Presse

Sieben weitere Stolpersteine in Markkleeberg verlegt

Das Schicksal vieler jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger ist in Markkleeberg unbekannt. Zahllos wurden sie zur Zeit des Nationalsozialismus enteignet, verschleppt und ermordet.

Zwei dieser Mitbürger waren Olla und Ludwig Bamberger, die in Leipzig eines der renommiertesten Herrenausstatter am Augustusplatz führten. Ihren letzten freien Wohnsitz hatten sie in Markkleeberg, in der heutigen Hauptstraße 3, bevor sie 1942 bzw. 1944 im Konzentrationslager umgebracht wurden. Seit dem 05. Juni 2010 erinnern zwei sogenannte Stolpersteine an ihr furchtbares Schicksal.

Diese beiden Stolpersteine sind nicht mehr die einzigen in Markkleeberg. Am 05. September 2017 wurden sieben weitere Steine im Stadtgebiet verlegt. Die Aktion geht auf die AG „Spurensuche" des Markkleeberger Gymnasiums „Rudolf-Hildebrand-Schule" zurück. Die rund 30 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Dr. Carsten Müller beschäftigen sich seit 2014 mit dem Schicksal von Markkleeberger Opfern des Nationalsozialismus. Sie suchten nach betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, recherchierten in Archiven einzelne Schicksale, kontaktierten Überlebende und sprachen mit Zeitzeugen.

Das Ergebnis dieser Tätigkeit kann sich sehen lassen.

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Zusammengetragen von Daniel Kreusch

Markkleeberger Stadtjournal 19 / 2017, S. 6

Hildebrandfest: Kasse machen mit Bibliothek

Markkleeberg. Am Samstag steigt im Gymnasium das Hildebrandfest. Los geht es auf dem Schulgelände Mehringstraße 17 Uhr mit der Übergabe einer Bücherspende durch CDU-Landtagsmitglied Oliver Fritzsche. Um 18 Uhr gibt es ein Konzert mit „Cossibeat“, 18.30 Uhr den Preis fürs Kunstwerk des Jahres und ab 20 Uhr steht Musiker Georg Domke auf der Bühne. „Tanz in die Nacht“ heißt es um 21.15 Uhr mit der Tanzschule Oliver & Tina. Flohmarkt, Bouldermobil und Imbiss runden das Programm ab.

Im Fokus steht indes der Bücherbasar. Wie Kai Kruppa vom Förderverein „Freunde der RHS“ mitteilte, soll die alte Bibliothek zugunsten eines modernen Studienraumes mit mobilen Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen, schallschluckenden Leseecken und einer aktuellen Präsenzbibliothek geräumt werden. Dafür wird Geld benötigt.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 07.09.2017, S. 19

Neue Stolpersteine erinnern an Schicksal von Markkleeberger Juden

Foto: André Kempner / LVZ

Künstler Gunter Demnig setzt an vier Standorten sieben Gedenktafeln / OBM lobt Engagement von Schülern

MARKKLEEBERG. Sieben neue Stolpersteine erinnern in Markkleeberg an verfolgte und ermordete Juden sowie eine von den Nazis wegen angeblicher Wehrkraftzersetzung hingerichtete Bürgerin. Schüler des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums haben ihre Schicksale in den vergangenen drei Jahren mit ihrem Lehrer und Leiter der AG Spurensuche, Dr. Carsten Müller, akribisch recherchiert.

„Ich bin überwältigt, dass so viele Markkleeberger heute gekommen sind“, erklärte Müller am Dienstagvormittag beim Festakt mit Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD), CDU-Landtagsmitglied Oliver Fritzsche, Stadträten, Schülern und Bürgern gegenüber der Rathausgalerie. Hier stand bis zum Bombenangriff im Februar 1944 das Haus Hauptstraße 34. Bis 1939 war es Wohnsitz der jüdischen Familie Berliner. Vater Max war ein Großcousin des Leipziger Bankiers Meyer-Kroch gewesen. Er starb schon 1923. Seine Frau Rosa, eine gebürtige Ungarin, verkaufte das Haus, um die Flucht nach Belgien zu finanzieren.

Aber sie konnte den Nazis nicht entkommen. Mit ihren Kindern Lucie und Friedrich wurde sie nach Frankreich abgeschoben, interniert, später von Belgien aus nach Auschwitz deportiert. Zwischen August und Oktober 1942 kamen die drei Berliners und der Ehemann von Lucie in den Gaskammern von Birkenau um. Einzige Überlebende war Tochter Gertrud. Sie floh mit ihrem Mann, einem polnischen Juden, 1938 nach Australien. Vor drei Monaten ist sie in Sydney im Alter von 103 Jahren gestorben.

„Das Schicksal der Berliners macht mich sehr traurig und sehr wütend. Wenn man bedenkt, das ist eine Familie von sechs Millionen ermordeter Juden im Holocaust“, sagte Elftklässlerin Marlene Pietsch. Sie erzählte gestern die Geschichte der Berliners, Gymnasiastinnen der Musikspezialklassen untermalten sie mit Liedern. Eine bewegende Atmosphäre – besonders für die Urenkelin von Gertrud Berliner und ihren Vater, die extra aus London angereist waren.

„Die Markkleeberger setzen ein deutliches Zeichen“, meinte Oberbürgermeister Schütze. Er sei stolz auf die Schüler, die mit ihrem Engagement den Ermordeten ein Gesicht geben. Wie viele begleitete der Rathauschef Künstler Gunter Demnig an alle vier Stationen. Im Wolfswinkel 14 wurde Alexander Eisenberg mit einem Stolperstein gedacht, in der Hauptstraße 68 Chane Suhl und in der Pater-Kolbe-Straße 23 schließlich Helene Knothe, das einzige nichtjüdische Opfer. Mit den beiden bereits 2010 für Olla und Ludwig Bamberger vor der Hauptstraße 3 verlegten Stolpersteinen (die LVZ berichtete) gibt es nun neun in der Stadt.

Am Nachmittag berichteten die AG-Mitglieder dann bei einer Erinnerungsstunde im Weißen Haus von ihrer intensiven Suche in Archiven und den beeindruckenden Gesprächen mit Zeitzeugen. Informationen zu den Stolpersteinen und den Schicksalen gibt es ab sofort auf der Homepage der Rudolf-Hildebrand-Schule sowie beim Verein Kulturbahnhof.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 06.09.2017, S. 22

„Abi 0017 – Die Lizenz zur Intelligenz“

Hildebrandianer feiern letzten Schultag, Zeugnisausgabe und Abi-Ball

Am 20. Juni feierten die Abiturienten ihren letzten Schultag im Hildebrand-Gymnasium unter dem Motto: „Abi 0017 die Lizenz zur Intelligenz“. Ein kluges Motto!

Dabei gaben wieder, wie’s bei den Hildebrandianern so üblich ist, alle alles.

Ein Mordsgaudi mit Wasserpistolen, Rutscherautos und sportlichen Wettkämpfen zwischen den Lehrern, an denen sich für 12 Jahre Pauken mal gepflegt „bedankt“ wurde.

Den Fotos nach zu urteilen, hatten alle Spaß und Freude an den Aktivitäten und keiner kam „zu Schaden“.

So wünscht man das den Abiturienten des ehrwürdigen Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums auch für das Leben. Aber die „Lizenz zur Intelligenz“ zu haben und sie anzuwenden, sind eben immer noch zwei Paar Schuhe. Und oftmals ist das Leben die beste Schule.

Ohne soziale Kompetenz läuft es auch im besten Job nicht gut.

Zur Zeugnisausgabe, die am 21. Juni im Großen Lindensaal Markkleebergs stattfand, hörten die Abiturienten auch die Rede des Oberbürgermeisters. In der war lustig und launig, zwischen dem Märchen vom „Ein-, Zwei- und Dreiäuglein“ verpackt, wie man mit Neid, Missgunst und Bösem umgeht. Die Lacher an der richtigen Stelle der Rede spiegelten das Verständnis der anwesenden Schüler und Eltern wider.

Toleranz, Wahrnehmung, Kritikfähigkeit, Wertschätzung und Kompromissfähigkeit sind nur einige Beispiele der Kompetenzen im Umgang mit anderen Menschen, die man im Laufe des Lebens auf der Klaviatur erlernen sollte. Dann kann man auch mit Missgunst gut leben und diese einordnen.

Und dann wäre noch etwas Entscheidendes im beruflichen Miteinander als auch im Beziehungsmiteinander auf die Tagesordnung zu bringen: Kommunikationsfähigkeit.

Eine Herausforderung für uns alle im täglichen Miteinander. Klar sagen und benennen, was man möchte, ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen. Die hohe Kunst der Kommunikation!

Und wieso soll man sich mit seinen 18 Jahren den Kopf darüber zerbrechen?

Jetzt heißt es erst einmal die Welt erobern, die auf einen wartet. Ein Jahr in das Ausland gehen, das Studium anfangen oder erst einmal ein Sabbatjahr einlegen. Egal, was eine jede oder ein jeder von Ihnen vorhat, liebe Abiturienten, das Team des Markkleeberger Stadtjournal wünscht Ihnen dafür alles Gute in Ihrem weiteren Leben! Und nutzen Sie unbedingt Ihre „Lizenz zur Intelligenz“!

Manuela Krause

Markkleeberger Stadtjournal 14 / 2017, S. 2

Junge Amerikaner in Markkleeberg

14 Teenager aus Indianapolis zu Gast am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium

Von Ulrike Witt

Am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium sind derzeit im Rahmen des German-American Partnership Programs (GAPP) 14 Amerikaner aus Indianapolis zu Gast. Die Elft- und Zwölftklässler von der Roncalli High School im mittleren Westen kennen ihre Gastgeber schon. Im Herbst 2016 waren elf junge Markkleeberger zum Antrittsbesuch in den USA gewesen - und begeistert.

„Unser Ziel ist es, miteinander voneinander übereinander zu lernen“, erklärt Projektleiterin Beate Schenderlein. Mit ihrer Kollegin Jaqueline Redlich hat die Lehrerin ein anspruchsvolles Programm für die acht Tage in Markkleeberg aufgestellt. „Wir möchten, dass die amerikanischen Schüler viel erfahren“, sagt Schenderlein. Schwerpunkte seien das Bildungssystem, Politik, Wirtschaft, Kultur und Landeskunde, die Basis der tägliche Unterricht im Gymnasium – natürlich in Deutsch. Hinzu kommen Fahrten in den Dresdner Landtag, der Besuch des Porsche Werks und eine Führung an der Universität Leipzig. Weitere Programmpunkte seien der MDR, das Panometer, die katholische Kirche St. Trinitatis und ein Empfang im US-amerikanischen Generalkonsulat.

„Uns geht es nicht nur darum, Sprachkompetenzen zu erweitern, sondern diese mit Inhalten zu füllen“, betont Schenderlein. Unterstützt wird sie dabei durch fast alle Fachbereiche des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums. So haben die Geografen die Reise akribisch vorbereitet, die Mathematiker die Finanzen im Blick, der preisgekrönte Chor die Gäste am Dienstagmorgen begrüßt und Englisch-Lehrerin Ingeborg Hänßgen das „Snowflower“-Buchprojekt vorgestellt. Der Geschichtslehrer und Leiter der AG Spurensuche Carsten Müller machte die Gäste mit einem Stück dunkelster deutscher Geschichte vertraut – der Verfolgung und Vernichtung der Juden am Beispiel der Markkleeberger Familie Berliner.

„Im September möchten wir für vier Familienmitglieder Stolpersteine setzen“, erklärte er bei einem Vor-Ort-Termin gegenüber der Rathausgalerie am Donnerstag. Er las aus den Lebensläufen der Berliners vor: Mutter Rosa, eine Tochter und ein Sohn kamen in Auschwitz um, Tochter Gertrud floh nach Australien, wo sie vergangene Woche verstorben ist. In der heutigen Rathausstraße hatte die Familie zuletzt gewohnt. Das Haus fiel 1944 Bomben zum Opfer. „Für uns ist das sehr interessant. In den USA wird der Zweite Weltkrieg im Unterricht behandelt, auch der Holocaust, aber nur am Rand kurz vor den Ferien. Von ganz persönlichen Schicksalen zu erfahren, ist neu für uns“, gestand Lehrerin Tabitha Zimmermann, die mit William Niezgodski die Schülergruppe aus Indianapolis begleitet.

Noch bis zum 15. Juni weilen die Amerikaner in Markkleeberg, sind in den Familien ihrer deutschen Mitschüler untergebracht. „Wir fühlen uns sehr wohl hier“, meinten Macon, Grace, Shannon, Liam und die anderen unisono. Am Donnerstag geht es für drei Tage nach Berlin, von der Hauptstadt mit dem Flieger schließlich zurück nach Indianapolis.

Leipziger Volkszeitung, 12.06.2017, S. 16

Bornas Notfallambulanz wird bunt

Schüler des Markkleeberger Gymnasiums gestalten Ausstellung in der Sana Klinik

Von Julia Tonne

Borna. Helfende Hände, Teddybären mit Kopfbinde und Luftballons, die einen gebrochenen Fuß hochlagern: Kinder der fünften und sechsten Klasse des Markkleeberger Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums bringen seit kurzem Farbe in die Notfallambulanz der Bornaer Sana Klinik. Unzählige Bilder haben sie zum Thema Notfallbehandlung im Krankenhaus zu Papier und auf Leinwände gebracht – sowohl Einzelwerke als auch Gemeinschaftsarbeiten.

Anfang des Schuljahres begann die Arbeit an den Bildern im Rahmen des Ganztagsangebot an der Schule. Unterstützung kam zunächst von Constanze Schwarz, der leitenden Ärztin in der Bornaer Notfallambulanz. „Im Fokus stand dabei, wie wir Ärzte dort arbeiten, welche Notfälle es geben kann und wie wichtig es ist, auch immer ein offenes Ohr für die Patienten zu haben“, sagt sie. Ein harter Job, der durchaus an die Nieren gehen könne. Um so beeindruckter sei sie von den Ergebnissen der Schüler: „Mit Leichtigkeit haben sie sich des Themas angenommen.“

Hilfe gab es aber auch von anderer Seite: Christine Herold-Knapp, der die Mal- und Zeichenschule Farbkreis gehört und die das Ganztagsangebot leitet, stand mit Ideen und Techniken parat. Entsprechend unterschiedlich sind die Arbeiten. Bleistifte kamen ebenso zum Einsatz wie Pastellkreide und Fettstifte. Und auch die Schwerpunkte der Bilder könnten unterschiedlicher nicht sein. Für die Fünftklässlerin Hanna Schwarz stand vor allem das Miteinander in der Ambulanz im Mittelpunkt. „Mensch zu Mensch“ heißt von daher ein Bild.

Die leitende Ärztin hofft, dass die Bilder möglichst lange in der Ambulanz bleiben – als Lichtblick für die Patienten und Hingucker für die Besucher. Laut Herold-Knapp sei das durchaus machbar. „Wir haben alle Werke vorher abfotografiert, sie können so lange bleiben, wie sie gebraucht werden“, betont sie. Auch für Carsten Müller, Koordinator der Ganztagsangebote am Markkleeberger Gymnasium, spricht nichts dagegen. „Vielmehr ist es ja denkbar, die Ausstellung zu erweitern“. Wenn sich auch alle Beteiligten – Ärzte und Künstler – dafür einsetzen, so bleibt doch ein Unsicherheitsfaktor: die Besucher. „So manches Bild hing nicht lange, einige sind schon spurlos verschwunden“, sagt Constanze Schwarz.

Leipziger Volkszeitung, Ausgabe Borna-Geithain, 10.05.2017, S. 30

Frösche gegen Babas beim Schülerrafting

Markkleeberg. Nächste Woche beginnt das Mitgas-Schülerrafting im Kanupark Markkleeberg. In sechs Vorläufen messen sich jeweils zwölf Teams aus den Schulen Mitteldeutschlands. Die Schulen aus Zwenkau, Markkleeberg und Markranstädt starten am Mittwoch. Dabei ist ein Team vom Freien Gymnasium Zwenkau mit dem Namen „FGZ-Paddler Klasse 9“, die Oberschule Markranstädt startet wie im Vorjahr als „Markranser 8“ oder „Markranser 9“. Aus Markkleeberg sind zwei Teams am Start: Die Oberschule Markkleeberg will als „OSM Frösche“ siegen, die Rudolf-Hildebrand-Schule als Team „Babas“. Die Wettkampftage beginnen um 9.15 Uhr, enden gegen 13.30 Uhr, Gäste sind gern gesehen. Die Endläufe der besten zwölf finden dann am 30. Mai statt. -tv

Leipziger Volkszeitung, 06.05.2017, S. 23

Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia"

Berlin. Das Sportgymnasium Leipzig blickt auf eine erfolgreiche Wettkampf-Woche in Berlin zurück. Im Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ sorgten die Handballerinnen der Eliteschule Marschnerstraße gleich für zwei Goldmedaillen. Die älteren Mädchen (AK II) setzten sich im Finale gegen Dortmund 10:6 durch. Die jüngeren Spielerinnen (AK III) hatten es im Endspiel ebenfalls mit Kontrahentinnen aus NRW zu tun – sie besiegten Gummersbach 15:9. Hauchdünn verpassten die Volleyballer eine Medaille. Nachdem sie im Halbfinale gegen Dachau noch deutlich unterlegen waren, ging es im kleinen Finale gegen Schwerin ganz eng zu: Der Tiebreak endete 14:16. Die Basketballerinnen (Hildebrand-Gymnnasium Markkleeberg) und Tischtennis-Jungs (Kepler-Gymnasium) hatten erwartungsgemäß keine Chance, sie kamen auf die Plätze 14 und 15. Die Athleten der anderen Sportarten hoffen auf ähnliche Erfolge im Herbstfinale. fs

Leipziger Volkszeitung, 06.05.2017, S. 27

Wanderausstellung erinnert an NS-Widerstand

Eine Wanderausstellung der Berliner Gedenkstätte Deutscher Widerstand macht im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg Station. In Bildern und Dokumenten wird an den Widerstand im Zweiten Weltkrieg erinnert, an das 1943 nach Stalingrad von der sowjetischen Führung initiierte Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD), den Bund Deutscher Offiziere, das in Mexiko gegründete Komitee der Freien Deutschen und die in Frankreich ins Leben gerufene Bewegung Freies Deutschland im Westen.

