Deutsch-niederländischer Schüleraustausch 2018

Am 12.03.2018 machen sich 20 Schüler des gesellschaftswissenschaftlichen Profils der Klassenstufe 9 mit ihren beiden Lehrern auf den Weg in die Niederlande, genauer gesagt nach Epe, einem kleinen verträumten Städtchen in der Provinz Gelderland, zwischen Apeldoorn und Zwolle. Seit nunmehr elf Jahren besteht zwischen der RSG Noord-Oost Veluwe und der RHS eine Schulpartnerschaft, die diesen jährlichen Schüleraustausch für unsere Schüler des gewi. Profils ermöglicht. Leider in diesem Jahr zum letzten Mal, beide Austauschpartner wollen sich neu ausrichten.
Wir informieren an dieser Stelle täglich über die Highlights des Tages, so können auch die Daheimgebliebenen ein Stück am Austausch teilnehmen.

Tag 5 I 16.03.2018

Das Wetter dürfte nicht der Grund gewesen sein, weswegen wir uns heute auf den Heimweg machten, da sah es doch in den Niederlanden bedeutend freundlicher aus. Was den Abschied etwas leichter machte, auch weil man sich ja schon in 87 Tagen wiedersieht. Wir bedanken uns bei unseren Gastschülern und ihren Lehrern, bei den Gasteltern, aber auch bei unseren Austauschschülern, tolle Truppe! Wir waren gern mit euch unterwegs.

Tag 4 I 15.03.2018

Heute waren unsere Schüler produktiv gefragt, sie sollten mit ihren niederländischen Austauschschülern verschiedenen Fragen auf den Grund gehen. Zum Beispiel nach typischen Vorurteilen und Stereotypen, die wir so gegenseitig voneinander kennen. Wir machen diesen Austausch jetzt schon so lange, eine Konstante bleibt, eben genau die Antwort auf diese Frage. Käse, Holzschuhe und "stoned all the time" auf der einen und Dirndl, Sauerkraut und "like garden gnomes and beer" auf der anderen Seite. Na, klischeehafter geht´s wohl nicht. Interessanterweise sehen die Austauschschüler sich selbst so überhaupt nicht, interpretieren sich selbst als weltoffen und modern, auch cool. Man muss eben vielleicht auch nicht alles für bare Münze nehmen, wie auch der ein oder andere anzufertigende Imagefilm zum Thema "Warum sollte man in Epe Urlaub machen?" den Betrachter eher ratlos zurücklässt. Wer Ruhe sucht, scheint hier richtig zu sein, denn Menschen waren in den Sequenzen keine zu sehen. Insgesamt muss man den Reportern aber ein Kompliment machen, die Gruppen arbeiteten homogen und interessenorientiert.
Am Nachmittag wartete das "mooiste, beste und leukste zwembad van Niederland", selbstbewusst sind sie hier. Fanden wohl auch unsere Schüler, denn alle waren im Wasser. Immerhin nach 45 Minuten Radfahren hin und auch wieder zurück, manch einer nennt das auch seinen täglichen Schulweg.
Das obligatorische Barbecue beendete den Tag, auch hier mit einer Erkenntnis, man grillt selber. Wie der Tag wirklich geendet hat, wissen wir nicht, das können unsere Austauschschüler morgen selbst berichten.

