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Niederländisch-deutscher Schüleraustausch 2014

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Markkleeberg, 20.06.2014

Fünf Tage vorbei, schon wieder Zeit, sich verabschieden. Noch vor der ersten Stunde mussten sich unsere Austauschschüler von ihren Gästen verabschieden, auch in diesem Jahr floss die ein oder andere Träne. Und das ist ja auch ein Zeichen dafür, dass es schön war. Nun können sich unsere Schüler erst einmal richtig ausschlafen, vielen hat man doch angesehen, dass die Nächte kurz waren.

Markkleeberg, 19.06.2014

Nun gab es bereits zum dritten Mal das Projekt "Markkleeberg and Epe - twin cities?", da dürfte die Stadtverwaltung doch mal langsam an die Ernsthaftigkeit dieser "Bürgerbewegung" glauben. Erstmals wurde der ein oder andere Markkleeberger damit konfrontiert, wenn er von Schülern auf der Straße darauf angesprochen wurde, und erst einmal nachdenken musste, was die Fragenden da von ihm wollten. Die Antworten reichten von "ich mag die Holländer" über "Da bekommen wir mal richtig guten Käse" bis hin zu "Ja, die sind gerade bei de Fußball-WM gut". Auch der Stadtoberste, OBM Karsten Schütze, kann dieser Idee nur Positives abgewinnen. Unsere Schüler taten in ihren Präsentationen ihr Bestes, um ihre Kampagnen an de Mann zu bekommen. Viele gute Idee, manche nicht immer umsetzbar, z.B. hat Epe keinen See, Markkleeberg dafür zwei, also sollten wir den Niederländern einen abgegeben als Zeichen guter Zusammenarbeit, ein schwieriges Unterfangen für die LBMV. Die werden froh sein, dass die Uferbefestigung gerade hält.

Am Ende musste die Jury einen Sieger küren, einstimmig wurde Gruppe 7 für die überzeugendste Präsentation geehrt.

Markkleeberg, 18.06.2014

Heute ging es vor allem darum, auf verschiedene Art und Weise klarzukommen: Einerseits mit den Temperaturen im Klassenzimmer und andererseits damit, eine Präsentation ohne technische Hilfsmittel zu erarbeiten, sprich ohne Informationen aus dem Internet. Aber es ist ja nicht so, dass wir die Schüler mit dem Thema "Epe und Markkleeberg - twin cities?" völlig allein gelassen haben, sie mussten sich eben nur auf altbewährte Traditionen einlassen. Und das bedeutete, Broschüren studieren, Informationsmaterial auswerten, eben klassische Recherchearbeit. Ging auch und sogar ganz gut, auch wenn der ein oder andere mithilfe seines Smartphone doch wieder Teil der globale Welt war. Nun ja, ohne scheint eben doch nicht ganz ohne zu gehen.

Den Nachmittag verbrachten die Austauschpartner im Freizeitpark Belantis, als Kindergartengruppe getarnt ging´s ins „Tal der Pharaonen“ und ins „Reich der Sonnentempel“ oder einfach formuliert auf die Wasserrutsche oder die Achterbahn.

Und als Highlight am Abend die Fußball-WM. Niederlande gegen Australien. Hoffen wir mal, dass unsere Gäste morgen froh gelaunt in die Schule kommen.

Markkleeberg, 17.06.2014

Der zweite Tag des Austausches begann außerhalb der Schule: Studiotour beim MDR. Beim Gang durch die verschiedenen Studios lernten die Schüler den MDR so richtig kennen, dabei auch die Sendungen, die der MDR produziert, die aber nicht zum täglichen Nachmittagsrepertoire eines 15-Jährigen gehören dürften: MDR um zwei und Hier ab 4 schaut der Fernsehnachwuchs mit Sicherheit nicht. Aber nun bleibt man beim Zappen vielleicht mal hängen und weiß, wofür die Eltern die GEZ bezahlen. Mit der Serie "In aller Freundschaft" können die meisten schon mehr anfangen, auch die wird beim MDR gedreht. Und siehe da, Schwester Arzu huschte auch an der Rezeption vorbei, heute war Drehtag, deshalb gab es so viel nicht zu sehen. Dafür konnten unsere Gäste dann bei "MDR aktuell" beweisen, dass sie wie die Profis sicher vom Teleprompter ablesen können.