Historiker Andreas Herbst berichtete Schülern der neunten bis elften Klassen dieser Tage von der Gründung des NKFD im Gefangenenlager Krasnogorsk bei Moskau, den Zielen und namhaften Vertretern dieser Gruppen, darunter der Vater des LVZ-Chefredakteurs, NKFD-Vizepräsident Max Emendörfer.

Unter dem Titel „Hitler muss fallen, damit Deutschland lebe“ riefen Emendörfer und seine Mitstreiter, zumeist Kommunisten, an den Fronten zum Sturz des NS-Regimes auf. Das Sterben sollte ein Ende haben, ein demokratisches Deutschland aufgebaut werden.

Die Schau ist bis zum 6. Mai in der zweiten Etage zu sehen. Interessierte Bürger sind montags bis freitags von 12 bis 15 Uhr willkommen.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 12.04.2017, S. 22

Hildebrand-Chöre stimmen Neugierige ein

Im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg drängten sich am Donnerstag Hunderte Familien. Alle wollten den Nachmittag der offenen Tür nutzen, um sich in dem Komplex am Cospudener See umzuschauen.

„Wir bekommen viele Fragen zur gelockerten Bildungsempfehlung, zu den Leistungstests und Elterngesprächen“, erklärte der Fachbereichsleiter Naturwissenschaft, Thomas Kaiser. Probleme erwarte er durch den freieren Zugang zum Gymnasium nicht: „Die Grundschulen leisten gute Arbeit und unsere Kapazität gibt fünf fünfte Klassen her.“ Für Familie Judenhagen eine wichtige Nachricht. „Die Schule ist gut ausgestattet, der Weg kurz. Für unsere Tochter Jolene ist das Hildebrand-Gymnasium ideal“, meinten die Markkleeberger.

Groß war das Interesse auch dieses Jahr am vertieft musischen Profil. „Inzwischen kommen sogar Eltern, die selbst bei uns ihre musische Ausbildung absolviert haben“, erklärte Chorleiter Sven Kühnast. Neugierige bekamen Einblick in den Gesangs- und Klavierunterricht, in Stimmbildung und Musiktheorie. Möglich war auch ein erster Test. Die eigentlichen Aufnahmeprüfungen fänden erst am 20./21. März statt, sagte Kühnast.

Gerüchten, wonach das musische Profil nach 40 Jahren vor dem Aus stehe, erteilten OBM Karsten Schütze (SPD) und die Sächsische Bildungsagentur eine Absage: „Da ist nichts dran“, hieß es unisono.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 04.02.2017, S. 23

An das Gestern erinnern – fürs Heute und Morgen

Lesung am Gedenkstein für KZ-Außenlager im Markkleeberger Equipagenweg

MARKKLEEBERG. Mehr als 60 Menschen, darunter Vertreter aller Stadtratsfraktionen und der Kirchgemeinden, Markkleeberger Bürger sowie Schüler des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums, gedachten am Freitagnachmittag am Gedenkstein für das Frauenaußenlager des KZ Buchenwald im Equipagenweg der Opfer des Nationalsozialismus.

„Wir befinden uns an einem authentischen Ort. Von August 1944 bis April 1945 waren hier 1539 ungarische Jüdinnen und französische Widerstandskämpferinnen in Baracken eingepfercht. Die Frauen mussten in den nahen Junkers-Werken unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten“, erklärte Bürgermeisterin Jana Thomas und betonte: „Das ist vor nicht einmal einem Dreivierteljahrhundert vor unserer aller Haustür passiert.“ Gerade vor dem Hintergrund aktueller rechtsextremer Meinungen und Ausgrenzungen sei es besonders wichtig, diese Erinnerungen wach zu halten.

Elft- und Zwölftklässler aus dem Geschichtsleistungskurs von Petra Weidner gaben mit einer berührenden Lesung unter dem Titel „Erinnern an gestern für heute und morgen“ Einblick in die Vernichtungsmaschinerie der Nazis. Die Texte stammen aus dem Theaterstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss, das auf dem 1963 in Frankfurt/Main begonnenen Auschwitz-Prozess beruht, sowie dem von der Markkleeberger Ehrenbürgerin Dr. Zahava Stessel geschriebenen Buch „Snowflowers“. Darin beschreibt die heute in New York lebende Jüdin, die 1945 gerade einmal 15 Jahre alt war, den Überlebenskampf der Frauen im KZ-Außenlager in Markkleeberg.

Für einen der emotionalsten Momente sorgte Gymnasiast Gregor Reinold mit einem hebräischen Klagelied.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 28.01.2017, S. 23

Markkleeberg erhält sieben neue Stolpersteine

Markkleeberg. Stolpersteine, ein neues Wohngebiet, der Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße und der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen: Der Markkleeberger Stadtrat hat jetzt einige Projekte auf den Weg gebracht.

Einstimmig abgesegnet haben die Stadträte die Verlegung neuer Stolpersteine im Stadtgebiet. Bislang gibt es in Markkleeberg zwei – für das jüdische Ehepaar Olla und Ludwig Bamberger vor der Hauptstraße 3. Gesetzt wurden die Stolpersteine, die an die Opfer von Gewalt und Verfolgung während des Nationalsozialismus erinnern sollen, im Jahr 2010. Inzwischen hat die am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium unter Leitung von Carsten Müller arbeitende Projektgruppe Spurensuche mit dem Verein Kulturbahnhof recherchiert und möchte sieben weiteren von den Nazis verfolgten und ermordeten Menschen ein Denkmal setzen. Finanziert werden sollen die Stolpersteine – Kostenpunkt pro Stein 120 Euro – mit Spenden. Ein entsprechendes Konto hat der Förderverein des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums bereits eingerichtet. Die Kosten für das Verlegen wird die Stadt tragen. In den Haushalt werden dafür 2017 und 2018 je 1500 Euro eingestellt.

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Leipziger Volkszeitung, 27.10.2016, S. 21

US-Generalkonsul im Hildebrand-Gymnasium

RHS beim Aktionstag gegen Lehrermangel dabei

Die Gymnasiasten der Rudolf-Hildebrand-Schule (RHS) haben sich gestern am landesweiten Aktionstag gegen den Lehrermangel und die Personalpolitik des Kultusministeriums beteiligt. Wie Schülersprecher Moritz Schönbrodt mitteilte, hat sich die Schülerschaft – rund 1000 Kinder und Jugendliche – am Morgen im Atrium versammelt. Mehrere Redner hätten gesprochen, Schüler des musischen Profils gesungen. Danach sei symbolisch die Bildung zu Grabe getragen worden.

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Leipziger Volkszeitung, 30.09.2016, S. 25

Schüler reisen mit Zeitzeugen nach Theresienstadt

Rolf Isaacsohn berichtet Markkleebergern vom letzten Transport ins Ghetto

Markkleeberg. Lokale Geschichte für Jugendliche erlebbar machen, dieser Aufgabe hat sich Geschichtslehrer Dr. Carsten Müller am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium verschrieben. Mit 20 Schülern der neunten, zehnten und elften Klassen, alle Mitglieder der AG Spurensuche, war er jetzt in der Gedenkstätte Theresienstadt.

Ihr Ziel: Sie wollten mehr über das Schicksal des Markkleeberger Juden Alexander Eisenberg erfahren. Der fast taube Fotograf war am 14. Februar 1945 mit dem letzten Deportationszug vom Leipziger Hauptbahnhof aus in das Ghetto Theresienstadt gebracht worden. Elf Tage später verstarb dort der 56-Jährige, dessen letzte offizielle Adresse Am Wolfswinkel 14 lautete. Begleitet wurde die Schülergruppe nach Theresienstadt von Rolf Isaacsohn, dem letzten Leipziger Überlebenden dieses Transportes.

„Für Schüler wird Geschichte konkret, wenn sie einen lokalen Bezug herstellen können. Wenn das Haus, in dem jemand gelebt hat, an ihrem Schulweg liegt. Noch emotionaler wird es, wenn sie mit Zeitzeugen wie Rolf Isaacsohn sprechen können“, erklärt Müller. Auch wenn sich der heute über Achtzigjährige Rolf Isaacsohn nicht an Alexander Eisenberg erinnern könne, habe er den Schülern bei der fünfstündigen Führung in Theresienstadt ein authentisches Bild von der Situation der Deportierten im Ghetto gezeichnet.

Wie berichtet, wollen die Gymnasiasten acht Stolpersteine für ermordete Juden und Widerstandskämpfer setzen, darunter für Alexander Eisenberg. Erst Anfang Juni war die AG Spurensuche in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee gewesen, um das Schicksal der Ende 1944 von den Nazis hingerichteten Helene Knothe zu erforschen.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 06.07.2016, S. 20

Gymnasiasten erinnern an das Schicksal von Helene Knothe

AG Spurensuche will Stolpersteine für sieben von den Nazis getötete Markkleeberger verlegen

Markkleeberg. Die Mitglieder der vor einigen Monaten am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium gegründeten AG Spurensuche haben die Gedenkstätte Berlin-Plötzensee besucht. Mit ihrem Geschichtslehrer Carsten Müller erinnerten die Schüler der neunten, zehnten und elften Klassen dort an das Schicksal der Markkleebergerin Helene Knothe.

Die in der Riquetstraße 23 wohnende Krankenschwester war Ende 1944 nach Denunziation und einem Urteil des berüchtigten Volksgerichtshofes wegen Wehrkraftzersetzung von den Nazis hingerichtet worden. Das Wissen über ihren tragischen, bislang aber weitgehend unbekannten Lebensweg hatten sich die Gymnasiasten bei der Suche in Archiven und Datenbanken erarbeitet.

„Im Beisein von Historiker Andreas Herbst von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand haben wir erste Rechercheergebnisse in Berlin-Plötzensee übergeben, die Anklageschrift und das Urteil verlesen und diskutiert, anschließend mit Blumen und Musik an Helene Knothe gedacht“, berichtete Müller. Ebenfalls an historischer Stätte, im Haus der Wannsee-Konferenz, wo am 20. Januar 1942 der Völkermord an den europäischen Juden beschlossen wurde, hätten sich die Schüler noch mit den Hintergründen des Holocaust auseinandergesetzt.

„Diese sehr bewegende Exkursion hat der Gruppe wichtige Impulse für die weitere Erinnerungsarbeit gegeben“, sagte Müller. Recherchiert sie doch seit Monaten die Schicksale von Markkleeberger Juden und Widerstandskämpfern, darunter das der Familie Berliner, von Frau Chane Suhl und Alexander Eisenberg. Daraus sei der Wunsch entstanden, für sieben getötete Markkleeberger Stolpersteine zu verlegen, ihr Schicksal so in der Öffentlichkeit wach zu halten.

Im April hatten die Schüler im Weißen Haus unter dem Titel „Versteckte Geschichte“ ihre Sammlung vorgestellt und OBM Karsten Schütze (SPD) gebeten, einen Stadtratsbeschluss für die Stolpersteine vorzubereiten. Nächstes Jahr soll das Projekt umgesetzt werden.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 16.06.2016, S. 16

Tolle Ergebnisse der Basketballer der RHS im Bundesfinale

Erfolgreichstes Team waren unsere jüngsten Mädchen. Sie erspielten drei Siege. Im ersten Spiel der Vorrunde unterlagen wir der Eichenschule Scheeßel 24:35, besiegten im zweiten Spiel die Mädchen vom Robert-Schumann-Gymnasium aus Saarlouis 41:5 und verloren gegen das Romain-Rolland-Gymnasium Berlin 20:32. In der Zwischenrunde wurden beide Gegner besiegt. Die RHS-Mädchen spielten erfolgreich 38:11 gegen das Fallstein-Gymnasium Osterwick und gegen die Oberschule Findorff Bremen 27:25. Im Spiel um Platz 9 unterlagen wir dem Cottbuser Team vom Ludwig-Leichhardt-Gymnasium 18:34.

Unsere großen Damen wussten noch vom vergangenen Jahr wie hoch die Trauben hängen. Drei Niederlagen in der Vorrunde waren nicht der gewünschte Beginn. Doch die Gegnerschaft war hochklassig und so kann man gegen das Theodor-Heuss-Gymnasium Göttingen 20:39, gegen das Johann-Rist-Gymnasium Wedel 13:39 und gegen das Gymnasium Theresianum Mainz 18:50 verlieren. Die Zwischenrundenspiele waren Krimis. Sieg gegen das Leibnitz-Gymnasium St. Ingbert 30:25 und Niederlage gegen das Grootmoor-Gymnasium Hamburg 17:32. Das Saarland schlägt Hamburg 37:18 und so waren drei Teams punktgleich und wir hatten das schlechtere Korbverhältnis. So spielten wir nicht um Platz 11, sondern um Platz 15. Unsere Mädchen zeigten Charakter und gewannen gegen die Mädchen der Findorff-OS Bremen 28:10.

Das erste Mal qualifizierten sich unsere Jungen für das Bundesfinale und hatten im ersten Spiel gegen den vorjährigen Sieger zu bestehen. Die Jungen vom Otto-Hahn-Gymnasium gewannen 54:28 und verloren im Finale gegen das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin 29:58. Und dann …Gegner Saarland. Unsere Jungs kämpfen und laufen immer einem Rückstand hinterher. Kurz vor der Sirene gelang Paul ein Dreier und der Ausgleich 31:31. Verlängerung. Happyend für die Jungen vom Leibnitz-Gymnasium St. Ingbert 4:2. Rostock war der nächste Gegner und wieder ein Krimi ohne Markkleeberger Jubel. Ein Korberfolg fehlte. Wir unterlagen den Jungen der Don-Bosco-Schule 37:39. Einfach ärgerlich, aber auch so kann Sport sein. Zwischenrunde. Keine Chance gegen die Arnoldischule Gotha 20:58. Doch wir können auch gewinnen. Das Elisabeth-Gymnasium Halle wurde regelrecht vom Platz gefegt 52:26. Der Sieg war wichtig für unser Selbstbewusstsein. Im Spiel um Platz 13 wollten wir zeigen, dass wir spielen und kämpfen können. Beides taten wir und unterlagen dem Team aus Bremen vom Hermann-Böse-Gymnasium mit nur einem Punkt 35:36. Ärgerlich.

Lob und Glückwunsch den erfolgreichen Basketballern der Rudolf-Hildebrand-Schule Gymnasium Markkleeberg:

Katarinna Faber, Laetitia Karp, Celina Wegener, Marit Stöckle, Lena Bent, Victoria und Johanna Baum, Lilli Börl und Charlotte Wahren (WK III) mit Coach Sylvia Schlücker;

Lilli Reif, Chiara Naumann, Annelie Rodestock, Hannah Recknagel, Tylla Dieckmann, Nadja Stiller, Elisabeth Wallner und Mia Bovet (WK II) mit Coach Heike Heisler,

Paul Wefelscheid, Florian Thome, Daniel Herrschuh, Linus Wrigge, Emile Hug, Julius Hoge, Hannes Plaul, Keith Kretschmar und Jakob Rothemund (WK III) mit Coach Detlef Mallast

Wer über unsere Woche Bundesfinale mit den Freizeitaktivitäten noch mehr wissen möchte, kann dies auf unserer Schulseite mit vielen Bildern unterlegt tun.

Für die Unterstützung danken wir: dem Förderverein der RHS, OBM Herrn Schütze, Hofmann-Fußbodenservice, Küchenstudio Diekmann, der Römer-Apotheke, der Allianz-Hauptvertretung Mario Braun, Herrn Dr. Rothemund, Herrn Matthias Barth und Herrn Herrschuh.

Detlef Mallast / Coach und Sportlehrer der RHS

Markkleeberger Stadtnachrichten, 06 / 2016, S.24

Fremdsprachen-Talente werden heute ausgezeichnet

Kultusministerin übergibt in Dresden Preise an Schülerinnen und Schüler aus der Region

Markkleeberg. Die Sieger des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen stehen fest. Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) wird heute persönlich die insgesamt 102 Preisträger im Sächsischen Landtag auszeichnen, heißt es in einer Mitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK). In der Kategorie „Team“ werden 23 Preise und in der Kategorie „Solo“ 79 Preise vergeben. Insgesamt haben 74 Schüler-Gruppen (6. bis 9. Klasse) und rund 400 Einzelstarter (8./9. Klasse) teilgenommen. Neben Englisch, Französisch, Latein, Spanisch und Russisch gibt es in diesem Jahr auch Beiträge in Italienisch, Polnisch und Tschechisch.

Über einen ersten Preis in der Kategorie „Solo“ kann sich Marlene Pietsch von der Rudolf-Hildebrand-Schule in Markkleeberg freuen. Sie nahm in der Sprache Englisch teil. Auch in Englisch erreichten Tobias Walter vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Taucha und Josefine Stansch, ebenfalls Schülerin an der Rudolf-Hildebrand-Schule in Markkleeberg, einen zweiten Platz. Sarah Bliß vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha und Iris Riede von der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg erhalten einen dritten Preis. In der Kategorie „Team“ konnten zudem die Schülerinnen der Klasse 9 d des Gymnasiums Schkeuditz/Markranstädt einen dritten Preis erkämpfen. Heute Mittag, um 13 Uhr, werden die Preise in Dresden übergeben.

