefängnis genutzt, in dem im Ersten Weltkrieg zum Beispiel die serbischen Attentäter von Sarajevo gefangen gehalten wurden. In Zeiten des Nationalsozialismus wurde es als Lager missbraucht, um tschechische Regimegegner und Juden festzuhalten. Nach anderthalb Stunden, begaben wir uns zum Theresienstädter Ghetto, einen kleinen Fußmarsch von 500 Metern von der kleinen Festung entfernt. Dort bot uns der Guide anhand eines anschaulichen Modells einen Überblick über das Ghetto, u.a., an welchen Orten im Zweiten Weltkrieg Juden untergebracht waren. Auch Herr Isaacsohn lebte in diesem Ghetto und konnte uns sogar zeigen, wo er untergebracht war. Zum Schluss der Exkursion besuchten wir die ehemalige Magdeburger Kaserne, wo wir unseren Guide verabschiedeten.

Nach einem heißen, aber aufschlussreichen und interessanten Tag, danken wir Herrn Isaacsohn, dass er uns auf die Spurensuche in die NS-Vergangenheit begleitete und uns über das Leben im Ghetto Theresienstadt berichtet hat.

Ron Starke (Text)

Nina Kranich (Bilder)

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