Kunstwerk des Monats

Wir haben das Kunstwerk des Jahres gefunden

In den letzten beiden Schuljahren konnte im Verbinder zwischen A- und B-/C-Flügel das "Kunstwerk des Monats" betrachtet, bestaunt und bewundert werden. Unsere User haben nun das Kunstwerk des Jahres gekürt. Zur Auswahl standen insgesamt 13 Kunstwerke, die es allesamt verdient hätten, am Ende ganz oben zu stehen. Aber es kann eben nur eine oder einer auf dem Treppchen ganz oben stehen. Gekürt wurden die Preisträger zum diesjährigen Hildebrandfest am 09.09.2017, überreicht wurde der Preis von den verantwortlichen Kunstlehrern Evelyn Kirsche und Rico Joachim.

Die Preisträger

  • 1. Hanna Frömberg (32,6 % aller abgegebenen Stimmen)

  • 2. Richard Vogelsang (15,2 %)

  • 3. Darius Kirchbach (12,0 %)

Zur Auswahl standen

Juni 2017

"Grüne Hölle" (Urwald bei Nacht)

Henri Rousseau gilt als einer der bedeutendsten Maler der Moderne und als Wegbereiter für Kubismus, Expressionismus und Surrealismus. Ihm geht es nicht um die genaue Abbildung der Natur, vielmehr erzeugt er ausdrucksstarke traumartige Bildwelten in einer als "naiv" bezeichneten Darstellungsweise.

Die Schüler Felix Jütting, Finn Schulze und Niklas Thom (6 a) arbeiteten gemeinsam an einem Dschungelbild nach dem Vorbild Rousseaus und konnten durch Überschneidungen und Verflechtungen ein undurchdringliches Pflanzengewirr erschaffen, das sich durch eine große Zahl an Formen und Farben auszeichnet.

März 2017

Kirigami.

Bastelfreunde werden sofort den Begriff Origami im Kopf haben. Beide Techniken basieren auf Faltungen aus einem Stück Papier. Beim Kirigami werden jedoch Schnitte gebraucht, um die Papierplastik hervortreten zu lassen.

Strukturierte Oberflächen spielen in der Architektur eine große Rolle. Mithilfe von farbigem Licht entstehen interessante Schattenspiele, die auch in den Raum greifen und diesen beleben, wie Marina Meier (12) an ihrem Beispiel eindrucksvoll belegt.

Februar 2017

MONDAY MONSTERS - Wer kennt sie nicht?

Doch wo sind sie zu finden? Dieses Mal könnt ihr das Werk nicht am angestammten Platz finden, ein Film passt schlecht in den Rahmen.

David Kirchbach (12) war federführend im Projekt seiner Gruppe, die sich mit viel Enthusiasmus in diese zeitintensive Arbeit gestürzt hat. Entstanden ist ein Film, der inhaltlich sicher zu denken gibt, filmtechnisch durch Montage und Akustik überzeugt.

Lasst euch überraschen!

Januar 2017

Gestaltung eines Plattencovers zu einem selbst gewählten Musikstück

Farben hören, Klänge sehen? Nicht möglich? Wassily Kandinsky hat in seinem Buch „Über das geistige in der Kunst“ (1911) die theoretischen Grundlagen für die Verbindung von Kunst und Musik gelegt.

Seitdem ist für Kandinsky klar: Der grellgelbe Ton der Trompete trifft das Dunkelblau des Cellos, der grüne Ton der mitteltiefen Geige trifft das Orange der Kirchenglocke.

Auch wenn Wassily Kandinsky die Fähigkeit der Synästhesie besaß, also verschiedene Sinneswahrnehmungen verschmelzen lassen konnte, verbinden auch nicht Synästhetiker mit Farben Empfindungen und Gedanken.

So mussten sich die Schüler der Klassenstufe 9 der Frage stellen: „Welche Farben und Formen passen zu meinem Musikstück?“

Annelie Steenbeck (9 d) hat sich keinem geringeren als James Bond und seiner Erkennungsmelodie gewidmet.