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist einer der ältesten Schülerwettbewerbe in Deutschland. Seit 1979 fördert er Jugendliche, die Spaß an fremden Sprachen und Kulturen haben. Hauptförderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Sechs Preisträger der Solo-Starter werden sich dann im September einer weiteren Herausforderung stellen. Sie nehmen am 18. Bundessprachenturnier in Hennef (Nordrhein-Westfalen) teil und treten dort gegen die Schüler der anderen 15 Bundesländer an.

Leipziger Volkszeitung, 30.05.2016, S. 17

Junge Chorsänger sind kulturelle Botschafter Sachsens

40 Jahre musisches Profil am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium Markkleeberg / Festwoche mit drei Konzerten

MARKKLEEBERG. Hildebrandianer zu sein, war schon immer etwas Besonderes – Absolvent der Musikklassen zu sein, eine ganz besondere Auszeichnung. Viele der bislang 800 Musikusse prägen heute als Sänger, Orchestermusiker und Musikpädagogen die musikalisch-künstlerische Landschaft Deutschlands. Darunter sind bekannte Namen wie Opernsängerin Nadja Michael, Schriftstellerin Else Buschheuer, die Sänger Carolin Masur und Susanne Krumbiegel, Solo-Kontrabassist Benedikt Hübner von der Dresdner Philharmonie und der Schweizer Kapellmeister Harald Siegel. Begonnen hat alles vor 40 Jahren an der damaligen EOS „Rudolf-Hildebrand“.

„Der Auftrag für die Gründung der Spezialklassen für Musikerziehung kam DDR-typisch 1976 von ganz oben. Ziel war es, die Musiklehrerlücke zu schließen“, erklärt Chorleiter Detlef Ay. Pro Jahrgang – damals Klasse 9 bis 12 – gab es je eine Musikklasse mit 20 bis 25 Schülern. Chorgesang und Klavier gehörten fortan zum Schulalltag. „Die ersten Musiker legten 1980 ihr Abitur ab“, erinnert sich Ay, heute 59 Jahre, der damals als junger Lehrer nach Markkleeberg kam.

Nach der Wende wurde aus den Musikspezialklassen das vertieft musische Profil. „An der Struktur der Ausbildung hat sich im Grunde nichts geändert. Nur dass wir eben nicht mehr Musiklehrer ausbilden müssen und die räumlichen Bedingungen heute dank umfangreicher Investitionen der Stadt Markkleeberg super sind“, sagt Ay.

Das Rudolf-Hildebrand-Gymnasium ist eine von fünf Schulen mit vertieft musischem Profil in Sachsen. „Wir sind froh, dass sich der Freistaat die Förderung des künstlerischen Reichtums leistet und damit kulturelle Botschafter ausbildet“, betont Ay. Nichtsdestotrotz wird er nicht müde, seine Schüler zu ermahnen: „Wir müssen mit unseren Leistungen immer wieder auf unser Angebot und unser Können aufmerksam machen.“

Das Pensum, das die Musikschüler haben – auch heute noch eine Klasse pro Jahrgang –, ist enorm. In Klasse 5 bis 8 stehen wöchentlich drei bis vier Stunden erweiterter Klassen- und Chorunterricht auf dem Programm. Ab Klasse 9 kommen Einzelunterricht, Stimmbildung, Musikgeschichte, Musiklehre und Klavier hinzu. Zusammen bis zu neun Stunden zusätzlich zum ganz normalen Gymnasialunterricht. Einziger Vorteil: Beim Abitur können die Musiker ein naturwissenschaftliches Fach und eine Fremdsprache abwählen.

„Wir haben schon den Anspruch Begabte und Hochbegabte auszubilden“, sagt Ay. Deshalb steht vor dem Singen die Eignungsprüfung in der vierten Klasse. „Die Kinder müssen neben physiologischen Voraussetzungen hinsichtlich Stimme und Gehör auch ein gewisses musikalisches Grundverständnis mitbringen“, erklärt der Pädagoge. Die Musikschüler kommen anders als die anderen Schüler am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium aus ganz Sachsen. Etliche leben unter der Woche im schuleigenen Internat – auch das gute Tradition aus DDR-Zeiten.

Derzeit lernen 160 Schüler in den acht Musikklassen. Unterrichtet werden sie von zehn Musiklehrern. „Unser wichtigstes Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen die Musik so nahe zu bringen, dass sie immer Teil ihres Lebens sein wird“, sagt Ay. Nicht jeder werde im hart umkämpften Musikgeschäft Fuß fassen können. Die vertieft musische Ausbildung fördere und fordere aber die Persönlichkeit, Charaktereigenschaften wie Disziplin und Motivation. „Das sind die klassischen Tugenden, die unsere Gesellschaft braucht und die jeden Einzelnen in welchem Studium und Beruf auch immer voranbringen“, betont Ay.

Der Kinderchor, der Gleichstimmige und der Gemischte Chor haben schon mehrfach Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen. Stolz auf diesen musischen Schatz ist auch Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD): „Die Ausbildung mit den drei Chören ist das Aushängeschild unseres Gymnasiums. Das kann nicht jede Stadt vorweisen."

Anlässlich 40 Jahre musisches Profil gibt es nächste Woche gleich drei Konzerte: Am Donnerstag singen aktuelle Schüler, am Freitag ehemalige jeweils 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums, Mehringstraße 8. Samstag ab 19.30 Uhr steht dann das Große Chorkonzert in der Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig an. Karten zu fünf, acht und zehn Euro gibt es im Schulsekretariat sowie bei Musik Oelsner.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 21.05.2016, S. 23

Wenn zufällige Schritte und zielgerichtete Gedanken zu Widersprüchlichem führen

... Als ich dieser Tage auf dem agra-Gelände zunächst in meinen Bar-Erinnerungen schwelgte, hatte ich doch ein anderes Ziel im Kopf, denn ich folgte am 15. April einer Einladung in den Parksalon des Weißen Hauses. Die Stadt und der Kulturbahnhof e.V. luden, in Kooperation mit dem Rudolf-Hildebrand-Gymnasium, zu „Versteckter Geschichte“ ein. Die Fragestellung schwierig und interessant: Archivarbeit, Gedenkmärsche, Gedenkstätten, Mahnmale, Stolpersteine – all das können Formen des Erinnerns und Gedenkens sein. Wie zeitgemäß sind sie? Wen sprechen sie an?

Als Stadtchronist, der seit Jahren mit Gespür versucht, vergangene Geschichten näherzubringen, rette ich mich hier, bei so komplizierten Fragen, zunächst mit einem Gedanken des brillanten, polnischen Aphoristikers Stanislaw Jerzy Lec. Er formulierte: Schont die Sockel, wenn ihr die Denkmäler stürzt. Sie könnten noch gebraucht werden. Der jüdische Intellektuelle lebte von 1900 bis 1966. Im Alter von 40 Jahren wurde er in ein KZ verschleppt, überlebte, nach dem Krieg arbeitete er als Presseattaché in Wien und Israel. Sein polemischer Gedanke kam mir im Weißen Haus, während besagter Veranstaltung, in den Sinn. Auch in unserer Stadt gibt es geschonte oder gestürzte Sockel ... bis heute. Wie werden die, die nach uns kommen, mit ihnen umgehen? Ich hoffe: kulturvoll. Denn Erinnerungskultur in Markkleeberg gestalten, das ist und bleibt, so war es erneut an diesem Nachmittag zu erfahren, Sinn dieses Langzeitprojektes, das engagierte Schüler eindrucksvoll beschrieben. Über Zeiten zu reden und zu forschen, die weit von der eigenen, noch kurzen Biografie entfernt sind, das geht nur mithilfe der Kultur. Zu ihr gehören Gespräche, Literatur, Musik, Dokumente, Theater, Film und vor allem neugierige Fragen.

So hatte sich beispielsweise die Mühe der Schüler in einem Fall gelohnt, der mich vor Jahren interessierte. Es ging um den jüdischen Grafiker Alexander Eisenberg. Ich erfuhr nun: Er kam am 28.11.1888 in Leipzig als Sohn von Dr. med. Joseph und Anna (geborene Strupp) Eisenberg zur Welt und war mit Käthe Brendel verheiratet. Die Familie wohnte zunächst in Leipzig, später im Raschwitzer Wolfswinkel. Ein Schwerpunkt seiner Firma war Kinowerbung. Im Februar 1945 wurde der Grafiker in das Ghetto Theresienstadt deportiert und überlebte nicht. Wir konnten ihm nun im Weißen Haus in die Augen sehen, denn es gelang den Schülern, das wohl einzige erhaltene Foto aus einem Archiv zu kopieren. Jeder, der sich auf solche Wegstrecken begibt, weiß, wie schwer und mühevoll sie sind. Oft zeitigen sie nur in wenigen Fällen Erfolg.

Nach den zwei nachdenklichen Stunden, beim Heruntersteigen der geschwungenen Treppen im Weißen Haus, kommt mir ein anderes Bild in den Sinn, das ich aus Erzählungen kenne. Amerikanische Truppen nehmen am 18. April 1945 Markkleeberg ein. Über dem weißen, noblen Hauptquartier im Park des alten Konsuls Herfurth weht das Sternenbanner. Zwei Befehle heißen: Anfang Mai die Wiederherstellung der Linie 28 nach Leipzig! Im Kees’schen Herrenhaus ein dringend benötigtes Krankenhaus einrichten!

Ich ergänze: Erste Patienten sind Fremdarbeiter der Gautzscher Junkers Werke. Und merke 2016 an: die einstigen Befehle zu Straßenbahn und Krankenhaus haben sich längst erledigt.

Ein widersprüchlicher Nachmittag im agra-Park. Beginnend mit meinen Kindheitsbildern, endend mit Geschehnissen, die ich nicht erlebte, die jetzt von Jüngeren, die sie auch nicht erlebten, nachgefragt werden. Ja, Interesse für Geschichte darf nie mit dem eigenen Geburtsdatum aufhören.

...

Michael Zock / Stadtchronist

Markkleeberger Stadtnachrichten 05 / 2016, S. 11

Versteckte Geschichte – Erinnerungskultur in Markkleeberg gestalten

Engagiert haben sich Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der „Rudolf-Hildebrand-Schule“ unter Leitung ihres Geschichtslehrers Dr. Carsten Müller auf die Spurensuche nach Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Markkleeberg begeben, um an diese Menschen und deren Leid mit neuen Stolpersteinen erinnern zu können.

Die Ergebnisse der Recherchen präsentieren die Schüler am 15. April in der Veranstaltung „Versteckte Geschichte – Erinnerungskultur in Markkleeberg gestalten“ im Weißen Haus der Öffentlichkeit. Die rund 70 Besucher konnten außerdem die thematische Leporello-Ausstellung dazu besichtigen.

Unterstützt bei dieser Projektarbeit wurden die Schülerinnen und Schüler tatkräftig vom Verein Kulturbahnhof e.V. und dessen multimedialem Archiv. Dieses Archiv war vom Herbst 2015 bis Ende Januar 2016 in der Schule ausgestellt und gab den Impuls für die Gründung der „AG Spurensuche“. Schülerinnen und Schüler der 9. – 11. Klassen haben seitdem akribisch in verschiedenen Archiven und Datenbanken Biographien von etwa 40 Menschen erforscht, insbesondere von jüdischen Markkleebergerinnen und Markkleebergern, die in der Zeit von 1933 bis 1945 Opfer der Nationalsozialistischen Diktatur wurden.

Die Schülerinnen und Schüler baten Oberbürgermeister Karsten Schütze in der Veranstaltung, einen Stadtratsbeschluss vorzubereiten, damit 7 neue Stolpersteine in der kommenden Zeit gestaltet werden können. Für die Herstellung dieser Steine hoffen die Schüler auf eine breite Spendenbereitschaft. (Informationen hierzu stehen am Ende des Artikels.)

Ein Stolperstein soll zum Beispiel an das tragische Schicksal des jüdischen Grafikers Alexander Eisenberg aus Markkleeberg erinnern, der 1945 nach Theresienstadt deportiert wurde und zu Tode kam. Bedrückend sind die Leidenswege der jüdischen Familie Berliner und von Chane Suhl. Recherchiert wird das Schicksal von Helene Knothe aus Markkleeberg, die nach einem Urteil des berüchtigten Volksgerichtshofes 1944 hingerichtet wurde. Wer etwas über diese Markkleeberger weiß oder andere Schicksale kennt, meldet sich bitte. Diesen Menschen durch Erinnerungen oder Fotos wieder ein Gesicht zu geben und ihre Biographie ans Licht zu holen, ist das Anliegen der Arbeitsgemeinschaft.

Des Weiteren haben Schülerinnen und Schüler Vorschläge über zeitgemäße Formen des Erinnerns an authentischen Orten, wie der ehemaligen Außenstelle des KZ Buchenwald im Equipagenweg, erarbeitet. Diese Ideensammlung wurde Oberbürgermeister Karsten Schütze auf der Veranstaltung überreicht.

Beeindruckend war der dokumentarische Rückblick auf den Schneeblumengedenkmarsch am 13. April 2015, den die Zuschauer anhand des Filmes von Anja-Christin Winkler noch einmal nacherleben konnten. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums umrahmten die Veranstaltung musikalisch. Sie wurde von der Stadtverwaltung Markkleeberg in Zusammenarbeit mit dem Kulturbahnhof e.V. und dem Gymnasium Rudolf-Hildebrand-Schule durchgeführt.

Spendeninformationen: IBAN: DE 94 860 555 921 100 279 896

Verwendungszweck : Spurensuche

Kontakt : projektgruppe.spurensuche@outlook.de

Text & Foto: Anke Meyerle

Markkleeberger Stadtnachrichten, 05 / 2016, S. 7

Versteckte Geschichte sichtbar machen

In Leporello-Form aufgearbeitet haben Hildebrand-Schüler der Klassen 8, 10 und 11 ihre Recherchen zum Nationalsozialismus in Markkleeberg. Im Mittelpunkt einer kleinen Feierstunde gestern zur Übergabe an OBM Karsten Schütze stand die Frage, wie an die Gräuel von damals heute erinnert werden könnte. Gezeigt wurde dabei auch ein Dokfilm zur Erinnerung an den Schneeblumenweg, den Todesmarsch für 1 500 KZ-Frauen im April 1945. -tv

„Versteckte Geschichte“ und Erinnerungskultur

Um „Versteckte Geschichte“ und zeitgemäße Formen des Erinnerns geht es am Freitag ab 15.30 Uhr im Parksalon des Weißen Hauses. Dabei wollen Schüler des Gymnasiums Rudolf-Hildebrand-Schule OBM Karsten Schütze Ergebnisse ihrer Arbeiten überreichen, die im Vorjahr bei der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Markkleeberg entstanden. Sie wurden dabei vom Verein Kulturbahnhof unterstützt.

Gezeigt wird zudem erstmals auch ein Dokumentarfilm von Anja-Christin Winkler zum Schneeblumenweg. Schüler des Gymnasiums umrahmen musikalisch die Veranstaltung.

Der Schneeblumenweg steht für den Todesmarsch, auf den die Nazis im April 1945 mehr als 1500 Frauen aus dem Außenlager des KZ Buchenwald in Markkleeberg zwangen. Im Vorjahr hatten viele Markkleeberger und Leipziger daran mit einem Marsch erinnert.

tv

Leipziger Volkszeitung, 14.04.2016, S. 18

Nachlese: Holocaust-Gedenktag mit Konzert und Kranzniederlegung

Mit einer Kranzniederlegung am Denkmal im Equipagenweg und einem Konzert im Weisen Haus gedachte die Stadt Markkleeberg am 27. Januar den Opfern des Nationalsozialismus.

Beeindruckend war der Auftritt von Cora Irsen am Abend im Weisen Haus. In einem bewegenden Konzert unter dem Titel „Die Kraft der Musik – ein Lebensgeschenk“ präsentierte die Weimarer Pianistin dort die Etüden op. 10 und op. 25 von Frederic Chopin. Umrahmt wurde ihr Spiel von der Lebensgeschichte der jüdischen Pianistin Alice Herz-Sommer, die Cora Irsen zwischen den Musikstucken vortrug.

Alice Herz-Sommer wurde 1903 in Prag als Kind eines jüdischen Fabrikantenehepaars geboren und lernte früh das Klavierspiel. Als junge Frau wurde sie zu einer europaweit bekannten Pianistin. Ab 1939 erteilten ihr die Nationalsozialisten aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln ein öffentliches Auftrittsverbot. 1943 wurden sie und ihre Familie nach Theresienstadt deportiert. Wahrend ihrer Gefangenschaft spielte Alice Herz-Sommer zahlreiche Konzerte. Alle Stücke beherrschte sie auswendig – darunter auch die Etüden von Chopin.

Cora Irsen gelang es, einen beeindruckenden Kontrast aufzubauen – mit den eindringlichen und emotionalen Etüden Chopins auf der einen Seite, mit der kalten Lebenswirklichkeit im Nationalsozialismus auf der anderen Seite.

Dass Musikfreunde in Markkleeberg überhaupt in den Genuss dieses Konzertes kommen durften, ist dem bürgerlichen Engagement von Reinhard Roßberg von der gleichnamigen Polsterei und Restaurierung zu verdanken. Er organisierte und finanzierte den Auftritt Cora Irsens in Markkleeberg.

