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Theaternacht

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„So viel Andrang gab es schon lange nicht mehr bei einer Theaternacht“ so Frau Kirsches Statement während einer der Pausen der Theaternacht und die Augen unserer Theaterfrau leuchteten dabei. Bereits nach dem ersten Stück musste die Aula um mehrere Stuhlreihen erweitert werden, um jedem Gast einen Sitzplatz anbieten zu können.

Aber es gab ja auch so einiges zu sehen. Kleine und große Schauspieler zeigten selbst geschriebene und vorhandene Rollenmanuskripte mit viel Spielfreude, ausdrucksstarker Körpersprache, deutlich artikulierten Texten. Dank der Licht- und Tontechniker Finn, Felix und Justus wurden die Szenen auch in der entsprechend stimmungsvollen Atmosphäre gezeigt.

Besondere Erwähnung muss die Aufführung der Kantate durch unsere Musikklasse 5a an diesem Abend bekommen, die aus dem Abendprogramm durch die Kombination aus Musik und Bühne hervorstach. Die Musis brachten die Streiche Till Eulenspiegels mit viel Frische, unverblümter Neugierigkeit, mit einem großen Maß an Bühnenpräsenz, wunderbaren Kostümen und hoher musikalischer Qualität an diesem Abend auf die Bühne.

Mit „Der gewissenlose Mörder Lasse Karlsson“ endete dieser wunderbare Abend. Die Ankündigung, das Stück würde 1,5 h dauern, erschreckte zunächst einige Besucher im Publikum. Wie sich herausstellte, jedoch völlig unbegründet, denn die Zeit verging wie im Flug. Ein Spannungsbogen, von der ersten bis zur letzten Minute des Stücks, getragen durch die Akteure, ihre schauspielerische Leistung (meine Hochachtung!) und ebenso durch die inhaltstiefen Dialoge. Die Geschichte eines Verführers und Mörders, der sich fragt: „Warum tut man Dinge, die man nicht tun will?“ Angst vor der Andersartigkeit, Faszination an Gewalt – ein Stück über die Möglichkeiten, die man hat und die ungenutzt bleiben. Ein Stück auch über jahrelange Qualen, die falsche Entscheidungen auch mit sich bringen können. Schwere Kost für die kleinen Besucher im Saal, die jedoch ebenso wie die Erwachsenen bei einigen Szenen atemlos im Saal saßen.

Insgesamt eine erstaunlich reife Leistung aller Akteure, auf die auch alle verantwortlichen Pädagogen (Frau Kirsche, Frau Götz, Frau Burger) noch lange mit Freude zurückblicken können.

Theater und Musik – welch‘ gelungene Symbiose an diesem Abend – nicht nur wegen der Aufführung des Till Eulenspiegels, sondern auch wegen der Pausengigs durch unsere kursübergreifende Band aus Schülern des GK Musik und LK Musik. Pop aus verschiedenen Jahrzehnten, aber auch Jazz war zu hören. Mit Rhythmusgruppe, Bläsersection, Solo- und Backgroundsängern gelang es der Band, unter der Leitung unseres Musikreferendars Kai Schweiger, das Publikum mit anspruchsvollen Sätzen während der Pausen mitzureißen.

Bleibt nur noch die Frage: Wann ist die nächste Theaternacht?

Virginie Ongyerth / FL musische Vertiefung

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