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Ein Stück, das kein Theater spielen und dennoch ein Publikum sehen will

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Im Alter von 107 Jahren stirbt am 1. Januar 2008 der Oberlandesgerichtsrat und bekannte Literat Erich Kästner, der als letzter deutscher Veteran des Ersten Weltkrieges gilt.
Die Künstlerin Käthe Kollwitz (1867-1945) verliert gleich zu Beginn selbigen Krieges ihren jüngsten Sohn und fordert eindringlich: Nie wieder Krieg! So lange, bis ihr die Nationalsozialisten die Stimme verbieten und die zweite Urkatastrophe des Jahrhunderts sich Bahn bricht.
Von den 18 Millionen deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges leben nur noch ca. 200 000. Dem Zeitalter der beiden Weltkriege gehen die Zeitzeugen aus und für die heutige Schülergeneration gibt es immer seltener ein unmittelbares Familiengedächtnis an deren Urgroßvätergeneration. Diese Distanz birgt das Risiko des Vergessens.
Einer der Betroffenen greift zur Feder und hat den Opfern und . Hinterbliebenen des Zweiten Weltkrieges - im Wettlauf mit dem eigenen Tod - ein eindrucksvolles literarisches Denkmal gesetzt: Wolfgang Borchert.
Unmittelbar nach der überaus emotionalen Erstaufführung des Dramas „Draußen vor der Tür" 1948 in Hamburg schreibt Falk Harnack in der Hamburger Presse: „Die Junge Generation soll durchaus anklagen, sie hat ein Recht auf bittere Anklage ...". Denn Wolfgang Borchert „... geißelt die Menschen, die nur an sich denken, die nur für sich leben und kein Verständnis für die Nöte und Sorgen des Anderen haben." Borchert erlebt die Premiere des Stücks nicht mehr, es Ist aber anzunehmen, dass ihn diese Bewertung gefreut hätte.
Angesichts der Tatsache, dass selbst im 21. Jahrhundert immer noch verheerende Kriege unsere menschliche Zivilisation auf dem Erdball bedrohen, finden wir die Intention des Dramas als überaus aktuell und haben uns deshalb dieser Motivgeschichte zugewandt.

Wir laden ganz herzlich zu unserer Theaterinszenierung von Schülern am 15.06.2018, 19:00, in die Aula unserer Schule.

Paula Meister I Natalie Rösner

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