Bereits am Nachmittag hatten Stadt Markkleeberg und Landkreis Leipzig zur Kranzniederlegung am Denkmal im Equipagenweg eingeladen. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums „Rudolf-Hildebrand-Schule“ trugen Auszüge aus dem Buch „Snow Flowers“ vor. Das Buch, das auch in deutscher Übersetzung vorliegt, stammt von Dr. Zahava Stessel, Ehrenburgerin der Stadt Markkleeberg und ehemalige Inhaftierte des KZ Außenlagers Markkleeberg, das sich im Equipagenweg befand.

dkr

Markkleeberger Stadtnachrichten, 04 / 2016, S. 11

Ein Traum wird wahr – Landesfinale Basketball in der WK 3

Erste Spielrunde und unsere Mädchen gewannen gegen die Dresdener 28 : 18 und die Jungen folgten mit einem ungefährdeten 40 : 10 gegen Ottendorf. Alle Spieler zeigten gute technische Fertigkeiten, kämpften fair in Offense und Defense und waren relativ sicher im Korbwurf. Im Mädchenwettbewerb war schnell erkennbar, dass die Tickets zum Bundesfinale im Spiel der Sportgymnasiastinnen und der Hildebrandianerinnen vergeben werden. Beide Teams trafen im zweiten Spiel aufeinander, spielten taktisch klug, mit hohem läuferischen Einsatz und kämpften bis zur letzten Sekunde. Sieger wurden – auch auf Grund der körperlichen Vorteile – die Mädchen vom Rudolf-Hildebrand-Gymnasium aus Markkleeberg 21 : 17. Jetzt nur keine Schwäche zeigen, um die Tickets nicht noch zu verspielen. Unsere Mädchen lösten ihre Aufgaben und bezwangen die Plauener Mädchen 23 : 02 und auch das Team aus Flöha 42 : 17. Super.

Im Wettbewerb der Jungen war durch das Fehlen des Sportgymnasiums für jedes Team der Anreiz hoch, mit noch höherer Motivation jedes Spiel zu bestreiten. Nur nicht verlieren, war die Devise. Dresden gewann gegen Mittweida 24 : 14, gegen Lichtenstein 18 : 05 und Ottendorf 22 : 21. Unser RHS-Team erfüllte ebenso gegen Lichtenstein 25 : 06 und Mittweida 28 : 04 seine Pflichtaufgaben. Der Sieg im letzte Spiel – Bertolt-Brecht-Gymnasium Dresden und RHS Markkleeberg – entschied über Gold und die Fahrkarten zum Bundesfinale. Beide Teams spielten und kämpften und zur Halbzeit führten die Hildebrandianer 07 : 03. In der zweiten Halbzeit setzten sich die Markkleeberger durch eine tolle Defense, Ballgewinne und Schnellangriffe immer weiter ab und gestatteten den Dresdnern nur noch einen Korberfolg. 23 : 05 lautete des Endergebnis.

Eine Woche zuvor gelang unseren großen Damen der große Wurf mit dem Siegen 34 : 04 gegen Döbeln, 31 : 04 gegen Dresden und 22 : 06 gegen Zwickau und dem Gewinn der Tickets zum Bundesfinale.

Riesig die Freude bei allen Teams der RHS Markkleeberg – Berlin, wir kommen. Ein Traum wird wahr.

Detlef Mallast / Coach

Markkleeberger Stadtnachrichten, 04 / 2016, S. 20

Spurensuche in Markkleeberg – Ihre Hilfe ist gefragt!

Eine Gruppe von SchülerInnen der Rudolf-Hildebrand-Schule begibt sich in diesem Jahr auf Spurensuche in der Vergangenheit Markkleebergs. Gemeinsam mit Dr. Müller und jungen HistorikerInnen des „Kulturbahnhof e.V. " wollen die Jugendlichen Informationen zu Markkleeberger Opfern der nationalsozialistischen Diktatur sammeln, um mit diesen die Verlegung von „Stolpersteinen“ vorzubereiten.

Dazu brauchen sie Ihre Hilfe und Hinweise!

Gesucht werden: Hinweisen zu Alexander Eisenberg (wohnhaft: Am Wolfswinkel 14), der 1945 sein Leben auf den Transport nach Theresienstadt verlor. Die Familie Berliner (Fritz, Rosa, Lucie, Gertrud) floh vermutlich 1936 nach Belgien und Frankreich, von wo aus sie nach Ausschwitz deportiert und dort ermordet wurden. Chane Suhl,

die Mutter von Jakob Suhl, wohnte in der Hauptstraße 68 (früher Adolf-Hitler-Straße). Während Jakob und sein Vater in die USA fliehen konnten, verlieren sich die Spuren von Chane Suhl 1941 vermutlich in Litauen. Helene Knothe (Riquetstr.23) wurde 1944 vom berüchtigten Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 20.12.1944 in Berlin-Plötzensee ermordet. Einige SchülerInnen arbeiten zudem zum Tennisclub „Rot-Weiß“.

Interessant für das Projekt sind alle Informationen, Erinnerungen und Fotografien zu den genannten Personen, deren Familien und Nachkommen. Hinweise dazu senden Sie bitte an Dr. Carsten Müller: Doc.Mue2@gmx.de.

Grundsätzlich sind wir auch an anderen Informationen aus dieser Zeit interessiert (Euthansie-Opfer, andere Schicksale Markkleeberger Juden, KZ-Opfer usw.) Hinweise dazu bitte an: info@kulturbhf.de oder telefonisch an Florian Krahmer: 01 52 / 53 53 26 91.

Wir bedanken uns für jede Hilfe!

AG Spurensuche

Markkleeberger Stadtnachrichten, 03 / 2016, S. 8

Rudolf-Hildebrand-Schule erhielt Sprachzertifikat

Für seine langjährige Arbeit als DELF-Prüfungszentrum ist das Markkleeberger Gymnasium „Rudolf-Hildebrand-Schule“ geehrt worden. In einer Feierstunde im Januar haben Nathalie Guègnard von der Kulturabteilung der französischen Botschaft in Deutschland, sowie Dr. Marie-Laure Canteloube, Sprachreferentin für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg des institut francais Leipzig, ein entsprechendes Sprachzertifikat an Schulleiter Ditmar Apel und Französisch-Lehrerin Anne Kirchberg überreicht.

Botschaft und institut francais honorierten damit in besonderer Weise das unermüdliche Engagement der Schule in Sachen DELF. DELF steht für diplôme d’études en langue fracaise und ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache. Es dient als Nachweis französischer Sprachkenntnisse bei der Immatrikulation an einer Hochschule. Darüber hinaus können damit französische Sprachkenntnisse bei der Bewerbung für eine Arbeitsstelle in Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz nachgewiesen werden.

Seit 1997 bietet das Markkleeberger Gymnasium konstant DELF-Kurse an. Das ist Ingrid Megow und Günther Forschle zu verdanken. Beide haben in den Neunzigerjahren das DELF-Programm an der Rudolf-Hildebrand-Schule aufgebaut. Seitdem haben über 500 Schüler der RHS das DELF-Zertifikat erhalten. In der Feierstunde im Januar wurde an elf Schülerinnen und Schülern Diplome überreicht. Seit zehn Jahren ist die RHS zudem DELF-Prüfungszentrum – eine von drei Einrichtungen in ganz Sachsen.

Daniel Kreusch

Markkleeberger Stadtnachrichten, 03 / 2016, S. 11

Mit Musik zum Abitur

Andrang herrschte gestern beim Nachmittag der offenen Türen im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg. Unzählige Familien schauten sich in dem modernen Gebäudekomplex mit Internat am Cospudener See um. Schulleiter Ditmar Apel und der Leiter des musischen Bereiches, Detlef Ay, luden zu zwei Informationsforen ein. Neben der musischen Vertiefung, für die das Gymnasium schon zu DDR-Zeiten bekannt war, stehen hier Natur- und Gesellschaftswissenschaften im Fokus. Gestern stellten Schüler über 40 Projekte aus den verschiedenen Fachbereichen vor. Aktuell lernen 930 Kinder und Jugendliche an der Schule. Im Schuljahr 2016/17 werde es vier 5. Klassen mit jeweils bis zu 28 Schülern, darunter eine musische, geben, sagte Apel. Sollten wieder mehr Anmeldungen eingehen, als Plätze zu vergeben sind, hätten Geschwisterkinder und Markkleeberger Vorrang, betonte er.

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 29.01.2016, S. 20

Merci für Sprachausbildung

Das Rudolf-Hildebrand-Gymnasium ist gestern von der französischen Botschaft und dem Institut francaise in Leipzig als drittes Delf-Prüfungszentrum in Sachsen ausgezeichnet worden. Nathalie Guégnard und Marie-Laure Canteloube überreichten Schulleiter Ditmar Apel und Französisch-Lehrerin Anne Kirchberg das Zertifikat.

Das Rudolf-Hildebrand-Gymnasium ist gestern von der französischen Botschaft und dem Institut francaise in Leipzig als drittes Delf-Prüfungszentrum in Sachsen ausgezeichnet worden. Nathalie Guégnard und Marie-Laure Canteloube überreichten Schulleiter Ditmar Apel und Französisch-Lehrerin Anne Kirchberg das Zertifikat. Delf steht für diplome d’études en langue francaise und ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache. Es dient als Nachweis bei der Immatrikulation an Hochschulen sowie bei Bewerbungen um eine Arbeitsstelle in Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz.

„Die Schule ist nicht nur bekannt für ihre vertieft musische Ausbildung, hier wird die französische Sprache seit vielen Jahren mit großem Engagement unterrichtet“, betonte Katrin Loth, Delf-Koordinatorin der Sächsischen Bildungsagentur bei der Feierstunde in der Aula. Sie dankte unter anderem Ingrid Megow, die 1998 die ersten Schüler zur Delf-Prüfung angemeldet hatte und den Schüleraustausch mit Frankreich initiiert hat. Nathalie Guégnard von der Botschaft lobte die enge Bildungszusammenarbeit von Frankreich und Sachsen. Marie-Laure Canteloube betonte, dass Sprachkenntnisse in der heutigen Zeit beruflich und privat immer wichtiger werden.

Über 500 Markkleeberger Schüler haben seit Ende der Neunzigerjahre erfolgreich ihre Delf-Prüfungen abgelegt, zum Teil im Muttersprache-Niveau. Gestern erhielten elf Schüler des Delf-Jahrgangs 2015 ihre Diplom.

Von Ulrike Witt

http://www.lvz.de/Region/Markkleeberg/Merci-fuer-Sprachausbildung, zuletzt abgerufen am 24.01.2016, 21:54.

„Frau Einfachheit“ und die männliche „Frau Mutterwitz“

Was ein sehr altes Buch über Rudolf Hildebrand verrät

Die 240 Seiten stehen seit vielen Jahren in meinem Regal. Ihr Bucheinband ist grau. Was will er andeuten? Vielleicht: Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldener Baum. Diese bekannte Plänkelei zwischen Mephistopheles und einem Schüler führt uns nicht nur zu Goethe, sondern in meine heutige, angepeilte Richtung: Schüler und Schule.

Ich habe nicht nachgezählt, wie viele Wissensdurstige die Bänke des heutigen Markkleeberger Gymnasiums, das in DDR-Zeiten „Erweiterte Oberschule“ hieß, gedrückt haben. Die Bezeichnung änderte sich, die Adresse änderte sich, die Direktoren änderten sich, die Lehrer wechselten ... der Namensgeber blieb: Rudolf Hildebrand. Es muss nicht die schlechteste „Denkfabrik“ gewesen sei, denn manche der einstigen Abiturienten bestimmten beispielsweise für lange Zeit im Rathaus unserer Stadt die Geschicke dieser oder fielen andernorts auf. An dieser Stelle aus gutem Grund keine Namensliste, sie wäre doch sehr lang.

Wir drucken jedoch den bereits erwähnten grauen Buchdeckel ab und setzten daneben ein markantes Schwarz-Weiß-Porträt. Ich vermute, kaum ein Markkleeberger hat eine Vorstellung davon, wie der Professor für neue deutsche Literatur und Sprache, der die Gebrüder Grimm persönlich gut kannte, aussah. Nun wissen wir es, seine Lebensdaten reiche ich ebenfalls nach: 13. März 1824 in Leipzig / 28. Oktober 1894 ebd. Rudolf war übrigens Thomasschüler.

Das Buch aus meinem Regal ist eine sogenannte Jubelausgabe und kam in 14. Auflage(!) 1917 im feinen Leipziger Julius Klinkhardt-Verlag heraus. Nicht zufällig gibt es in Connewitz eine Hildebrandstraße.

Ich hoffe, Sie tolerieren es, wenn ich hier den alten Professor mal im Original zitiere. Ich finde, seine Gedanken sind durchaus anregend im heutigen, digitalen Zeitalter. Oder?

Der Sprachunterricht sollte mit der Sprache zugleich den I n h a l t der Sprache, ihren Lebensgehalt voll und frisch und warm erfassen.

Der Lehrer des Deutschen sollte n i c h t s l e h r e n, was die Schüler selbst aus sich f i n d e n können, sondern alles das sie unter seiner Leitung finden lassen.

Das Hauptgewicht sollte auf die g e s p r o c h e n e und gehörte Sprache gelegt werden, nicht auf die geschriebene und gesehene.

Diese Gedanken stehen ziemlich am Anfang seines Buches und Rudolf Hildebrand setzt sich mit ihnen in den kommenden Abschnitten tiefgehend, auch mit Witz und Humor auseinander. Formuliert Bedenken und Schwierigkeiten, zwischen Hochdeutsch, Volks- und Haussprache.

Bevor wir auf die Frau Einfachheit und die männliche Frau Mutterwitz treffen, spukt mir eine Geschichte im Kopf herum, die vor gut 50 Jahren unter Markkleeberger Schülern kursierte. Es war im damaligen „Zeitalter der Umbenennungen“. Kinder und Eltern hatten sich zwar längst an die lange Ernst-Thälmann-Straße gewöhnt, die von Raschwitz über Oetzsch nach Großstädteln führte. Sie kamen jedoch ins Grübeln, als der Platz der Einheit, vor Rathaus und Sparkasse gelegen, über Nacht den Namen des Arbeiterführers trug. Und manch einer fragte: Ist damit die „Einheit“ aus Johannes R. Bechers „Nationalhymne“ passé? Und sie zogen die Stirn noch stärker in Falten, als kolportiert wurde, dass die Erweiterten Oberschule am dortigen Platz nun von Hildebrand in Thälmann „umgetauft“ werden solle. Pfiffige Schüler lästerten sofort: Dann heißt wohl die Martin-Luther-Kirche in Gautzsch bald Ernst-Thälmann-Kirche. Soweit kam es bekanntlich nicht in unserer Stadtgeschichte. Die RHS blieb, wurde auch zum Inbegriff einen klangvollen Chorgesanges, der im Leipziger Umland seinesgleichen suchte.

Da passen doch die männliche Frau Mutterwitz und die Frau Einfachheit aus der Überschrift zum soeben Beschriebenen ganz gut. Für Rudolf Hildebrand waren diese beiden Figuren Kinderengel, die, meist selbst gebastelt, Schüler mit in den Unterricht brachten und vor sich auf die Bank legten. Als Stimmungsaufheller, wenn die Damen und Herren Schulgötter an der Tafel mal gar zu streng waren. Einige der Götter waren darüber so erregt, dass sie das Selbstgebastelte konfiszierten und in den Ofen steckten. Alles nachzulesen bei R.H. Der hatte dafür kein Verständnis und schalt seine Kollegen Lehrer streng.

Übrigens: Wer sein Abitur, in DDR-Zeiten, an der Volkshochschule des Landkreises im Abendkurs nachholte, wurde für zwei Jahre an manchem Abend zum „Hildebrandianer“, denn der Unterricht fand in diesen Räumen statt.

Übrigens: Am Ende der 240 Seiten gibt Professor Hildebrand originelle Worterklärungen. Ich habe drei ausgesucht.

Auswendiglernen: Das erfordert inwendig haben.

Empfindung: Sie bestimmt den Wert oder Unwert des bloß gewussten Wissens.

Formalismus: Der alte Formalismus im grammatischen Unterricht ist zu ersetzen durch ein lebensvolles Verfahren.

Wer möchte da widersprechen? Ich nicht.

Ihr Michael Zock / Stadtchronist

Markkleeberger Stadtnachrichten, 01 / 2016, S. 10

Erfolgreiches Weihnachtsprogramm

Zum Weihnachtsprogramm am 2. Dezember 2015 in der Aula des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums kamen auf Einladung des Lions Club Markkleeberg auch in diesem Jahr wieder über 200 Gäste.

Der Kinderchor unter der Leitung von Eva-Maria Götz begann mit bekannten Liedern „Jetzt zünden wir die Kerzen an“ und „We wish you a merry Chrismas“. Tänzer der Johann-Sebastian Bach Musikschule Leipzig unter der Leitung von Evi Iwanow tanzten zu den Themen „Leuchten“ und „Warme bunte Finger“. Als Solistin spielte Lisa Marie Klein die Querflöte.

Der Gleichstimmige Chor unter der Leitung von Detlev Ay zog mit gregorianischen Klängen „Hodie Christus natus est“ ein und bot „A Ceremony of carols“ von Benjamin Britten sowie deutsche und europäische Weihnachtslieder. Abgerundet wurde das Programm durch die Tänzerinnen der Johann-Sebastian Bach Musikschule Leipzig mit den Stücken „Tanz mit mir“ und „Liebestraum“.

Mit dem Erlös werden die Kinder- und Jugendprogramme der Lions wie Kiga plus, Klasse 2000, Lions quest und Erwachsen handeln unterstützt sowie andere soziale Projekte finanziert. – Der Lions Club Markkleeberg bedankt sich bei allen Mitwirkenden und allen Gästen des Abends!

S. K.

Markkleeberger Stadtnachrichten, 01 / 2016, S. 12

Freude an komplizierter Rhythmik

Zum vierten Mal in Folge lud der Christophorus-Kinderchor in der Adventszeit zu einem Nikolauskonzert ein, an dem sich diesmal der Oberstimmenchor der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg bei Leipzig beteiligte.

Die beiden Ensembles begegneten sich zum ersten Mal 2013 anlässlich des Konzerts im Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig, ein Jahr später trafen sie sich in Weimar beim Deutschen Chorwettbewerb wieder. Als die Chöre neulich ihre Kräfte zu einem großen Klangkörper bündelten, fruchtete die gesunde Konkurrenz im feierlichen Konzert am Nikolausabend.

