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Deutsch-niederländischer Schüleraustausch 2015

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Besuch in Markkleeberg vom 15.06. - 19.06.2015

Phase 2 im diesjährigen Schüleraustausch - nun sind wir die Gastgeber für unsere und können zeigen, was wir so drauf haben. Auf eine schöne Woche.

19.06.2015

Und schon ist er wieder vorbei, der diesjährige Schüleraustausch. Zum Abschied floss doch manche Träne, Zeichen dafür, dass dem ein oder anderen der Austauschpartner doch ein Stück weit ans Herz gewachsen ist. So soll es sein, und soweit ist Epe nun auch nicht entfernt. Tot ziens! Bis zum nächsten Jahr!

18.06.2015

Vielen Dank an Chiara, Laura, Moritz und Lukas!

17.06.2015

Etwas müde sehen unsere Austauschschüler schon aus, ist eben ganz schön intensiv und auch extensiv so ein Schüleraustausch. An Schlaf ist da kaum zu denken. Auch nicht bei unserem diesjährigen Projekt, das sich in den letzten Jahren durchaus bewährt hat. Wir schicken die Schüler auf die Suche nach Gemeinsamkeiten ihrer Heimatstädte. Epe und Markkleeberg sind ja so unterschiedlich nicht und da drängt sich der Gedanke an eine gemeinsame Städtepartnerschaft regelrecht auf. Ob diese auch in den Augen der Schüler realistisch ist, werden wir bei den morgigen Präsentationen sehen.

Der Nachmittag war nicht unorganisiert, sondern den Ideen der Schüler vorbehalten. Es wurde Fußball gespielt und der ein oder andere auch schon wieder in der benachbarten Großstadt gesichtet. Die Einkaufsmöglichkeiten sind eben einfach zu verlockend.

PS: Der "komische Vogel" nebenan ist nicht das neue Städtepartner-Maskottchen.

16.06.2015

Heute gab es Kontrastprogramm - Moderne trifft auf Historie. Für jeden sollte also etwas dabei sein, BMW vs. Völkerschlacht. Mehr Leipzig für Gäste geht nicht.

Der Tag beginnt im BMW-Werk und an der Fertigungstrecke der neuen Aushängeschilder des Leipziger Werkes - BMW i3 und BMW i8. Okay, über die Preise muss man nicht reden, wer einen Viert- oder Fünftwagen sucht, kann hier fündig werden. Überzeugend die Montage der Autos: kein Verschweißen der einzelnen Teile mehr, sondern alles wird verklebt. Moderne Autos sind eben nicht mehr aus Metall und Alu, sondern aus Karbon. Wer ein Freund von Robotern ist, wird im Leipziger Werk seine wahre Freude gehabt haben. Die Arme der kleinen Freunde können sich dermaßen verbiegen, da hält die menschliche Natur nicht mehr mit.

Anders sah es da am Nachmittag aus: Völkerschlacht 1813. Das-360°-Panorama von Yadegir Asisi macht die Erlebnisse in Leipzig erlebbar. Eine Stadt in Aufruhr, zwischen Alltag und Chaos. Und der Betrachter mittendrin. Beeindruckend.

Wie die Schüler den Tag abrunden, bleibt ihnen überlassen - zwischen Cospudener See und Leipziger Innernstadt wird sich mit Sicherheit etwas finden.

15.06.2015

Pünktlich 17:00 - die Frisur sitzt, die Aufregung steigt. Die Holländer rollen ein. Pünktlich sind sie ja, die Nachbarn, und ihre Vorfreude auf den Rücktausch kann man ihnen auch ansehen. Nach einer kurzen offiziellen Begrüßung durch unsere Fachleiterin für Sprachen, Frau Schreiber, sind sie auch schon wieder weg. Leipzig ruft, Markkleeberg vielleicht auch, der Cosi ganz bestimmt.

Besuch in Epe vom 23.03. - 27.03.2015

Phase 1 im diesjährigen Schüleraustausch. Wir fahren nach Epe. 29 Schüler und zwei begleitende Lehrer verbringen die nächsten fünf Tage in den Niederlanden, wir werden an dieser Stelle darüber berichten.

27.03.2015

So schnell können fünf Tage vorbei sein, wir sind wieder in Markkleeberg. Heute Morgen hieß es "tot ziens", und das fiel unseren Austauschschülern spürbar schwer. Es dürfte die ein oder andere Freundschaft sein, die nun über die sozialen Netzwerke weitergepflegt werden muss. 89 Tage heißt es nun warten, bis wir die Niederländer mit unserem Programm überraschen dürfen, und das hat es wirklich in sich.