In souveräner Eigenarbeit hat sie ihre kreative Lösung für die Aufgabe gefunden. Auf feuriges Rot im Bildhintergrund hat sie Bonds Markenzeichen gesetzt und handwerklich überzeugend mit Schrift gearbeitet.

Passend dazu klingt Kandinskys Beschreibung zum Rot: „(…) eine lebendige, lebhafte, zielbewusst strebende, glühende und unruhige Farbe. Sie hat eine ‚männliche Reife.’

Gratulation!

Dezember 2016

Katharina Dinter (11) hat es wunderbar verstanden, die Schauspielerin Maggie Smith zu portraitieren, und durch die Verwendung stilllebenhafter Elemente zu charakterisieren. Mittels feiner Schraffuren ist es ihr gelungen, dem Portrait Tiefe und Atmosphäre zu geben.

November 2016

Was kreucht und fleucht denn da? Die Form- und Farbvielfalt von Insekten regte die Klasse 5 zu phantasievollen Gestaltungen an. Valerie Vogel (5b) hat sich ein besonders interessantes Exemplar ausgedacht und als kolorierte Tuschezeichnung umgesetzt. Unterschiedliche Strukturen und kräftige Farben machen ihr Insekt lebendig und interessant. Hast du entdeckt, dass Valeries Namen in ihrem Bild versteckt ist?

April 2016

Die Destabilisierung des Bildraumes entsprach der des Weltgefühls der Expressionisten. Mit dem Einfluss der Kubisten zersplittert sich zudem die Wahrnehmung. Also alles ein alter Hut? Wohl kaum. Der zunehmenden Orientierungslosigkeit in den westlichen Gesellschaften in den 80er und 90er Jahren tragen vor allem Architekten Rechnung, wie die kürzlich verstorbene Zaha Hadid. Der Dekonstruktivismus ist seitdem aus der postmodernen Formensprache nicht mehr weg zu denken: Er visualisiert die Gleichzeitigkeit von Gegensätzlichem, die Durchdringung der Dinge und Lebenswelten, das Fragmentarische unserer Wahrnehmung und unseres Weltbildes.

Richard Vogelsang (11) ist ein bemerkenswerter Linolschnitt zur Dekonstruktion unseres Schulhauses gelungen. "Ist das Ganze die Summe seiner Teile"?

März 2016

Klein, aber oho! Das ist das Motto im März. Im Zeitalter von virtuellen Bildwelten und allgegenwärtiger (farbiger) Bildpräsenz wirkt die Technik der Kaltnadelradierung wie eine Kunsttechnik aus längst vergangenen Tagen. In mühsamer Kleinarbeit wird der Entwurf auf den Druckstock übertragen, um dann mit der Radiernadel herausgearbeitet zu werden.

Mit viel Geschick muss dann die überschüssige Farbe vom Druckstock entfernt, beim anschließenden Druckverfahren auf die richtige Nässe des Papiers geachtet und beim Druck die richtige Andruckstärke der Walze gewählt werden.

Gerade in dieser Mühseligkeit liegt aber der Reiz der Technik: Entschleunigung auf der ganzen Linie.

Nur wer exakt und in Ruhe arbeitet, wird einen perfekten Tiefendruck gestalten können:

Johanna Seumel (GK 11) ist es mit ihrer Arbeit "Gefangen im Netz" gelungen. Und ganz nebenbei hinterfragt sie auch noch die Rolle des Internets für jeden Einzelnen von uns.

Februar 2016

In der Postmoderne steht nicht die Innovation im Mittelpunkt des (künstlerischen) Interesses, sondern eine Rekombination vorhandener Ideen. Die Welt wird nicht auf ein Fortschrittsziel hin betrachtet, sondern vielmehr als pluralistisch, zufällig, chaotisch und in ihren hinfälligen Momenten angesehen. Ebenso gilt die menschliche Identität als instabil und durch viele, teils disparate, kulturelle Faktoren geprägt. Haupströmungen scheinen die Lowbrow Art Bewegung und der POPSurrrealismus zu sein, die seit DADA als Grundströmung in der Kultur festzustellen ist. Gegen die Utopie der Moderne setzen sie als Gegenbilder den Traum bzw. Alptraum. Beide Strömungen forcieren die Anpassung der Kultur an den Massengeschmack, im Verzicht auf Intellektualität, durch Konzentration auf Emotionalität und unterhaltsame phantastische Bildformen. Man kann die jetzige Phase als "Verharrypotterisierung" der Kultur bezeichnen, die nun auf die "Verwarholung" der westlichen Kultur in den 60iger Jahren folgt.