Ein Tag davor traten sie mit demselben Programm in Heidelberg auf, doch das Publikumsinteresse in Altensteig überstieg bei weitem das Zuhöreraufkommen in der Neckarstadt. Die Stadtkirche füllte sich fast randvoll. Zur Freude der Akteure kamen auch viele Kinder mit ihren Eltern.

"In dulci jubilo – nun singet und sei froh" – so betitelte Wolfgang Weible, der Leiter des Christophorus-Kinderchors, das gemeinsame Konzert, in dem Gastgeber und Gäste die stimmungsvollen Werke von Renaissance bis Gegenwart ausnahmslos auswendig vorstellten.

Gesangsfreude und triumphale Kraft des "Te Deum laudamus" von John Purifoy sprudelte gleich am Anfang aus der Stimmenfülle des Gastchores unter Leitung von Detlef Ay, und sie ließ sich auch durch die stark rhythmisierte und dynamisch signifikante Klavierbegleitung (Virginie Ongyerth) des "In dulci jubilo" nicht abbremsen. Erst mit "Maria durch ein Dornwald ging" versetzte Chor die Zuhörer in eine andere, pastellfarbene Stimmung.

Die einheimischen Kinder präsentierten ihre gewohnte Qualität zunächst mit entwaffnend zarten Soli in einer Neubearbeitung des "Ave Maria" von Altmeister Giulio Caccini und im archaisch klingendem, doch modernen "Ubi caritas" von Ola Gjello, sie bezwangen mühelos sowohl den Unisono- und den Oktavengesang als auch die tückisch komplexe Harmonie.

Wenn man bedenkt, dass die elf bis 15 Jahre jungen Sänger ihre Auftritte nach nur einer kurzen Gesamtprobe zwischen den normalen Schulbetrieb einschoben, erreichten sie in ihrer gemeinsamen Interpretation des mehrteiligen Werkes von Benjamin Britten "A Ceremony of Carols" ein erstaunlich hohes, erstklassiges Gesangsniveau.

An der Harfe begleitet von Agnes Märker, die mit einem Intermezzo von Francisco Tarrega eine instrumentale Zäsur zwischen die Konzertteile einschob, hoben beiden Chöre den facettenreichen Programmcharakter der Musik hervor. Sie fanden sich genauso gut zu recht in der gregorianischen, einstimmigen Werk-Umrahmung wie auch in den impressionistischen Winter- und Frühlingsszenen. Im federnden Stimmengewirr klang die fröstelnd schwierige Harmonie sauber und durchsichtig. Es schien, als wollten die Mädchen und Jungen ihre spontane Musikfreude gerade an komplizierter Rhythmik und am Farbenwechsel mit der Harfe ausleben.

Das Publikum honorierte im Stehen die enorme Leistung mit einem donnernden Beifall, in den sich ganz unpassend auch Pfiffe mischten. Vor der Zugabe erschien in der Stadtkirche der Nikolaus mit einer Stippvisite, danach tauchten die Zuhörer noch einmal in ein wunderbar gesungenes "Deo gratias".

von Maria Kosowska-Németh

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.altensteig-wuertt-freude-an-komplizierter-rhythmik.6cacdae2-ee03-40bc-9b8f-593c69007221.html, vom 07.12.2015

Schüler tauchen in dunkelstes Kapitel der Geschichte ein

Nationalsozialismus in Markkleeberg aufgearbeitet

VON ULRIKE WITT

Markkleeberg. Seit 2012 arbeitet der Verein Kulturbahnhof die Zeit des Nationalsozialismus in Markkleeberg auf. Aus Archiven, Fachliteratur, privaten Sammlungen und in Gesprächen mit Zeitzeugen wurden und werden Informationen zusammengetragen. Inzwischen ist ein mobiles, multimediales Archiv entstanden, das Einblicke in die Zeit zwischen 1933 und 1945 gewährt.

In den vergangenen Wochen haben Schüler der achten bis zehnten Klassen des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums die „Erbstücke“ intensiv genutzt. Mehr noch. Die Jugendlichen haben im Geschichtsunterricht geforscht, sind mit ihren Lehrern Petra Weidner und Carsten Müller sowie Schulleiter Ditmar Apel in die Vergangenheit ihrer Heimatstadt eingetaucht. Unterstützt wurden sie dabei von Mandy Gehrt und Johannes Hohaus vom Kulturbahnhof.

„Wir wissen heute vieles, aber längst noch nicht alles“, sagt Gehrt. Reichlich Material liege über das KZ-Außenlager im Equipagenweg vor, wo zwischen August 1944 und Frühjahr 1945 über1500 ungarische Jüdinnen und französische Widerstandskämpferinnen eingesperrt waren. Auch dank Ehrenbürgerin Zahava Stessel, die ihr Schicksal im Buch „Snow Flowers“ festgehalten hat (die LVZ berichtete). Lange unbekannt gewesen sei hingegen, dass es in Markkleeberg Außenstellen der Führerschule und der Reichsschrifttumkammer gab.

Die Schüler haben ihre Erkenntnisse in Leporellos zusammengefasst, die das mobile Archiv wieder ein Stück erweitern. So können Interessierte nachlesen, dass Markkleeberg erst im Januar 1934 auf Betreiben der Nazis aus mehreren selbstständigen Gemeinden gegründet wurde.

Eine Gruppe hat sich dem „Jüdischen Leben zwischen Duldung und Verfolgung“ gewidmet. Sie erzählt die tragische Geschichte der Familie Bamberger, aber auch die von Moshe Georgi, geboren in Gaschwitz, zu Hause in Haifa. Eingeflossen sind Gespräche mit Stefanie Seegermann, Tochter der Bambergers, die im Sommer im Hildebrand-Gymnasium zu Gast war.

Eine andere Gruppe hat sich mit der Zwangsarbeit beschäftigt. „Wer weiß heute schon noch, dass viele Zwangsarbeiter im „Damhirsch“ in Zöbigker untergebracht waren“, sagt Gehrt.

Weitere Gruppen haben sich mit dem Widerstand und unserer Erinnerungs- und Gedenkkultur befasst. „Die meisten Schüler kannten den Gedenkstein im Equipagenweg nicht mal, obwohl sie oft mit dem Rad daran vorbeifahren. Sie haben ihn erst jetzt durch unsere Arbeit bewusst wahrgenommen“, erklärt Gehrt. Geschichtslehrer Müller hat mit den Zehntklässlern im November das KZ Buchenwald besucht. „Das mobile Archiv war für die Vorbereitung ein wichtiger Baustein“, betont er.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesprogramm „Demokratie leben“, vom Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen – Für Demokratie und Toleranz“, der Kulturstiftung des Freistaates und dem Landkreis Leipzig.

Leipziger Volkszeitung, 08.12.2015, S.19

Festliche Musik in Großstädteln

Chor des Hildebrand-Gymnasiums gibt Konzert in Kirche

Markkleeberg. Der Jugendchor des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums in Markkleeberg, Patenchor des Dresdner Kammerchores sowie Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Chorwettbewerbe, singt am Sonnabend um 17 Uhr in der Großstädtelner Kirche.

Unter dem Motto „Kindelein zart“ erklingen Motetten, geistliche Chorlieder und bekannte deutsche Advents- und Weihnachtsweisen aus der Renaissance, dem Frühbarock und der Romantik.

Auf dem Programm stehen vier- bis achtstimmige Werke für Gemischten Chor von Schütz, Mendelssohn, Reißiger und Brand, Bearbeitungen von Wüllner, Träder, Wolters, Hempfling und Buchenberg. Die Leitung hat Sven Kühnast. Der Eintritt ist frei. Eine Kollekte ist willkommen und damit gern gesehen.

Der Jugendchor gehört zu den renommiertesten in Deutschland. Die 70 Mitglieder lernen am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium im vertieft musischen Bereich. Das bedeutet zusätzlich Unterricht in Gesang, Klavier, Musiklehre, Musikgeschichte, Ensemblemusizieren und Chordirigieren. Die Sängerinnen und Sänger sind zwischen 16 und 18 Jahre alt.

Nachdem der Chor 2014 auf Konzertreise in Italien und Rumänien war, gastierte er im Sommer in Norddeutschland. Für nächstes Jahr hat er schon eine Einladung nach Frankreich. Vielbeachtete Konzerte gab es mit dem Dresdner Kammerchor, in der Thomaskirche, im Gewandhaus und zum Bachfest in Leipzig. Auch durch Fernsehauftritte hat der Markkleeberger Jugendchor längst deutschlandweit sein Publikum gefunden. uw

Leipziger Volkszeitung, 07.12.2015, S. 17

Mahnwache im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 9. November, dem Datum der Reichspogromnacht, gedachten Oberbürgermeister Karsten Schütze, Staatsministerin Petra Köpping, Landtagsabgeordneter Oliver Fritzsche und viele Bürgerinnen und Bürger vor den Stolpersteinen für Olla und Ludwig Bamberger den Opfern des Nationalsozialismus.

Das Gebäude Hauptstraße 3 war der letzte frei gewählte Wohnort der Familie Bamberger, die in Leipzig am Augustusplatz ein Herrenkonfektionsgeschäft besaß und in der Pogromnacht 1938 ihre Existenz und kurze Zeit später auch ihr Heim verloren. Ludwig Bamberger starb 1942 in Theresienstadt, Olla Bamberger 1944 in Auschwitz.

Die beiden Stolpersteine wurden gereinigt, Kerzen aufgestellt und weiße Rosen niedergelegt. Schülerinnen der Rudolf-Hildebrand-Schule musizierten, verlasen Texte ihrer Recherchen zum jüdischen Leben in Markkleeberg und die Kindheitserinnerungen von Steffi Segermann, geborene Bamberger, die durch einen Kindertransport nach England vor der Deportation gerettet werden konnte. Die Schülerinnen hatten Frau Segermann am 1. Juli 2015 zum historischen Symposium des Markkleeberger Gymnasiums kennengelernt, welches im Rahmen der Leipziger Jüdischen Woche stattfand.

Oberbürgermeister Karsten Schütze sprach sich an dem Abend für Toleranz im Miteinander, gegen Antisemitismus und Rassismus aus.

Die Stolpersteine für Olla und Ludwig Bamberger wurden 2010 durch ein Projekt der Schüler des Berufsschulzentrums 2 Leipzig initiiert.

Anke Meyerle

Markkleeberger Stadtnachrichten, 12 / 2015, S. 6

Schüler werden Lebensretter

Unsere Schüler sollen in der Lage sein, Leben zu retten. Deshalb wurde auch in diesem Schuljahr am 23.September für alle Schülerinnen und Schüler der achten Klassen der Rudolf-Hildebrand-Schule in der „Woche der Wiederbelebung“ ein 90-minütiger Wiederbelebungskurs organisiert. Ein fünfköpfiges Fachkräfteteam des Elisabeth-Krankenhauses Leipzig unter Leitung des ärztlichen Direktors Dr. Jörg Raumanns führte diese Veranstaltung durch.

In den ersten 45 Minuten wurden den Schülern vor allem theoretische Hintergründe durch Wort, Bild und Film vermittelt. Anschließend wurden praktische Fähigkeiten trainiert. Wie bringe ich einen Verletzten in eine stabile Seitenlage? Was ist bei Herzstillstand oder / und bei fehlender Atmung eines Verletzten zu tun? Solche und ähnliche Fragen wurden theoretisch und praktisch beantwortet. Die richtigen Sofortmaßnahmen steigern die Überlebenschancen der Betroffenen um ein Vielfaches. So versuchten zum Beispiel alle Schüler, eine richtige Herzdruckmassage an den „bewusstlosen“ Dummys erlernen.

Natürlich ist es keinem Schüler zu wünschen, dass er sich plötzlich in einer Situation befindet, bei der er einen Menschen wiederbeleben soll. Aber durch diesen Kurs sind unsere Schüler nun in der Lage, eine Reanimation durchzuführen. Dafür bedanken sich Schüler und Lehrer der RHS besonders bei dem Team des Elisabeth-Krankenhauses.

Thomas Kaiser

Markkleeberger Stadtnachrichten, 11 / 2015, S. 13

Der Förderverein "Freunde der Rudolf-Hildebrand-Schule e.V."

Markkleeberger Stadtjournal 19 / 2015, S. 4/5

Konzertlesung mit Stephan Krawczyk

Mehr als 200 Schüler des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums Markkleeberg erlebten gestern den Liedermacher und Schriftsteller. Im Rahmen eines Projektes zur Aufklärung über Rechtsextremismus der Bundeszentrale für politische Bildung stellte er sein Buch „Mensch Nazi“ in der Aula vor. Anschließend wurde gemeinsam diskutiert.

Leipziger Volkszeitung, 23.09.2015, S. 24

Foto: Andre Kempner / LVZ

Lehrergesundheit steht im Mittelpunkt

Markkleeberg. Premiere: Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres dreht sich morgen im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium alles um die Gesundheit der Lehrer. Im Rahmen des ersten, gemeinsam mit der Sana Klinik Borna organisierten Pädagogischen Tages informieren Chefarzt und Internist Andreas Klamann, Neurologe Alexander Reinhagen, Naturheilmedizinerin Anke Görgner, Orthopäde und Unfallchirurg Sebastian Katscher sowie Neurochirurg Jochen Helm vor Ort über Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall, Stressabbau mit Hilfe alternativer Medizin und das Volksleiden Rückenschmerz. Da die Theorie bekanntlich gut, die praktische Umsetzung für die Prävention aber weit wichtiger ist, stehen auch Entspannungsübungen auf dem Programm.

Leipziger Volkszeitung, 19.08.2015, S. 22

Erinnern an gestern für heute und morgen

Historisches Symposium am 1. Juli an der Rudolf-Hildebrand-Schule anlässlich der Leipziger Jüdischen Woche 2015

Der Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg, Karsten Schütze, und der Schulleiter der Rudolf-Hildebrand-Schule, Ditmar Apel, begrüßten anlässlich einer Kooperationsveranstaltung des Gymnasiums mit der Ephraim Carlebach Stiftung Überlebende des Holocaust und deren Familienangehörige – die mittels des Leipziger Besuchsprogramm zu den Wurzeln ihrer Familien zurückfanden -– an diesem Tag in der RHS.

Gemäß dem Motto „Denn sie waren unsere Nachbarn“ waren Schüler des diesjährigen Abiturjahrganges im Vorfeld der Veranstaltung auf Entdeckungstour durch Leipzig und Markkleeberg unterwegs. Lena Herrmann, Anahi Klimpel, Chiara Reder und Markus Schlegel baten dabei Personen des öffentlichen Lebens um Interviews.

Der Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg, Karsten Schütze; die Leiterin des Stadtarchivs Leipzig, Dr. Berger; die stellvertretende Direktorin des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, Frau Dura und die Geschäftsführerin der Ephraim Carlebach Stiftung Leipzig, Dr. Plowinski verdeutlichten darin jeweils beispielhaft, welch hohen Stellenwert sie einer lebendigen Erinnerungskultur beimessen.

Was die beiden Abiturienten Robert Schwartz und Ulrich Golle mit ihrer Kamera dabei aufzeichneten und im Nachhinein medial aufwändig bearbeiteten, stellte den jüdischen Gästen in zwei sehr beeindruckenden Filmsequenzen Leipzig und Markkleeberg als zwei prosperierende Städte vor. „Boomtowns“ entführte sie emphatisch auf die „Straßen von gestern und heute“, an Wohn- und Wirkungsstätten ehemaliger jüdischer Mitbürger, die in der Vergangenheit zum wirtschaftlichen Reichtum der Städte beitrugen, sich sozial engagierten und dennoch in der Zeit des Nationalsozialismus Verfolgung und Vernichtung erfuhren.

Darauf verwiesen Anahi Klimpel und Chiara Reder auch in ihrem sich anschließenden Referat, welches noch einmal die wechselvolle Geschichte der derzeit 825 Jahre bzw. 1000 Jahre Ersterwähnung feiernden Städte Markkleeberg und Leipzig unter besonderer Berücksichtigung des Wirkens jüdischer Mitbürger umriss.

Markus Schlegel und Lena Herrmann moderierten im Folgenden geschickt durch die Abfolge der diesbezüglichen Fachbeiträge der Schüler der Kursstufe 11.

Mit Engagement, aber auch verbunden mit einer gehörigen Portion Aufregung stellten Lina Janko, Nina Pressler, Paul Seyfried, Paula März, Alexander Hennig und Lucas Ferstl ihre Rechercheergebnisse dar. Liv Lippert und Josefine Lindner konnten leider aufgrund der fortgeschrittenen Veranstaltungszeit im 1. Teil nicht mehr zu Wort kommen, sie werden Gelegenheit bekommen, ihren vorbereiteten Fachbetrag im Herbst öffentlich darbieten zu können.

Frau Götz, Musiklehrerin an der RHS, und die Schülerinnen Nina Pressler und Lina Janko erinnerten gemeinsam auf musikalische Weise an das Wirken des von den Nazis diffamierten ehemaligen Gewandhauskapellmeisters Felix Mendelssohn Bartholdy.

In zwei beeindruckenden Videoclips erfuhr auch das Lebenswerk des ehemaligen jüdischen Leipziger Mitbürgers und Ehrenpräsidenten der Ephraim Carlebach Stiftung Rolf Kralovitz Würdigung, der leider am 21. Juni 2015 im Alter von 90 Jahren in Köln verstorben ist. Dessen Aussage: „Ein Mensch ist erst dann endgültig tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“ war seit November 2014 Leitmotiv für die inhaltliche Ausgestaltung des Symposiums gewesen.

In der sich nun anschließenden Veranstaltungspause trugen sich die jüdischen Gäste in das Gästebuch der Stadt Markkleeberg ein. Die Zeit für Imbiss und individuelle Begegnungen verflog rasch.