Ein großer Dank geht an unseren Busfahrer, der uns in neuer Rekordzeit, am freitäglichen Stau vorbei, nach Hause brachte.

26.03.2015

Vorletzter Tag in Epe und das Wetter meinte es nicht gut mit uns: Es regnete den ganzen Tag. Nicht weiter schlimm, wenn man sich in geschlossenen Gebäuden aufhält. Und so standen zu Beginn die letzten Vorbereitungen für die Präsentationen auf dem Plan, was sich insgesamt als sehr zäher Prozess darstellte. Das lag nicht nicht an den Schülern, sondern eher an der Technik. Nun machen uns die Holländer in dieser Beziehung etwas vor, jeder Raum ist mit einem Beamer ausgestattet, Wifi gehört hier dazu wie der Käse auf das Brot, die Schüler arbeiten im Unterricht mit IPads, alles toll. So lange es funktioniert. Apple und Microsoft vertragen sich auch hier nicht und so sahen wir insgesamt nur vier der angedachten acht Präsentationen. Was die Gastgeber zu der Einsicht gelangen ließ, beim nächste Mal doch lieber wieder mit Schere, Blatt und Stift zu arbeiten.

Am Nachmittag ging es per Rad nach Vaasen, einem kleinen Ort in der Nähe von Epe. Hier befindet sich die Schwimmhalle der Region und diese war für uns anderthalb Stunden reserviert. Viele nutzten die Chance, sich nach der nassen und kalten Anreise wieder etwas aufzuwärmen, um anschließend bei eisigem Wind wieder den Rückweg anzutreten. Für unsere holländischen Gastgeber kein Problem, immerhin ist hier das Fahrrad das Fortbewegungsmittel Nummer 1 und widersteht somit jedem Wind und Wetter. Unsere Schüler waren darauf mehr oder weniger vorbereitet, der ein oder andere wusste nicht mal, dass wir in eine Schwimmhalle fahren. Hmm, fehlende Kommunikation.

Dieses Problem gab es beim abschließenden Barbeque nicht, gemeinsam standen unsere Austauschschüler am Grill und mühten sich um Hamburger, Hähnchenschenkel und Fleischspieße. Auch für die vegetarischen Freunde war gesorgt, sodass alle gut gestärkt in den geplanten Abschlussabend gehen konnten. Wie man hört, sollen alle 55 Schüler zusammen feiern, spricht für den Austausch.

25.03.2015

Amsterdam ist schon eine verrückte Stadt. Sollten unsere Schüler einmal auf die Idee kommen, irgendwie irgendwann aussteigen zu wollen, dann wäre diese Stadt erste Wahl. An die Fahrradfahrer konnte man sich ja relativ schnell gewöhnen und wenn nicht, wäre es eh´ zu spät gewesen. Dass es haufenweise Menschen gibt, die mit sich selbstredend durch die Straßen spazieren, vielleicht auch noch, das kennen wir in unseren Gefilden auch. Der Geruch verbotener Substanzen, der überall zu inhalieren ist, war unseren Schülern auch nicht unbekannt. Wie auch das Red-Light-District, Nun ja, die Holländer interpretieren eben Sehenswürdigkeiten auch etwas anders. Neu war die massive Polizeipräsenz in der Innenstadt, abgeriegelte Straßen, berittene Polizisten, Wasserwerfer - das volle Programm. Der Grund war schnell gefunden und live im Fernsehen zu verfolgen, in der Hausbesitzerszene kam es zu Räumungen und das geht eben auch hier in den Niederlanden nicht geräuschlos vonstatten.

Unsere Schüler bekamen einen kleinen Eindruck davon und vor allem bemerkten sie, dass Amsterdam und Epe zwei verschiedene Welten sind. Durch die Stadt ging es vor allem auf den Spuren der Geschichte - am Ende stand das Anne Frank-Haus. Was den ein oder anderen vermuten ließ, dass uns die Gastgeber vielleicht auf die eigenen Spuren zurückführen wollten. Interessanter Gedanke, immerhin waren mit der Hollandsche Schouwburg und dem Wertheim-Park zwei weitere Gedenkorte im Programm. Die Antwort ist nicht einfach: Die jüdische Geschichte ist ein Teil der Niederlande und damit auch ein Teil der deutschen. Daran muss man auch im Jahr 2015 denken.

