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Auf den Spuren der Vergangenheit

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Am 07.06.2016 unternahm die GTA "Stolpersteine" unter der Leitung von Herrn Dr. Müller und mit der Begleitung von Frau Szymanski eine Exkursion nach Berlin. Unsere zwei Ziele waren einerseits die ehemalige Strafanstalt und Hinrichtungsstätte Plötzensee in Berlin-Charlottenburg, welche heute als Gedenkstätte genutzt wird, und andererseits das Haus, in dem die berüchtigte Wannsee-Konferenz abgehalten wurde.

Wir kamen nach ungefähr zweistündiger Fahrt gegen elf Uhr an der Gedenkstätte Plötzensee an. Zuerst bemerkten wir die große Mauer mit Stacheldraht auf der Krone, die Umzäunung der Justizvollzugsanstalt, welche die Gedenkstätte von drei Seiten umgibt. Die Gedenkstätte besteht nur aus dem wiederaufgebauten Hinrichtungsschuppen und einem kleinen Innenhof auf dem der Schuppen steht. Im Eingangsbereich trafen wir auf Andreas Herbst von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, welcher uns durch die Anlage begleitete.

Unser spezielles Anliegen war es, mehr über die Markkleebergerin Helene Knothe, welche 1944 in diesem Lager ermordet wurde, zu erfahren. Aber erstmal erzählte uns Herr Herbst einiges über das 1879 als Gefängnis fertiggestellte Lager und danach hatten wir die Möglichkeit, ihm Fragen allgemein über das Lager oder speziell über Helene Knothe zu stellen. Anschließend wurde noch eine kleine Rede von Pauline Braune aus unserem Projekt gehalten und die Anklageschrift sowie das Urteil und Gutachten zu Helene Knothe von Mitgliedern aus dem Stolpersteinprojekt verlesen.

Wir hatten danach auch noch kurz Zeit, die kleine Ausstellung in einem Raum des ehemaligen Hinrichtungsschuppen zu erkunden und konnten wieder Fragen an Herrn Herbst stellen.

Zum Gedenken an die Opfer der NS-Diktatur legten wir noch rote Rosen an der Gedenkstätte nieder und Johannes Kürschner aus der 11 a spielte zwei Stücke auf seiner Geige.

Danach ging es weiter zum Haus der Wannsee-Konferenz, am Ufer des malerischen Wannsees und eingebettet in einen großen Garten in einer der reicheren Gegenden von Berlin, in dem am 20.01.1942 fünfzehn hochrangige Vertreter aus SS, NSDAP und verschiedener Reichsministerien über den Verlauf der Ermordung der europäischen Juden berieten. Hier erhielten wir eine ca. einstündige Führung durch die zwischenzeitlich als SS-Gästehaus genutzte Villa, welche als Gedenk- und Bildungsstätte an den Holocaust und die Wannsee-Konferenz konzipiert ist. Diese Führung war sehr umfangreich und endete in dem Raum, in dem die Wannsee Konferenz tatsächlich stattgefunden hatte.

Friedrich Brückner

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