Im sich anschließenden zweiten Veranstaltungsteil schilderten die jüdischen Gäste gemäß den von Anahi Klimpel rezitierten und instrumental von Isolde Dressler begleiteten Verszeilen eines Gedichtes von Hans Sahl „Wir sind die Letzten. Fragt uns aus...“ ihr Schicksal in der Zeit des Nationalsozialismus.

Befragt von der Geschäftsführerin der Ephraim Carlebach Stiftung, Dr. Plowinski, schilderte Stefanie Segermann, die Tochter des von den Nationalsozialisten ermordeten Ehepaares Olla und Ludwig Bamberger, das Familienschicksal. Der letzte frei gewählte Wohnsitz ihrer Eltern befand sich in der heutigen Markkleeberger Hauptstraße 3. Sehr berührend erzählte sie von ihrer Kindheit in Leipzig. Stefanie war 11 Jahre alt, als sie zwei Monate vor Kriegsausbruch 1939 von Leipzig nach England auf einen Kindertransport geschickt wurde. Die Eltern wollten in drei Monaten nachkommen, doch sie haben es nicht mehr geschafft. Beide fanden im Konzentrationslager Theresienstadt den Tod. Stefanie Bamberger heiratete nach dem 2. Weltkrieg in England und kam mit ihrem Mann ein Jahr nach der Staatsgründung nach Israel. Die ersten anderthalb Jahre lebten sie in Zelten. Heute lebt sie im Kibbuz KFAR-Blum im Norden Israels an der libanesischen Grenze. Der Enkelsohn von Frau Segermann wird uns das überarbeitete Manuskript ihres Veranstaltungsbeitrages aus Israel noch zustellen. Dafür bzw. an einer ins Deutsche übersetzten Fassung können Interessierte mit dem Oberbürgermeisterbüro Markkleeberg per Mail Kontakt aufnehmen: evelin.mueller@markkleeberg.de oder per Telefon: (03 41) 35 33 209.

Mindestens genauso ergreifend fanden die Zuhörer den Beitrag und auch die Vitalität der aus Los Angeles selbstständig angereisten 93-jährigen Eva Wechsberg, Tochter des jüdischen Leipziger Arztes Dr. Hans Abelson, die u.a. akzentfrei Englisch und Deutsch spricht. Eva Abelson war 16 Jahre alt, als die große Leipziger Synagoge brannte. Ihr Vater war ein engagierter Zionist, zwischenzeitlich Präsident des Kulturbundes Deutscher Juden in Leipzig, der sich sehr für von Berufsverbot betroffene jüdische Künstler einsetzte. Die Familie schaffte es glücklicherweise, rechtzeitig in die USA zu emigrieren.

Zahlreiche weitere jüdische Gäste verfolgten gespannt die Lebenserinnerungen ihrer Leidensgenossinnen im Podium, konnten aufgrund der zeitlichen Begrenztheit der Veranstaltung erst im Rahmen anderer Veranstaltungen – u.a. der Carlebach Stiftung – an den Folgetagen zu Wort kommen.

An das Engagement ihrer ehemaligen Schüler bezüglich der Stolpersteinverlegung für die Familie Bamberger in der Hauptstraße 3 erinnerte Frau Dr. Schulz, stellvertretende Schulleiterin an der Oberschule Kitzscher, in einem emotional ergreifenden abschließenden Beitrag.

Ein eindrucksvolles, mehrstündiges Symposium ging am Nachmittag dem Ende entgegen. Großer Respekt gebührt den Ausführenden – u.a. stellt dies ein sehr niveauvolles Abschiedsgeschenk der genannten Abiturienten an ihre Schule dar. Dank gilt auch den geladenen Gästen und Zuhörern, sich an diesem Tag der Geschichte gestellt, ja dafür Anstrengungsbereitschaft gezeigt zu haben

– für das ERINNERN AN GESTERN FÜR HEUTE UND MORGEN.

Evelin Müller / Büroleiterin OBM

Petra Weidner / Tutorin, Lehrerin Geschichte

Markkleeberger Stadtnachrichten 08 / 2015, S. 13

Markkleeberger Schüler besuchen TU Chemnitz

Markkleeberg. Premiere: 25 Zehntklässler des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums haben das neue Reiseangebot "Wunderland Physik" der Technischen Universität und Jugendherberge Chemnitz genutzt. Einen Tag lang konnten die Gymnasiasten im TU-Labor forschen.

Leipziger Volkszeitung, 09.07.2014, S. 19

Jüdisches Leben – Markkleeberger Schüler gehen auf Spurensuche

Historisches Symposium im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium mit Zeitzeugen des Holocaust

Von Ulrike Witt

Markkleeberg. „Ein Mensch ist erst endgültig tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“ Dieser Satz des kürzlich mit 90 Jahren verstorbenen Leipziger Juden Rolf Kralovitz war gestern der Leitfaden des historischen Symposiums im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium. Im Rahmen der Jüdischen Woche erinnerten Schüler der Klassenstufen 11 und 12 sowie Zeitzeugen an jüdisches Leben in Leipzig und Markkleeberg.

„An unserer Schule ist es Tradition, dass wir uns jedes Jahr einem bestimmten Thema intensiv widmen“, erklärte Schulleiter Ditmar Apel. Diesmal machten sich die Mitglieder des Leistungskurses Geschichte, betreut von Lehrerin Petra Weidner und der Ephraim Carlebach Stiftung, auf Spurensuche, im Fokus die Verfolgung und Vernichtung von Menschen jüdischen Glaubens während der Nazizeit.

Nach acht Monaten Arbeit stellten sie ihre Beiträge vor. Schwerpunkte dabei waren 850 Jahre Leipziger Messe, die von jüdischen Unternehmern ganz wesentlich geprägt wurde, das Wirken jüdischer Ärzte, jüdische Musikkultur am Beispiel von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Pogromnacht vom 9. November 1938, in der Synagogen und hunderte jüdische Geschäfte brannten, die Wurzeln des Holocaust und jüdische Friedhöfe in Leipzig. Vieles wurde eindrucksvoll in Bild und Ton unterlegt.

Unter den Zeitzeugen war Stefanie Seegermann aus Israel. Ihre Eltern, Olla und Ludwig Bamberger, Älteren durch das Kaufhaus Bamberger & Hertz bekannt, hatten in der Hauptstraße 3 in Markkleeberg ihren letzten frei gewählten Wohnsitz, bevor sie in Judenhäuser umziehen mussten und im September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden. Ludwig Bamberger starb im gleichen Jahr, seine Frau 1944.

„Was die Schüler vortragen, berührt mich sehr“, sagte Seegermann. Verwundert war sie indes über die Stolpersteine vor der Villa, die sie mit ihrer Familie dieser Tage besucht hat. „So etwas habe ich noch nie gesehen, aber ich habe sie gleich geputzt“, berichtete sie.

Im zweiten Teil des Symposiums beantworteten Stefanie Seegermann und Eva Wecksberg, Tochter des Arztes Dr. Hans Abelson, heute in den USA zu Hause, Fragen der Schüler. Alexander Hennig, 17, der sich mit der Reichspogromnacht befasst hatte, meinte: „Wir müssen uns fragen, was wir tun können, damit so etwas nie wieder passiert.“

Lob gab es von Roman Schulz, Sprecher der Bildungsagentur: „Es gibt nur wenige Schulen, die sich über Jahre so kontinuierlich mit historischen Themen auseinandersetzen, wie das im Hildebrand-Gymnasium gemacht wird.“

Leipziger Volkszeitung, 02.07.2015, S. 18

Gold und Silber beim Landesfinale

Mit Gold und Silber dekoriert kehrten die Jungen und Mädchen von der RHS vom Landesfinale aus Dresden heim. In den Reigen der erfolgreichen Basketballer wollten sich auch unsere Jüngsten mit tollen Ergebnissen einordnen. Die Mädchen der RHS spielten Jeder gegen Jeden, die Jungen in 2 Dreierstaffeln. Die ersten Gegner waren die Teams aus Dresden. Unsere Jungen hatten am Anfang Probleme beim Treffen, gewannen aber sicher 26:16. Unsere Mädchen zeigten von Beginn an ihre spielerische Klasse. Zweite Runde: beide Teams spielten. Unsere Jungen schlugen die Plauener 33:9.

Unsere Mädchen starteten souverän gegen die Basketballerinnen vom Sportgymnasium Chemnitz. Immer wieder Cut – Einwurf – Einwerfer zieht zum Korb – bekommt den Ball und versenkt diesen im Korb. Tolle Verteidigung und das Ganze aus dem Spiel wie vorher. Doch leider reichten Kraft und Konzentration nicht bis zum Schlusspfiff und wir verlieren das Spiel 15:18. Schade. Unsere Jungen spielen um den Einzug ins Finale gegen die Jungen von der Sportoberschule Chemnitz. Daniel, Jakob und Keith spielten taktisch klug: Freilaufen – Pass – gleich wieder Pass auf den Passgeber oder den dritten Spieler – Dribbling zum Korb und hinein mit dem Ball. Unser diszipliniertes Spiel endete mit einem sicheren Sieg 33:15. Finale. Unsere Mädchen besiegten die nächsten Gegner aus Ottendorf 23:15 und Mittweida 32:6 jederzeit spielerisch überzeugend. Silber hinter dem Sportgymnasium und vor Ottendorf war der Lohn.

Für unsere Schule spielten Konstantin Runkel, Keith Kretschmar, Jakob Rotermund, Florian Thome, Mika Winne, Lena Bent, Hannah Recknagel, Katherina Faber, Celina Wegener, Lilly Boerl. Nach starker Gegenwehr gelang unseren Jungs der Sieg spielerisch überlegen gegen die Basketballer vom Rottluf-Gymnasium Chemnitz. Das kleine Finale gewannen die Sportoberschüler aus Chemnitz. Unsere Nachwuchsschiedsrichter durften ihre guten Leistungen im Landesfinale unter Beweis stellen. Paul Wefelscheid, Julius Hoge und Constantin Loll bekamen viel Lob. Auch hierauf sind wir sehr stolz.

Tolle Leistungen und dafür viele Glückwünsche !

Detlef Mallast / Sportlehrer und Coach

Markkleeberger Stadtnachrichten 07 / 2015, S. 19

Jüdische Woche: Es geht um Familie Bamberger

Anlässlich der Jüdischen Woche findet im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium heute von 10 bis zirka 14 Uhr ein Symposium statt. Unter dem Titel „Auf Spurensuche: Jüdisches Leben in Leipzig und Markkleeberg am Beispiel der Familie Bamberger“ präsentieren Schüler Projektarbeiten und begrüßen die Zeitzeugin Steffi Segermann aus Israel. Mit ihren Eltern Olla und Ludwig Bamberger sowie Bruder Henri hatte sie bis zur Deportation in Markkleeberg gelebt. Mit weiteren Zeitzeugen wird sie sich im Beisein von OBM Karsten Schütze ins Gästebuch der Stadt eintragen. Kerstin Plowinski von der Ephraim Carlebach Stiftung moderiert die öffentliche Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.

Leipziger Volkszeitung, 01.07.2015, S. 22

Caritas Kinder- und Jugenddorf wird 20

Großes Fest mit Freunden und Nachbarn am 4. Juli

Markkleeberg. Das Caritas Kinderund Jugenddorf feiert 20. Geburtstag. Mit Wegbegleitern, Freunden, aktuellen und ehemaligen Bewohnern soll am 4. Juli ein großes Fest mit Gottesdienst und Bühnenprogramm in der Kinderdorfstraße steigen. Zur Live-Musik, die eine Schülerband vom Rudolf-Hildebrand-Gymnasium Markkleeberg sowie „Peaceman & the Gang“ und „Random for a Day“ von der Musikschule Leipzig spielen, seien nach 19 Uhr dann auch Nachbarn und interessierte Markkleeberger eingeladen, so Kinderdorfleiterin Gabriele Fleck-Hartmuth. Die ersten Pläne, ein Kinderdorf in Markkleeberg zu errichten, habe es 1991 gegeben, berichtet sie. In der Leipziger Propsteigemeinde seien damals ein Förderverein gegründet und Spenden für den Bau gesammelt worden. Drei Jahre später, nachdem die Stadträte von Leipzig und Markkleeberg zugestimmt hatten und ein Trägerverein mit dem Caritasverband des Bistums Dresden-Meißen ins Leben gerufen worden war, setzte Weihbischof Georg Weinhold den ersten Spatenstich. Im Sommer 1995 konnte das erste Haus bezogen werden, im Herbst des gleichen Jahres das zweite. 2002 und 2007 wuchs das Kinderdorf um zwei weitere Häuser. Über 100 Kinder fanden bislang hier ein Zuhause. „Heute haben wir 23 Plätze für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren, die aus unterschiedlichsten Gründen vorübergehend oder dauerhaft nicht bei ihren Eltern leben können“, sagt Fleck-Hartmuth. Träger ist der Caritasverband Leipzig. Rund um das Kinderdorf wächst seit 2014 eine neue Einfamilienhaussiedlung. Im Rahmen des Festes soll eine der neuen Straßen, die Kolpingstraße, auf Initiative von Martin Gunkel, lange Jahre Vorsitzender des Trägervereins, gesegnet werden. uw

Leipziger Volkszeitung, 27. / 28.06.2015, S. 23

Schüler aus Rumänien und Amerika in Markkleeberg

Leipziger Volkszeitung, 25.05.2015, S. 19

Ein sehr guter Jahrgang ...

Ebenfalls der schulischen Arbeit verdankt sich der nächste Beitrag. Die Rudolf-Hildebrand-Schule in Markkleeberg bei Leipzig bietet, wie ihre Homepage informiert, eine vertiefte musische Ausbildung mit dem Schwerpunkt Chorgesang. Diese Spezialisierung merkt man dem über 60 Personen starken Gemischten Chor der Schule in jedem Stück an. Sven Kühnast kann am Pult aus dem Vollen schöpfen und tut es auch. Unter seinem inspirierenden Dirigat singen die Schüler ein langes und vielfarbiges Programm, das von homophonen Sätzen bis hin zu anspruchsvolleren motettischen Kompositionen reicht. Auch Klangexperimente, wie die Arbeit mit Clustern oder Sprechimprovisation, gelingen punktgenau und überzeugend. Kühnast versucht immer wieder, wenn auch nur teilweise mit Erfolg, mehrere Stücke zu einer Einheit zusammenzubinden. Doch der begeisterte Zwischenapplaus bricht sich immer wieder Bahn. (Liebes Publikum, man klatscht nicht, solange die Hände des Dirigenten oben sind.) Mit Brahms' „Guten Abend, gut' Nacht" und einer Mendelssohn-Motette klingt der berührende Auftritt der Markkleeberger Schüler aus. Wenn man das hört, ist einem um die Zukunft der Chormusik nicht bange.

Benedikt Leßmann

unisono - Zeitschrift des Sächsischen Chorverbandes e.V. 01 / 15, S. 4

Bundesfinale mit RHS

Ein Traum wurde wahr und unsere Basketball-Mädchen Lilli Reif, Sophia Schlücker, Marlene Würz, Hannah Steinke, Nadja Stiller, Chiara Naumann, Elisabeth Wallner, Lilli Weber und Felicitas Faber spielten in Berlin gegen die besten Teams aus Deutschland. Sportlich wurden wir 15. mit einem 21:8 Sieg gegen Bremen. Unsere Erlebnisse mit dem Bahnstreik, dem Besuch des Friedrichstadt Palastes, Shopping, Fernsehturm bei Nacht und dem Bundestagsbesuch mit unserer Abgeordneten Frau Lazar werden nachhaltig wirken. Auf unserer RHS Seite könnt ihr in Wort und Bild alles nach erleben. Einen Super-Dank meinen tollen Mädels.

Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten, 06 / 2015, S. 21.

Kleine Volleyballerinnen der RHS ganz gross

Unsere jüngsten Volleyballerinnen wurden im Finale Leipzig Zweite und durften zum Landesfinale.

Mit den fünf Siegern der einzelnen Bildungsagenturen Sachsens wollten wir im Kampf um die Medaillen nicht nur zuschauen. Gleich im ersten Gruppenspiel gegen den Leipziger Sieger vom Thomas-Gymnasium sollte Revanche genommen werden. Wir wollten gewinnen. Hoch motiviert, auf hohem technischen Niveau und mit taktisch klugem Spiel beider Teams verließen wir 2:0 (18,22) das Parkett als Sieger. Gleich danach war Plauen unser Gegner. Die Mädchen vom LessingGymnasium waren der erwartet schwere Gegner. Der erste Satz wurde 25:21 gewonnen. Doch die beiden folgenden gingen an die Lessingmädchen (29:31; 9:15).

Die Mädchen vom Thomas-Gymnasium gewannen gegen Plauen 2:0 und sicherten uns den ersten Platz in der Vorrunde. Das Halbfinale. Wir spielten technisch sauber, kämpften, hatten auch ein bisschen Glück und gewannen 2:0 gegen die Zittauer Mädchen vom WeiseGymnasium. Finale – gegen die absolut beste Mannschaft aus Brand-Erbisdorf. Die Mädchen vom Cotta-Gymnasium zelebrierten Volleyball und gewannen verdient Gold.

Wir – Annika Bata, Katharina Klang, Lucy Bouvet, Jule Narevski, Selina Wadewitz, Annika Kubiak und Sarah Dittmann – wurden mit Silber belohnt. Bronze ging an die Mädchen vom Thomas Gymnasium.

Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten, 06 / 2015, S. 21.