24.03.2015

Alle zufrieden und glücklich, ausgeschlafen und motiviert - so gefällt uns der Schüleraustausch. Das zeigte sich auch gleich bei der Projektarbeit, die die Gastgeber immer mehr zu perfektionieren wissen. "Be a reporter", eine nicht ganz neue Idee, bei der wir als beteiligte Lehrer aber immer noch dazu lernen können. Der Schwerunkt liegt in diesem Jahr auf den touristischen Besonderheiten der Stadt, die die Schüler zum Beispiel in einem kurzen Film aufzeigen sollen. Dazu gehen sie, wie es Reporter nun einmal tun, auf die Straße und befragen die Einwohner Epes, wie sie sich den Tourismus in der Stadt vorstellen und wünschen. Nicht ganz einfach für beide Seiten, unsere Schüler müssen ihre Englischkenntnisse unter Beweis stellen und die Befragten sich auf ihre Fragestellungen auch einlassen. Tun sie meistens bereitwillig. Hier leben fast nur nette Menschen.

Zeit, einmal die Backkünste unserer Haus- und Hofbäckerei zu würdigen. Irgendwann kamen wir mal auf die Idee, als Gastgeschenk für die Kollegen der Schule ein paar Leipziger Spezialitäten mitzubringen. Wir haben verschiedenes ausprobiert, Leipziger Lerchen oder auch Apfelkuchen, seit ein paar Jahren zaubert die Leipziger Bäckerei Herzog uns aber ein Blech Mohnkuchen, womit wir die Lehrer an der RSG immer wieder überraschen können. Was uns insofern verwundert, da man in einem Land der stimulierungsfreundlichen Substanzen eigentlich Mohn kennen sollte. Egal, das Blech ist in kürzester Zeit alle und dürfte die Idee der Leipziger Bäcker bestärken, doch darüber nachzudenken, eine Filiale in den Niederlanden zu eröffnen.

Der Nachmittag war in diesem Jahr den sportlichen Aktivitäten vorbehalten, sonst eigentlich immer am Donnerstag als letztes Highlight geplant, hatten sich die Sportlehrer auch diesmal wieder Besonderes ausgedacht: Kletterwand, Minigolf, Fahrradparcours und Trampolin - alles Dinge, die etwas mit Koordination zu tun haben und unsere Schüler mehr oder weniger forderten. Zum Teil war es sportlich, zum Teil sah es auch nur so aus, der Spaß stand dabei insgesamt im Vordergrund. Wie auch beim Abschlussspiel. Was wir als Brettspiel kennen, zelebrieren die Holländer etwas anders. "Mensch ärgere dich nicht", als Ballspiel - man kann sich ungefähr vorstellen, wie die Regeln sind.

23.03.2015

Die Fahrt ging gut los, schon einmal deshalb, weil sich alle Schüler den geänderten Abfahrtsort gemerkt hatten und auch noch pünktlich erschienen. Da kennen wir anderes, es hält sich die Mär von der Mutter, die ihre Tochter bis zum nächsten Autobahnrastplatz fahren musste, um den Traum vom Schüleraustausch nicht schon zu Beginn platzen zu lassen. Zweite gute Voraussetzung bot die Größe des Busses, die dafür sorgte, dass sich Schüler (obere Etage) und organisierendes Personal (untere Etage) nicht schon nach einer Stunde auf den Geist gingen.

So schafften wir es innerhalb von acht Stunden, die 590 Kilometer an allen Staus vorbei zu bewältigen und pünktlichst 16:00 in Epe einzutreffen. Wie immer stieg mit zunehmender Nähe des Zielortes die Stimmung auf dem Deck und zum Teil aber auch ein kleines Unbehagen bei all denjenigen, die glauben, bei Facebook und Co. alles schon gesehen und gelesen zu haben. Wie wird der Gastgeber wohl wirklich aussehen und vor allem wie wird er sein?

Die Antwort wissen wir (noch) nicht so hundertprozentig genau, zumindest hat jeder seine Partnerin oder seinen Partner gefunden und für die Nacht ein Dach über dem Kopf. Bei den meisten zeichnete sich am frühen Abend dann aber doch schon ein leichtes Lächeln ab, man ist zufrieden, der ein oder andere vielleicht auch glücklich mit dem Vorgefundenen und alles weitere wird sich zeigen.

Dass die Niederländer dabei nichts dem Zufall überlassen wollten, zeigten die abendlichen Aktivitäten. Was der ein oder andere nur aus dem Sunshine Kids-Club im letztjährigen All inclusive-Urlaub kennt, können die Holländer nämlich auch, und das sogar noch besser: Dutch games. Früher spielten wir das mal im Walde, dafür war es diesmal zu kalt. Traditionelle Indoorspiele wie Curling und flying carpet machten richtig Laune und schufen, da gemischte Teams, beste Startbedingungen in einen gelungenen Austausch.

Morgen wird es wohl etwas anstrengender werden, das Tagesprogramm lautet: Be a reporter! Wir berichten darüber.

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