Kunstwerk des Monats

Wir gehen in eine neue Runde

In den letzten beiden Schuljahren konnte im Verbinder zwischen A- und B-/C-Flügel das "Kunstwerk des Monats" betrachtet, bestaunt und bewundert werden. Das möchten wir gern fortsetzen und eröffnen Runde 2. Auch in diesem Schuljahr küren die Kunstlehrer "ihre" Kunstwerke des Monats und präsentieren diese im goldenen Rahmen.

Monat Juni 2018

Josephine Rudolph (9 d) - Stille Trauer

Dieses eindrückliche Bild lässt einen trotz sommerlicher Temperaturen frieren. Tränen stürzen aus traurigen Augen und scheinen von der Struktur des Pullovers aufgesogen zu werden. Doch beim genaueren Hinsehen strömen sie zum Mund und versiegeln ihn. Laut Josefine kann die Frau nicht über ihre Probleme reden, die somit zu unausgesprochenen Geheimnissen werden.

Eine gut gewählte Fotorundlage und eine akkurate handwerkliche Arbeit ragen zur Gesamtwirkung bei.

Monat Mai 2018

Charlotte Große (5 c) – Das Haupt der Medusa

Medusa soll einst eine wunderschöne Frau gewesen sein. Doch sie zog den Zorn der Göttin Athene auf sich, die sie verwünschte und zu einem entsetzlichen Wesen machte: Aus dem Mund ragten spitze Eckzähne, wie die eines Ebers, eine lange Zunge hing heraus, ihr magischer Blick sollte jeden zu Stein erstarren lassen und statt Haar trug sie zischelnde Schlangen auf ihrem Kopf.
Die Darstellung dieses mythologischen Wesens hat viele Künstler seit der Antike beschäftigt. In einer ausdrucksstarken Malerei hat die junge Künstlerin ihre ganz eigene Vorstellung von Medusa umgesetzt und schafft es, uns damit in den Bann zu ziehen.

Monat März 2018

Alexandra Faber (GK 11) - Highwayhorse

Die Kunst des Scherenschnitts hat ihre Wurzeln im alten China. Jede Provinz pflegte damals ihre eigene Tradition und ganz besonderen Schnitttechniken.
In Deutschland fand der Scherenschnitt dann vor allem viele Liebhaber zur Kultur der Goethezeit und im 19.Jahrhundert. Gern ließ man sich hier das eigene Porträt als Silhouette schneiden.
Heute kommt der Scherenschnitt in ganz unterschiedlichen Bereichen zur Verwendung: bei der Illustration von Büchern, als Grundlage für Animationsfilme oder auch als kunstvoll geschnittenes Fensterornament.
Neben dem Scherenschnittweltmeister Jaques Maté sei vor allem noch die Leipziger Künstlerin Annette Schröter als großartige Vertreterin des Genres genannt.

Alexandra Faber hat in ihrem Scherenschnitt das Wiener Reiterdenkmal von Erzherzog Karl als Ausgangspunkt für ihr bildnerisches Schaffen genommen. In filigraner Kleinstarbeit hat sie dann aus dem blauen Papier ein modernes Meisterwerk geschaffen.

Gratulation zu dieser beeindruckenden Arbeit!

Monat Februar 2018

Jenny Zeuler (11)

Zwiespalt der Persönlichkeit - Verführung des Lebens und meine Dämonen

Taucht man in die düstere Welt dieser Radierung ein, kann es einen gruseln. Ein Todesengel, umgeben von Tabletten, Rasierklingen und bedrohlichen Gestalten, die jeden Alptraum heraufbeschwören, greifen nach einer gefesselten Figur, die am Tropf hängt. Durch eine spannende Hell-Dunkel-Gestaltung wird dieser Horror verstärkt. Bleibt zu hoffen, dass dieses Szenarium nichts mit Jennys Wirklichkeit gemein hat.
Da Jenny in ihrer Freizeit gern zeichnet, soll dem Talent dieses Mal die gesamte Wand gehören.

Monat Januar 2018

Carolin Lenzen (8 d) - Wonderland
Technik: Zeichnung (Bleistifte, Buntstifte)

Die Künstlerin entführt uns mit ihrem Bild in eine rätselhafte Fantasiewelt, die uns durch kräftige Farben und detailrechte Formen in ihren Bann zieht. Ausgangspunkt der Gestaltung war die isometrische Darstellung räumlicher Körper. Dieser findet sich in dem Schriftzug im Vordergrund wieder und wird hier mit einfallsreichen Bildelementen kombiniert.

Monat August 2017

Sophia Blüher (5 a) - So wild bin ich

Wenn man bedenkt dass die Künstlerin aus der fünften Klasse kommt, kann man den Bildtitel als Drohung sehen, denn Wildsein in der Schule ist oft nicht gewünscht.

Doch betrachten wir es einmal aus einer anderen Perspektive. Auf der Tuschmalerei sieht man ein selbstbewusstes Mädchen im Farbrausch. Das lässt uns hoffen auf einen unangepassten Geist, ein kreatives Kind, das schöpferisch seiner Art Ausdruck verleiht.

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