Schulen bekommen bis Ende Juni neue Computer

Markkleeberger Stadtrat gibt 570000 Euro für Grundausstattung der Informatikkabinette frei

Von Ulrike Witt
Markkleeberg. Die Markkleeberger Schulen können aufatmen, ihre schrottreife Computertechnik wird noch vor Schuljahresende ausgetauscht. Der Stadtrat hat diese Woche Hard- und Software bei der Leipziger netzwert GmbH in Höhe von fast 570000 Euro bestellt.
Wie berichtet, sind die im Zuge der Medienoffensive Schule, kurz Medios, 2004 angeschafften Computer, wie das Projekt selbst, überholt. Kurz vor dem Medios-Aus im Sommer 2014 hatte der Stadtrat die schrittweise Neuausstattung beschlossen. In der Phase 1 geht es jetzt um die Grundausstattung der vier Grundschulen, der Oberschule und des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums, "zwingend notwendig für die Absicherung des Informatikunterrichtes in den Kabinetten", wie Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) betonte. In den nächsten Jahren sollen dann in Phase 2 und 3 die Wünsche der Schulen in Abhängigkeit der finanziellen Möglichkeiten der Stadt berücksichtigt werden.
Dass die Computertechnik ein Muss ist, war am Mittwochabend im Großen Lindensaal unstrittig. "Aber warum fordern 24 Firmen die Ausschreibungsunterlagen an, und letztlich gibt nur netzwert ein Angebot ab?", wollte nicht nur Nele Werner (Linke) wissen. Viele IT-Firmen wollten nur Computer liefern, trauten sich die geforderte Installation und Vernetzung nicht zu, hieß es von der Verwaltung zum Erstaunen vieler.
"Wir haben Bauchschmerzen bei nur einem Angebot. Vielleicht hätte die Ausschreibung aufgehoben werden müssen", gab Gerhard Pötzsch (CDU) zu bedenken. Sein Fraktionskollege Christian Funke fühlte sich überfahren, er hätte vorab mehr über die technischen Details erfahren wollen. Funke hakte noch in puncto Bewirtschaftungskosten nach. Thomas Wales, im Rathaus für Kitas und Schulen zuständig, sprach von 50000 bis 60000 Euro pro Jahr für alle sechs Markkleeberger Schulen.
Schütze betonte: "Wir haben uns auch geärgert, dass nur ein Angebot eingereicht wurde. Wir hatten mit der Erarbeitung der Ausschreibung extra eine erfahrene Fachfirma beauftragt, weil wir im Rathaus eben nicht über das Fachwissen verfügen. Es wurde auch über die Aufhebung der Ausschreibung nachgedacht, aber die Schulen brauchen schnell neue Technik und netzwert hat Referenzen vorzuweisen." Letztlich ging der Beschluss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung durch.

Leipziger Volkszeitung, 18./19.04.2015, S. 27

Gedenkweg erinnert an Todesmarsch

Leipzig / Markkleeberg. An den Todesmarsch der Zwangsarbeiterinnen zur Räumung des Markkleeberger Außenlagers des Konzentrationslagers Buchenwald erinnert Montag ein Gedenkweg. Auf der acht Kilometer langen Strecke von Markkleeberg nach Leipzig-Stötteritz würden die Namen der 1250 ungarisch-jüdischen und 250 französischen Frauen verlesen, die in der Nacht des 13. April 1945 in Richtung Theresienstadt getrieben wurden, teilte der Verein „Notenspur“ gestern mit. Wie berichtet, geht der Anstoß für das Projekt auf Markkleeberger Gymnasiasten zurück, die das Buch Snow Flowers (deutsch: Schneeblumen) von Zahava Stessel, einer Überlebenden des Lagers, übersetzt hatten. Die 85-Jährige lobte den Gedenkweg. Die Namen zu verlesen sei „besonders bewegend, wenn man bedenkt, dass wir nur als Nummern genannt wurden“, so Stessel. Der Gedenkweg startet 19 Uhr am Standort des ehemaligen KZ-Außenlagers im Equipagenweg, endet gegen 22.30 Uhr. An 19 Stationen sollen auch Lieder erklingen, die die Häftlinge einst gesungen haben. lvz

Leipziger Volkszeitung, 11.04.2015, S. 20

Silber – Fahrkarte zum Bundesfinale

Am 4. März startete die Mädchen Basketball Mannschaft WK 2, bestehend aus Chiara Naumann, Hannah Steinke, Marlene Würz, Felicitas Farber, Sophia Schlücker, Elisabeth Wallner, Nadja Stiller, Lilli Weber und Lilli Reif, im Landesfinale Jugend trainiert für Olympia. Zusammen mit den Jungen der OS Markkleeberg, die sich ebenfalls für den Wettkampf qualifiziert hatten, fuhren sie nach Chemnitz in die Richard-Hartmann-Halle.

10.30 Uhr begann dann schon das erste Spiel gegen Bautzen. Am Anfang war es ein knappes Spiel. Allerdings wurde es dann schnell deutlich, dass unsere Mädels hier überlegen waren und das Spiel so 42:18 gewannen. Doch nichts mit Belohnungspause, denn gleich danach ging es auf ins nächste Spiel gegen das Andre Gymnasium Chemnitzer. Dieses Spiel war noch einen ganzen Zacken spannender, denn es war nie eine deutliche Tendenz zu erkennen.

Wer hier mit dem Sieg in der Tasche ins Halbfinale einziehen wird? Am Ende entschied es sich aber zu Gunsten 27:12. Danach gab es erstmal eine kleine Verschnaufpause, bis es in das 3. ebenfalls sehr spannende Spiel gegen Zwickau ging. Die beiden Mannschaften waren gleich stark und schenkten sich nichts, doch allerdings waren die Mädchen der RHS etwas stärker und qualifizierten sich mit einem 31:11-Sieg fürs Finale gegen das Sportgymnasium Chemnitz. Auch wenn es von Anfang an klar war, wer hier am Ende den Sieg mit nach Hause nimmt, gaben die Mädels alles und schlugen sich wacker.

Der Endstand 7:66 klingt zwar etwas ernüchternd, aber gegen ein Team, was öfters zusammen trainiert als die Woche Tage hat, ist das schon eine ordentliche Leistung. Detlef Mallast und Sylvia Schlücker, die beiden Coaches der Mannschaft, waren stolz auf das Team, denn sie haben alles erreicht, was sie erreichen konnten. Ja und diese Silbermedaille war für unsere Mädchen die zusätzliche Fahrkarte zum Bundesfinale.

Lilli Reif / Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten 04 / 2015, S. 20

Nachlese: Unser zwölftes RHS-Ehemaligen-Turnier im Dezember

Erfüllter Traum eines Sportlehrers: Claudius Rotsch (47) und Max Barthel (27) wurden mit einem 84-stimmigen Geburtstagsständchen begrüßt. Unser Lehrerteam, unsere 12er und 84 Ehemalige in 12 Teams trudelten in der zehnten Stunde mit Kind und Kegel in der Mehringhalle ein. Es ist einfach phantastisch, wenn nach 29 Jahren Abi – und weniger – freudestrahlende junge Leute zum Volleyball kommen. Wenn feste, gestandene Größen in allen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, Studenten, alle ehemalige Schüler der RHS und unsere jetzigen 12er und Lehrer sich zum Spiel und Quatschen traditionsmäßig treffen. Unsere Jüngsten wollten auch in diesem Jahr Turnhallenluft schnuppern und nutzten ausgiebig die Turnhalle zum Toben und auch zum Tischtennis spielen.

Gespielt wurde in zwei Fünferstaffeln je einmal 10 Minuten jeder gegen jeden. Um jeden Ball wurde gekämpft, jeder Punktgewinn bejubelt und erst recht der Sieg ausgelassen gefeiert. Dann der Kampf um die vorderen Plätze. Auch hier Leidenschaft und Spannung bis zum letzten Ballwechsel unsere 12er und CoCo and friends sind die Unterliegenden und spielten um Platz 5. Leider zogen unsere 12er den Kürzeren 14:15. Schade. Unseren Vorrundensiegern unterlagen beide im Halbfinale – unsere Lehrer 12:17 und der Sieger des vergangenen Jahres „Eine schrecklich nette Familie“ 11:13. Im kleinen Finale gewannen dann Geburtstagskind Claudius Rotsch, Annett Kühn, Christina Espenhain und Marie, Felix und Papa Jörg Baum gegen die Lehrer mit Angela Halbrock, Sylvia Reichardt, Frank Müller, Roberto Grellert und Ulf Heckel 25:18. Ehrgeiz, Kampf und feine Ballwechsel waren Trumpf im Finale. 25:22 gewannen Carolin und Marlen Wunderlich, Katja und Tobias Uhlig, Jan Gutscher, Paul Arnold, Mirko Schmidt und Karl Kretschmar gegen Alexandra und Thomas Krause, Julia Dittrich, Lisa Graupner, Stefanie Trost, Janine Ceschia, Eric Teske und Robin Wießner. Ich glaube das Ergebnis sagt alles.

Wenn man dann einfach mit einem Kaffee in der Hand in der Halle sitzt und sieht, was so aus den Mädels und Jungs geworden ist, kann man nur sagen:“ Toll, alles richtig gemacht .“

Bernhard Weiß / Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten 02 / 2015, S. 27

„Das Besondere an unserer Schule ist die Vielfalt“

Andrang beim Nachmittag der offenen Tür im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg

Von Ulrike Witt

Markkleeberg. Ende Februar erhalten die Viertklässler ihre Bildungsempfehlung. Höchste Zeit für Eltern und Kinder sich in weiterführenden Schulen umzuschauen. Zahlreiche Markkleeberger, aber auch Leipziger nutzten am Donnerstag den Nachmittag der offenen Tür im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium. Mit drei Profilen – vertieft musisches, naturwissenschaftliches und gesellschaftswissenschaftliches –, moderner Ausstattung und der Lage am Cospudener See zieht die fünfzügige Einrichtung mit 1000 Schülern und 100 Lehrern jedes Jahr Scharen von Interessierten an.

„Unsere Lilly soll entweder hier oder im Freien Gymnasium Zwenkau lernen“, erzählte Familie Mitdank, die im Atrium das Programm studierte, während die Schulchöre ihr Können demonstrierten. Wer wollte, konnte sich auch von Schülerlotsen durchs Haus begleiten lassen.

Informatik, Biologie, Physik, Geografie, Sprachen, Kunst, fächerverbindender Unterricht und Ganztagsangebote wie Kanu – alle Fächer und Projekte wurden von Lehrern und Gymnasiasten vorgestellt, Fragen zum Schulalltag auch von Schulleiter Ditmar Apel beantwortet. „Das Besondere an unserer Schule ist die Vielfalt und dass die Lehrer auf jeden eingehen. Hier kann man sich wohlfühlen“, verkündete Katja aus der 9f neugierigen Besuchern im Chemiekabinett. Familie Wagner aus Markkleeberg schmunzelte. „Wir kennen die Schule schon durch unseren großen Sohn. Die Bedingungen sind gut, die kurzen Wege überzeugend“, erklärte Mutter Kristina. Dieses Jahr soll nun Fabio, neun Jahre, folgen. Weil der Sohnemann gern singt und ein Instrument spielt, liebäugele sie mit dem musischen Profil. Aber das werde wohl nichts. Wer es in die eine Musikklasse pro Jahrgang schaffen will, muss einen Eignungstest bestehen.

Nach zwei Stunden leerte sich das Gymnasium langsam. Und auch diesmal war, wie Schulleiter Apel verriet, die meist gestellte Frage besorgter Eltern: „Reichen die Plätze auch wirklich für alle Markkleeberger Kinder?“

Leipziger Volkszeitung, 24.01.2015, S. 23

Weihnachtsklänge im Völkerschlachtdenkmal: Romantische Chor-Weihnacht am 29. November in der Krypta

Der Jugendchor der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg, Patenchor des Dresdner Kammerchores sowie Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Chorwettbewerbe, singt am Sonnabend, 29. November, um 19:30 Uhr im Völkerschlachtdenkmal Leipzig. In diesem exklusiven Krypta-Konzert erklingen romantische Motetten und bekannte Weisen zum Advent und zur Weihnacht, die er derzeit mit dem Dresdner Kammerchor erarbeitet.

Auf dem gut einstündigen Programm stehen Werke für Gemischten Chor von Mendelssohn, Nössler, Reger, Becker, Loewe, Silcher, Riedel, Bruch, Thiel, Wüllner, Reißiger u.a. - die Leitung hat Sven Kühnast.
Der Jugendchor Markkleeberg gehört zu den renommiertesten Jugendchören Deutschlands, der immer wieder für seinen warmen, transparenten und stilistisch ambitionierten Chorgesang gelobt wird. Die ca. 75 Chormitglieder erhalten auf Wunsch des Sächsischen Ministeriums für Kultus eine vertieft musische Ausbildung mit Schwerpunkt Chorgesang an der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg.
Die SängerInnen und Sänger, mehrheitlich zwischen 15-18 Jahre alt, sehen ihre künstlerische Heimat im klassischen a-cappella-Gesang, singen Literatur aller Epochen, von ein bis zehnstimmiger Besetzung, führen daneben aber auch regelmäßig chorsinfonische Werke auf. Uraufführungen oder deutsche Erstaufführungen moderner Kompositionen ergänzen ihre chorische Arbeit.
Derzeit bereitet sich der Chor u.a. auf sein Gemeinschaftskonzert mit dem Dresdner Kammerchor im Dezember vor, daneben auf Konzerte in Hamburg, Lübeck, Rostock, Wismar und Stralsund. In den vergangenen zwei Jahren konnte der Chor beim Sächsischen Chorwettbewerb mit der höchsten Punktzahl den 1. Platz belegen, Dirigenten wie Erik Sohn (vocalcoach der wise guys) und Hermann Max (Rheinische Kantorei) erarbeiteten mit dem Chor populäre und klassische Chormusik. Konzerte in der Thomaskirche und im Gewandhaus, Einladungen zum Bachfest Leipzig sowie Konzertreisen nach Rumänien und Italien bezeugen ebenfalls die vielfältigen außerschulischen Intentionen des Gemischten Jugendchores in jüngster Vergangenheit.

Tickets zu 10 Euro/8 Euro (ermäßigt) an der Abendkasse (Eingang zur Krypta) ab 18:45 Uhr.

http://www.l-iz.de/Veranstaltungen/B%C3%BChne/2014/11/Voelkerschlachtdenkmal-Romantische-Chor-Weihnacht-58338.html, abgerufen am 24.11.2014

Medizinisches Wissen trifft Kunst

Markkleeberger Gymnasiasten malen für die neurologische Station der Sana-Klinik in Borna

Von Ulrike Witt

Markkleeberg. Eine kleine Einführung in die Anatomie erhielten am Dienstagnachmittag Fünft- und Sechsklässler im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg. Dr. Alexander Reinshagen, Chef-Neurologe der Sana-Klinik Borna, erklärte den Schülern, die sich im Rahmen der Ganztagsangebote der Kunst verschrieben haben, wie ein menschliches Gehirn aufgebaut ist und dass über 100 Milliarden Nervenzellen allein im Gehirn unser tägliches Leben steuern.

Die medizinische Lektion, die dem Lehrplan ein Stück weit vorgriff, hatte einen guten Grund: „Unsere Station sieht derzeit ein bisschen fad aus. Die Wände könnten Farbtupfer gebrauchen. Wir würden uns freuen, wenn Ihr ein paar Bilder von Nerven malen könntet“, rückte Reinshagen mit seinem Auftrag für die Nachwuchskünstler heraus. Er ist nicht der erste Arzt, der in der Hildebrand-Schule Aufträge verteilt. Seit drei Jahren kooperieren die Bornaer Klinik und das Gymnasium, lautet die Devise Fachwissen gegen Kunst. Markkleeberger Schüler haben schon die Entbindungsstation in Borna verschönert, im vergangenen Jahr dann das Zwenkauer Krankenhaus, deren Innere Station ebenfalls zur jetzigen Bornaer Sana-Klinik gehört.

Künstlerisch betreut wird das Projekt von Christiane Herold-Knapp, die in Wachau eine Malschule betreibt. Wie die Schüler ließ sie sich von den imposanten Nerven-Bildern aus dem Internet inspirieren, mit denen Reinshagen seinen Vortrag illustrierte. Bis Juni sollen die Kunstwerke fertig sein und bei einer Vernissage in der Klinik präsentiert werden. Dabei sein wird dann auch wieder Lehrer Carsten Müller, der das Ganztagsangebot im Gymnasium koordiniert.

Leipziger Volkszeitung, 05.10.2014, S. 18

„Noviquatro“ siegt bei Musik-Wettbewerb

Der Jugendchor der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg, Patenchor des Dresdner Kammerchores sowie Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Chorwettbewerbe, singt am Sonnabend, 29. November, um 19:30 Uhr im Völkerschlachtdenkmal Leipzig. In diesem exklusiven Krypta-Konzert erklingen romantische Motetten und bekannte Weisen zum Advent und zur Weihnacht, die er derzeit mit dem Dresdner Kammerchor erarbeitet.