Tag 3 I 14.03.2018

Amsterdam, die Stadt, von der die Niederländer sagen, sie sei too busy. Das ist sie wirklich und man merkt das an allen Ecken und Enden, überall wird gebaut und wo noch freie Stellen sind, bewegen sich die Götter auf dem Rad. Dazwischen wir. Was nicht ganz einfach ist, wenn man die Radfahrer von links und rechts, von vorn und hinten erwarten darf. Wenn man das überlebt, darf man sich auch an den Sehenswürdigkeiten erfreuen, denn davon hat die Stadt eine Menge. Natürlich die Grachten, die unsere Schüler gar nicht genug fotografieren konnten, man sollte sie im Nachhinein mal fragen, wo sie sich da gerade befanden. Egal, schöner als Markkleeberg und als Leipzig auch. Vielleicht liegt es aber auch an der Luft, die einem um die Nase weht, immer mit einer kleinen Note von ... Es ist eben alles etwas anders im Land der Tulpen.
Nebenbei gab es eine kleine, aber feine Stadtführung durch das jüdische Viertel, auch hier bestätigt sich die Andersartigkeit. Im Wertheim-Park, benannt nach dem niederländischen Philanthropen Abraham Carel Wertheim, befindet sich das Auschwitz-Monument, ein aus mehreren gebrochenen Spiegeln bestehendes Mahnmal. Was die Amsterdamer nicht davon abhält, im Sommer daneben zu picknicken oder die Hunde von der Leine zu lassen. Ist eben so.

Tag 2 I 13.03.2018

Erster Schultag. Relativ unausgeschlafen sehen wir unsere Schüler wieder, die Nacht war wohl kurz. Aber gut, ist eben Schüleraustausch. Schwierig ist es nur, in den Arbeitsmodus zu kommen, auch wenn die Schule hier erst 08:30 beginnt, was für den ein oder anderen nicht unbedingt von Vorteil ist, muss er doch auf dem Fahrrad einen einstündigen Schulweg bewältigen. Zum Glück ist hier alles flach. Unsere Schüler gestalten mit den niederländischen Austauschschülern zusammen eine Reportage über das Leben in den Niederlanden, über die Menschen, Vorurteile und warum man vielleicht die ein oder andere Straßenkreuzung entschärfen und fahrradfreundlicher gestalten sollte. Daraus muss sich nicht unbedingt ein Zusammenhang ableiten, Hauptsache, sie arbeiten zusammen und das auch noch in fremder Sprache, Arbeitsteilung ist angesagt. Funktioniert auch ganz gut, bis in die frühen Mittagsstunden hinein, dann ist der Akku etwas leer und man besinnt sich auf das Smartphone. Hier liegt ja freies WLAN an, was will man mehr.
Um die Schüler wieder etwas auf Touren zu bringen, schließt sich am Nachmittag Sportunterricht der etwas anderen Art an. Wir haben ja schon gelernt, wie man in Kugeln verpackt Fußball spielen kann, diesmal ging es noch etwas rustikaler zu. Kickboxen und eine moderne Robin-Hood-Adaption forderten zumindest andere Fähigkeiten als am Morgen und siehe da, man war wieder wach. Musste man auch, denn sonst drohten schmerzhafte Erfahrungen, aber wir können beruhigen, es sind alle noch (motiviert) an Bord.

Tag 1 I 12.03.2018

Wir sind gut gelandet und das auf Grund eines cleveren Navigationssystems und eines ausgeschlafenen Busfahrers (man kann die Attribute auch durchaus tauschen) sogar vor der geplanten Ankunftszeit. Was unsere Gastschüler und deren Eltern vor keine großen Probleme stellte, sie waren einfach schon da. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Schülergruppen ähnelte einer unheimlichen Begegnung der dritten Art, nicht, dass man sich so eine Kontaktaufnahme mit Außerirdischen vorstellt, aber etwas Nervosität war auf beiden Seiten schon zu spüren. Vielleicht war es auch nur Aufgeregtheit, die sich aber spätestens nach den ersten Brocken Englisch und einem liebevollen Abendbrot gelegt haben dürfte. Unsere Gastfamilien machen es unseren Schülern leicht und auch wenn das ein oder andere Fremdeln noch spürbar ist, das wird sich legen. Spätestens nach den inzwischen legendären Dutch Games (siehe Bilder), wer spielt schon Trocken-Curling, war auf den meisten Gesichtern ein Lächeln zu sehen. Gute Nacht!

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