Für den nächste Schauplatz musste man nur die Straße überqueren, das asisi-Panometer bietet derzeit "Leipzig 1813", ein 360°-Panorama zur Völkerschlacht. Eine Stunde konnten die Schüler von den Dächern der Stadt das Treiben in den Gassen vor 200 Jahren erkunden und sich ein Bild von den Zuständen während des Krieges machen.

Markkleeberg, 16.06.2014

Der Mannschaftsbus der Niederländer ist vorgefahren: Pünktlich und höflich, wie die Holländer nun einmal sind, trafen unsere Gäste rechtzeitig vor der Anstoßzeit der Partie Deutschland gegen Portugal in der Arena an der Mehringstraße ein. Genügend Zeit also, um nach einer kurzen Aufwärm- bzw. Begrüßungsphase sich auf den Abend vorzubereiten.

Epe, 04.04.2014

Tot ziens - so hieß es heute Morgen in Epe. Nach vier Tagen mit vollem Programm mussten unsere Schüler Abschied von ihren Gastgebern nehmen. Nun heißt es Warten auf den Juni, am 16.06. startet der Gegenbesuch.

Epe, 03.04.2014

Vorletzter Tag in Epe - Tag der Präsentationen und des Sports. Am Morgen konnten die Schüler in ihren Gruppen ihre Präsentationen fertigstellen, um anschließend den Mitschülern die größten Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland zu erklären. Haben sie gut gemacht, alles auf Englisch und das fast fehlerfrei. Noch existierende Vorurteile dürften nun auch abgearbeitet sein und beim Rücktausch im Juni kein Thema mehr sein.

Für den Nachmittag hatten sich die Sportlehrer der Schule etwas Besonderes ausgedacht, Stationsbetrieb der besonderen Art: Basketball, Klettern, Tischtennis, Golfen und Mountainbiking in der Halle hat man nicht aller Tage. Jeder musste alle Sportarten bewältigen, mit mehr oder weniger Vorkenntnissen, mit mehr oder weniger Geschick - völlig egal, am Ende zählte nicht das Ergebnis, sondern der Eindruck. An jeder Station gab es einen Kampfrichter, der nach Einsatz und Teamspirit Punkte vergab, sodass am Ende nicht die Besten, sondern die Engagiertesten gewannen. Scheint ein Grundprinzip des niederländischen Bildungssystems zu sein, jeder wird mitgenommen, nach seinen Fähig- und Fertigkeiten.

Zurück in der Schule warteten bereits drei "Feuerstellen" auf unsere Schüler, um mit Fleisch oder eben auch vegetarisch bestückt zu werden. Zeit genug, den Abend zu planen, ist ja erst einmal der letzte, dann dauert es lange 73 Tage, ehe wir die niederländischen Gäste begrüßen dürfen.

Epe, 02.04.2014

Highlight der Woche - Amsterdam. Echte Bewährungsprobe für unsere Schüler, denn in der Hauptstadt der Niederlande ist einiges anders. Amsterdam ist nicht Leipzig und das Stadtzentrum eben auch nicht die Petersstraße. Hat man sich in Leipzigs Innenstadt darauf geeinigt, die Fahrradfahrer aus der Fußgängerzone zu verbannen, ist das in der Tulpenstadt völlig anders. Erst kommen die Fahrradfahrer, dann die Fahrradfahrer und dann irgendwann der Rest der am Straßenverkehr Beteiligten. Am Ende des Tages dürften das auch unsere Schüler gelernt haben, auch wenn man manchem Schüler aus dem Gastgeberland erheblichen Nachholebedarf anmerkte: Ist eben etwas anderes, wenn man selbst auf dem Rad sitzt und Epe ist eben ein Dorf. Nun gut, es haben alle überlebt, Schäden dürfte es nur an den Bollern auf den Fußwegen gegeben haben, die sieht man im Pulk so schlecht.