Lowbrow (englisch "anspruchslos") ist ein Stil der bildenden Kunst, der seine Ursprünge in der US-amerikanischen "Custom Culture" und "Do-it-yourself" der Subkultur der 1950er sowie den späteren Underground Comix hat. Der häufig verwendete Begriff "Pop-Surrealismus" wird teils synonym gebraucht, teils als Unterform des Lowbrow betrachtet. Kennzeichnend für Lowbrow ist die dilettantisch-spielerisch-humoristische Verarbeitung und Vermischung von KultObjekten aus der Popkultur nach Art des Surrealismus und des phantastischen Realismus. Es wird in den Werken eine den Verstand sprengende Sichtbarkeit angestrebt; dabei liefern "Retro"-KultObjekte der frühen Massenkultur, z.B. klassische Kult-Comics, Sitcoms der 1960er Jahre, Pulp-Magazine oder B-Movies wichtige Anregungen. Die Lowbrow-Bewegung ist im Zuge der zeitgenössischen figurativen Tendenzen der 1990er Jahre zu sehen, als Ausdruck des Abschmelzens der Mittelschicht zugunsten einer neuen Unterschicht, die sich ihre eigene Kultur schafft.

Die colorierte Zeichnung Svenja Küsters (11) "Read Head" zeigt auf subtile Art & Weise wie die Mechanismen des Lowbrows funktionieren.

Januar 2016

P "Anything goes" - "Alles geht!" Spätestens seit den sechziger Jahren scheint mit diesem Anspruch alles zur Kunst und zum Kunstbetrieb gesagt. Seit Andy Warhol und der Pop-Art ist nun alles möglich: Alltagsgegenstände werden nicht mehr nur gemalt, sondern sind an sich Kunst. Seither gilt: "Ist das Kunst oder kann das weg?"

O Bei der ausgestellten Arbeit von Greta Fritsch aus der Klasse 10 e fällt die Antwort denkbar einfach: Auch sie hat sich mit ihrem Alltag und den damit verbundenen Gegenständen beschäftigt.

P Mit Witz, handwerklichem Geschick und einer überzeugenden Farbgestaltung hat sie ihren ganz persönlichen Beitrag zur Kunst der Pop-Art geschaffen.

Dezember 2015

Nachdem in der LVZ zu lesen war, dass Markkleeberger sich vor Flüchtlingen fürchten und Sichtschutz brauchen, damit sie die Menschen, die alles verloren haben, nicht sehen müssen, haben wir uns für das Bild von Sophia Abraham (10 c) entschieden. Gerade in der Weihnachtszeit werden hiesige Kinder materiell überhäuft.

Liebe Markkleeberger, in den nächsten Tagen werdet ihr in euren Kirchen Nächstenliebe gepredigt bekommen. Wir machen euch Mut, diese auch zu leben!

November 2015

Gerade in der kalten Jahreszeit ist ein warmes Bad eine Wohltat. Das dachte sich auch Hanna Frömberg (12), die sich mit ihrem selbst entworfenen Hut inszenierte. Das Foto besticht durch eine durchdachte Komposition, bei der sich jedes Detail spielerisch und farblich dem Gesamten unterordnet. Zauberhaft!

Oktober 2015

In diesem Monat hat es die Arbeit von Benjamin Toczek (5e) geschafft. Zum Thema "Richtig wichtig" hat er eine witzige Idee entwickelt und überzeugend farbgrafisch umgesetzt. Hier bestreitet ein cleverer Vampir ganz neue Wege: "Vampir bei der Blutspende."

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