Sightseeing gab es auch, Krachten, Brücken, schiefe Häuser, davon hat die Stadt doch einige. Rembrandt- und Anne-Frank-Haus, wobei es vor allem letzteres den Schülern angetan hat. Ist schon beeindruckend, wenn man nach der Buchlektüre im Haus der 14-jährigen Anne auf Spurensuche gehen und Stellen aus dem Tagebuch wiedererkennen kann.

Den Rest des Tages verbrachten die Schüler in den Einkaufsmeilen der Innenstadt, angesichts der vielen Tüten dürfte der Einzelhandel zufrieden sein. Gibt es zwar auch alles in der Petersstraße, aber Leipzig ist eben nicht Amsterdam.

Epe, 01.04.2014

Die Schule in den Niederlanden beginnt etwas schülerfreundlicher als bei uns: 08:15 klingelt es zum ersten Block. Und siehe da, alle waren da und schauten auch zufrieden. Immer ein gutes Zeichen für die Organisatoren, dass die Mitfahrenden sich in ihren Gastfamilien wohlfühlen. Und auch Grundvoraussetzung für einen optimalen Schüleraustausch.

Am Vormittag ging es produktiv zu. Die Schüler arbeiteten am "Be a reporter!"-Projekt, hierbei geht es um Wissenswertes über die Niederlande und Deutschland, aber auch um de Vorurteile, die wohl immer noch existieren: Käse und Wohnwagen meets Bratwurst und Sauerkaut. Nunja, man kann ja damit mal aufräumen. Und das werden die Schüler in ihren Präsentationen am Donnerstag mit Sicherheit auch tun. Zumindest wurde schon einmal fleißig recherchiert, Passanten befragt, Filme gedreht. In den niederländischen Schulen alles kein Problem, da sich das notwendige Equipment hier etwas anders präsentiert als an der RHS. Schön für die Schüler, hier hat auch keiner was gegen die Smartphones im Unterricht. Hier hat jeder eins. Lehrer wie Schüler.

Am Nachmittag ging es dann mit den "fiets" (Fahrräder, "bromfiets" für Mopeds klingt noch besser) nach Vaassen in die Schwimmhalle, Auch in den Niederlanden gehört es zur guten Tradition, am 1. April die Menschheit zu verscherzen. Und so bat man die Schüler bereits am Eingang darum, heute nur mit der gesamten Kleidung ins Wasser zu gehen. Etwas zu durchsichtig das Ganze, ich glaube, unsere Schüler haben das Schild gar nicht wahrgenommen.

Epe, 31.03.2014

Abfahrt um 08:00. Ankunft 15:45. Das muss man erst einmal schaffen. Und irgendwie führen alle Wege nach Epe.

Jeder Busfahrer hat sein eigenes Navigationssystem und damit auch seine eigene Interpretation der Wegstrecke. Unser Fahrer ignorierte alle Hinweise und fuhr ins Grüne. Heißt, die A 38 gerade aus und irgendwann landet man dann in Kassel. Und irgendwann in der Nähe von Dortmund. Und irgendwann in Epe. Die Schüler haben´s wahrscheinlich eh´ nicht gemerkt, man schaut ja heutzutage nicht mehr ständig aus dem Fenster, sondern eher aufs Smartphone. Erst als das Hinweisschild "Epe" ankündigte, wachte die Mehrheit auf und war der Meinung, man habe nun die Niederlande gesehen und könne nun ruhig wieder nach Hause fahren.

Da die Gastgeber trotz der frühen Ankunftszeit schon zum Gastgeben bereit waren, kehrte dann doch so etwas wie Aufgeregtheit ein und jeder suchte das Gesicht, das zu seinem Austauschpartner passen könnte. Facebookprofils haben den Vorteil, dass sie ständig aktualisiert werden und somit fand auch jeder seinen ihm zugeteilten Partner.

Genügend Zeit also, um sich am ersten Abend etwas zu beschnuppern, erste Brocken Niederländisch zu lernen oder sich eben mit dem Schulenglisch über Wasser zu halten. Was es gebracht hat, wissen wir morgen.

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