Auf dem gut einstündigen Programm stehen Werke für Gemischten Chor von Mendelssohn, Nössler, Reger, Becker, Loewe, Silcher, Riedel, Bruch, Thiel, Wüllner, Reißiger u.a. - die Leitung hat Sven Kühnast.
Der Jugendchor Markkleeberg gehört zu den renommiertesten Jugendchören Deutschlands, der immer wieder für seinen warmen, transparenten und stilistisch ambitionierten Chorgesang gelobt wird. Die ca. 75 Chormitglieder erhalten auf Wunsch des Sächsischen Ministeriums für Kultus eine vertieft musische Ausbildung mit Schwerpunkt Chorgesang an der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg.
Die SängerInnen und Sänger, mehrheitlich zwischen 15-18 Jahre alt, sehen ihre künstlerische Heimat im klassischen a-cappella-Gesang, singen Literatur aller Epochen, von ein bis zehnstimmiger Besetzung, führen daneben aber auch regelmäßig chorsinfonische Werke auf. Uraufführungen oder deutsche Erstaufführungen moderner Kompositionen ergänzen ihre chorische Arbeit.
Derzeit bereitet sich der Chor u.a. auf sein Gemeinschaftskonzert mit dem Dresdner Kammerchor im Dezember vor, daneben auf Konzerte in Hamburg, Lübeck, Rostock, Wismar und Stralsund. In den vergangenen zwei Jahren konnte der Chor beim Sächsischen Chorwettbewerb mit der höchsten Punktzahl den 1. Platz belegen, Dirigenten wie Erik Sohn (vocalcoach der wise guys) und Hermann Max (Rheinische Kantorei) erarbeiteten mit dem Chor populäre und klassische Chormusik. Konzerte in der Thomaskirche und im Gewandhaus, Einladungen zum Bachfest Leipzig sowie Konzertreisen nach Rumänien und Italien bezeugen ebenfalls die vielfältigen außerschulischen Intentionen des Gemischten Jugendchores in jüngster Vergangenheit.

Tickets zu 10 Euro/8 Euro (ermäßigt) an der Abendkasse (Eingang zur Krypta) ab 18:45 Uhr.

http://www.l-iz.de/Veranstaltungen/B%C3%BChne/2014/11/Voelkerschlachtdenkmal-Romantische-Chor-Weihnacht-58338.html, abgerufen am 24.11.2014

Ralph Grüneberger liest aus Manuskript

Autor stellt Gymnasiasten „Ein Jahr ohne Sommer“ vor / Thema Friedliche Revolution

Markkleeberg. Der Zeitpunkt könnte nicht passender gewählt sein. Anlässlich der Ereignisse vor 25 Jahren in Leipzig beschäftigten sich auch Schüler des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums (RHS) mit dem Thema Friedliche Revolution. Zu Gast war der Schriftsteller und Lyriker Ralph Grüneberger, der aus seinem Manuskript „Ein Jahr ohne Sommer“ las. Noch ist das Buch nicht endgültig fertig, „es fehlen noch 60 Seiten“, erklärte der Autor. Von daher sei es ungewöhnlich, daraus zu lesen. Protagonist der Handlung ist Jesse, der sich am 2. Oktober 1989 spontan dem Zug der Montagsdemonstranten anschließt. Doch nur fünf Tage später, zum Republikgeburtstag, wird er als so genannter Provokateur festgenommen und wegen der Überfüllung der Leipziger Gefängnisse in einem Pferdestall auf dem Agra-Gelände in Markkleeberg festgehalten und verhört. Die Handlung hatte Grüneberger Ende der 90er Jahre bereits als Hörbuch geschrieben, nun soll sie als Roman bis Ende dieses Jahres fertig sein. Die Seiten, die Grüneberger las, sorgten schon nach kurzer Zeit bei den Zuhörern für Beklemmung. „Das ist ja kaum zu glauben“, murmelte ein Schüler. Etliche Menschen in Pferdeboxen zu pferchen, so dass kaum Platz zum Bewegen oder zum Hinsetzen blieb, sei unvorstellbar. Schon zu DDR-Zeiten hatte Grüneberger, der Vorsitzender der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik ist, Gedichte geschrieben, die sich mit der deutschen Geschichte befassten. „Aber viele davon sind erst nach der Wende erschienen, vorher war das unmöglich“, betonte er. Für Schulleiter Ditmar Apel war die Lesung ein Glücksfall. Denn eigentlich, so Grüneberger selbst, lese er erst aus schon gedruckten Texten.„Aber uns war es wichtig, dass er den Schülern verdeutlich, was sich zu der Zeit abspielte“, betonte Apel. jto

Leipziger Volkszeitung, 09.10.2014

Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert

Schau im Hildebrand-Gymnasium eröffnet

Markkleeberg. Das Rudolf-Hildebrand-Gymnasium Markkleeberg widmet sich seit Jahren der historischen Aufarbeitung der DDR-Geschichte. 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution wurde gestern eine neue, die nunmehr vierte, weiter gespannte Ausstellung eröffnet. "Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme - Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert" sind die 20 Tafeln im C-Trakt in der dritten Etage überschrieben, die vom Münchner Institut für Zeitgeschichte, Deutschlandradio Kultur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur präsentiert werden. Dokumentiert sind Umbrüche und Katastrophen, die Generationen geprägt haben - die Urkatastrophe, der Erste Weltkrieg, die Novemberrevolution von 1918, die Weltwirtschaftskrise, der Aufstieg der Nationalsozialisten, der Zweite Weltkrieg und der Holocaust, das Erwachen der Demokratie im Westen nach 1945, die Diktatur im Osten, Volksaufstände, der Kalte Krieg, der Neuanfang 1989 und die Herausforderung Europa.
Vor der Eröffnung nahmen rund 200 Elft- und Zwölftklässler an einem Symposium teil. Professor Bernd Lindner vom Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, der tschechische Journalist und Studentenführer Jan Sicha sowie der Bürgerrechtler und Theologe Wolfram Tschiche schilderten, wie sie die politische Wende erlebt haben. uw

Leipziger Volkszeitung, 30.09.2014, S. 25

Die Ausstellung im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium soll Schüler anregen, über Geschichte nachzudenken. Foto: André Kempner

Hildebrandfest mit Musik und Tanz

Markkleeberg. Morgen wird im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg das traditionelle Hildebrandfest gefeiert. Zudem will der Veranstalter, der Förderverein der Freunde der Rudolf-Hildebrand-Schule, an den 190. Geburtstag des Namensgebers, den 1824 in Leipzig geborenen und 1894 dort auch verstorbenen Germanist, Lehrer, Erzieher und Sprachwissenschaftler Heinrich Rudolf Hildebrand erinnern.
Neben liebgewonnenen Einrichtungen wie dem Schülercafé mit Kaffeehausatmosphäre erwarten die Besucher wieder zahlreiche künstlerische Darbietungen. So werden die diesjährigen Sieger des Hildebrand-Wettbewerbs noch einmal auf der Bühne stehen, Tänzer und Breakdancer der ADTV Tanzschule Thalheim & Spießbach übers Parkett wirbeln sowie Anna Friederike Dajka und Georg Domke mit ihren Gitarren für Stimmung sorgen. Mutige können sich erneut beim Bierkistenklettern, abgesichert von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg, beweisen. Selbstverständlich ist in der Mehringstraße auch fürs leibliche Wohl gesorgt. Los geht das Hildebrandfest morgen um 16 Uhr. uw

Leipziger Volkszeitung 26.09.2014, S. 25

RHS-Eleven zu RoadSense in Leipzig

„Alle 26 Minuten verunglückt ein Jugendlicher im Alter von 15 bis 17 Jahren im Straßenverkehr. Fast die Hälfte der Jugendlichen, die das Unglück nicht überleben, sind Mitfahrer“ (RoadSense). – Road Sense ist ein Verkehrserziehungsprogramm für Schüler der achten Klasse, um zu verstehen, was man als Mitfahrer alles beachten sollte, damit Gefahren erkannt und ausgeschaltet werden. Die Klasse 8 f der RHS Markkleeberg mit unseren Lehrern Herrn Heckel und Herrn Kaiser nahm das Angebot an. Ziel des vierstündigen Aufenthaltes bei Mercedes-Benz war es, uns Jugendliche zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Mitfahrern zu machen, die den Fahrer auf seine Fehler aufmerksam machen und ihn im Straßenverkehr unterstützen. Unser Programm war sehr gut geplant. Nach der Begrüßung wurden wir mit einem traurigen Film, der uns zeigen sollte, was im Straßenverkehr passieren kann (aber nicht muss), in das Thema ein- geführt. Danach begannen die praktischen Übungen. Was bedeutet, dass wir selbst ans Steuer sollten. Manchen fiel es leichter und manchen schwerer, sich in die Rolle des Fahrers zu versetzen, doch durch die netten, speziell geschulten Fahrlehrer wurde die Angst, etwas falsch zu machen, schon ein ganzes Stück geringer. Vieles wurde anschaulich erklärt, durch zum Beispiel Schaumstoffbälle im Auto oder Masken, die man als Beifahrer aufsetzen musste, um „blind“ mitzufahren. So bekamen wir zu sehen und zu spüren, was mit ungesicherter Ladung passiert, wenn man scharf bremst. Außerdem wurden wir getestet, welchen Mitschülern am Steuer wir gut vertrauten und welchen nicht. Im Anschluss einer Pause mit Brezeln und Apfelschorle bzw. Wasser führten wir eine Gruppendiskussion, in der Erlebnisse erzählt, Gefühle beim Mitfahren beschrieben und spektakuläre Verkehrsszenen selbst ausgedacht wurden. Schließlich durften wir das Sicherheitslabor besuchen, in dem wir mit Brillen gezeigt bekamen, wie es sich anfühlen muss, betrunken zu sein und uns erklärt wurde, was eigentlich der tote Winkel ist. Zum Schluss wurden ein paar Mädchen und Jungen unserer Klasse in ein Auto gesetzt, das maschinell auf den Kopf gedreht wurde, um dann am eigenen Leib zu üben, wie man sich aus so einer brenzligen Lage befreit. Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Glück, diese Erfahrungen mitzunehmen und würden es jederzeit wieder machen.

Marie Bauroth 8 f / RHS

Markkleeberger Stadtnachrichten 08 / 2014, S. 9

150 Kids begeistert vom DBB-Minifestival in Markkleeberg

Zum allersten Mal überhaupt fand im Osten von Deutschland ein Minifestival der Deutschen Basketballjugend statt. Und Markkleeberg hat tiefe Spuren im Sand des Minifestivals hinterlassen. 150 begeisterte Kinder aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Bayern nahmen an dem großen Spielfest vom 4. bis 6. Juli teil. Begleitet wurden sie von 30 Betreuerinnen und Betreuern. Die gleiche Anzahl Helfer boten wir als TSG Markkleeberg auf, um den Gästen einen angenehmen Auf- enthalt zu bieten. Und geboten wurde eine ganze Menge: Neben dem Basketballprogramm gab es vielseitige Spiel- und Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Hallen. Eins der Highlights war das Neptunfest, das die Kids gemeinsam am Ufer des Cospudener Sees feierten. Nach einem aufregenden und erlebnisreichen Wochenende mit vielen neuen Kontakten zu anderen jungen Basketballerinnen und Basketballern ging es am Sonntag wieder nach Hause. Zum Abschied bekamen sie alle noch einen Ball, eine Urkunde und einen DBB-Sportbeutel mit auf den Heimweg. Vielen Dank allen Helferinnen und Helfern für ihren uneigennützigen Einsatz; der Stadt Markkleeberg für die Nutzung der städtischen Räumlichkeiten; dem Schulleiter der RHS – Herrn Apel – für seine unkomplizierte Unterstützung; den Essensdamen der RHS für ihr perfektes und super leckeres Essen; dem an dem Wochenende zuständigen Hausmeister der RHS – Herrn Bernbrich – für seine Ruhe und Gelassenheit, trotz Hektik. Besonderer Dank an Sylvia Schlücker und Detlef Mallast, die mit einem ansteckenden Enthusiasmus und einer Freude an jede noch so unlösbar scheinende Aufgabe herangehen, dass man nur sagen kann – mit diesem „Markkleeberger Team“ – JEDERZEIT WIEDER!

Matthias Barth

Markkleeberger Stadtnachrichten 08 / 2014, S. 20

Empfang beim Oberbürgermeister

In altbewährter Tradition empfing der Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg, Karsten Schütze, am 3. Juli die Teilnehmer des Programms des Pädagogischen Austauschdienstes Bonn am Rudolf- Hildebrand-Gymnasium Markkleeberg zu einer Gesprächsrunde im Kleinen Lindensaal des Rathauses. Bereits zum fünften Mal öffnete das Rathaus seit 2011 hierzu seine Türen und stellte die Stadt Markkleeberg und seine Umgebung, den Leipziger Südraum, vor. Insgesamt zwanzig junge Stipendiaten aus Rumänien und den USA nahmen mit ihren deutschen Gastgeschwistern an diesem Empfang teil. Die ausländischen Jugendlichen weilten für drei Wochen, also in der Zeit vom 28. Juni – 19. Juli, in Markkleeberg und besuchten das hiesige Gymnasium mit dem Ziel, ihre deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern und die Region kennenzulernen. Die Schüler waren zwischen 15 bis 17 Jahre alt und sprachen sehr gut deutsch, teilweise erlernen sie die deutsche Sprache schon über viele Jahre als Fremdsprache. Neben dem Unterricht an der RHS besuchten sie zahlreiche Veranstaltungen und beteiligten sich an Tagesexkursionen,

unter anderem nach Berlin, Weimar und Dresden sowie ins Elbsandsteingebirge. Weiterhin standen Besuche der Stadt Leipzig und des Zoos, des Völkerschlachtdenkmals, des Zeitgeschichtlichen Forums mit seiner aktuellen Ausstellung „The American Way. Die USA in Deutschland“, aber auch Paddeln, eine Radtour und ein Grillabend auf dem Programm. Die gute Resonanz des Programms, seiner Ziele und Inhalte zeigten, dass das Zusammentreffen der Schüler dreier Nationen für alle Beteiligten sowohl im schulischen als auch im privaten Bereich eine große Bereicherung dar- stellte. In diesem Sinne werden das Rudolf-Hildebrand-Gymnasium und seine Schülerinnen und Schüler auch im nächsten Jahr wieder Gastgeber für das Sprachprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes Bonn sein.

Dagmar Schreiber/ Fachleiterin Sprachen an der RHS

Markkleeberger Stadtnachrichten 08 / 2014, S. 8

Buch "Snow Flowers" auf Deutsch erschienen

Über ihre Erlebnisse als Häftling im Frauenaußenlager Markkleeberg des Konzentrationslagers Buchenwald hat Dr. Zahava Szász Stessel das Buch „Snow Flowers“ geschrieben. Das Buch ist in den USA auf Englisch erschienen und mittlerweile vergriffen. Wunsch der Autorin, die in New York lebt und seit 2008 Ehrenbürgerin der Stadt Markkleeberg ist, war es jedoch seit langer Zeit, dass „Snow Flowers“ in die deutsche Sprache übersetzt wird. In dieser Idee wurde sie vom damaligen Markkleeberger Oberbürgermeister Dr. Bernd Klose unterstützt. Er regte an, dass das Buch in deutscher Übersetzung Schülerinnen und Schüler von Markkleeberger Schulen zur Verfügung gestellt werden soll, damit diese die lokale Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus anhand eines fundierten Zeitzeugenberichtes erfahren können. Dank der Initiative von Dr. Bernd Klose, inzwischen Oberbürgermeister a. D., der Koordination der Stadt Markkleeberg und dem tollen Engagement von Gymnasiasten der „Rudolf-Hildebrand-Schule“, die sich in einem Kurs mit der Übersetzung beschäftigt haben, ist dieser Wunsch der Autorin erfüllt worden. „Snow Flowers“ ist jetzt als Buch in deutscher Sprache erschienen.

„Heute ist wirklich ein besonderer Tag“, sagte Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze am 24. Juni anlässlich einer kleinen Feierstunde zur Übergabe des Buches in der Bibliothek des Gymnasiums. Vier Jahre habe es von den ersten Ideen und den Anfängen der Übersetzung bis hin zur Vorlage des komplett fertigen Buches gedauert. Es liege nun aber ein Buch vor, das ein Kapitel dunkelster Stadtgeschichte wachhalten wird. Karsten Schütze: „Für unsere Schulen ist das von unschätzbarem Wert.“ Nicht nur inhaltlich wurde das Buch gelobt, auch Gestaltung und Druck wurden gewürdigt. „Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, so Karsten Schütze. Bestätigt wurde er von allen Anwesenden der Feierstunde. „Ich weiß, wie viel Arbeit solch ein Buch macht und was das kostet“, sagte Ditmar Apel, Schulleiter des Gymnasiums, anerkennend. Ditmar Apel nahm für das Gymnasium einen Klassensatz „Snow Flowers“ entgegen. Auch die Oberschule Markkleeberg erhielt ein Klassensatz für den Unterricht. Dies hätte Dr. Zahava Szász Stessel gern miterlebt. Die Autorin wusste vom Termin der Übergabe, konnte aber aus familiären Gründen nicht den Weg aus New York nach Markkleeberg antreten. Sie übersandte der Stadtverwaltung Markkleeberg aber ein Grußwort zu der Veranstaltung, das Oberbürgermeister Karsten Schütze verlas. Dr. Stessel sei „so froh, dass mein Buch zum besseren Verständnis übersetzt und veröffentlicht wurde“ (Das Grußwort finden Sie rechts). Insgesamt hat die Stadtverwaltung die deutsche Übersetzung von „Snow Flowers“ in einer Auflage in Höhe von 300 Exemplaren herstellen lassen. Interessierte können es sich in der Stadtbibliothek Markkleeberg ausleihen. Wer das Buch erwerben möchte: Das Buch gibt es nicht im Handel. Es wird nicht zum Kauf angeboten. Es ist aber im Zuge einer Spendenaktion erhältlich.

Denn die Stadtverwaltung möchte das Denkmal zur Erinnerung an die Inhaftierten des Frauenaußenlagers Markkleeberg des KZ Buchenwald im Equipagenweg umgestalten. Interessierte Markkleebergerinnen und Markkleeberger, die diese Aktion mit einer Spende ab mindestens 50,00 Euro unterstützen, erhalten das Buch „Snow Flowers“ als kleines Dankeschön für ihre Spendenbereitschaft. Vor diesem Hintergrund wurden 200 Exemplare von „Snow Flowers“ nummeriert. Spendenwillige erhalten somit ein Exemplar einer limitierten Reihe. Spendenkonto: IBAN: DE 6586055592 1178881276, BIC: WELADE8LXX Buchungskonto: 99999 00044 (unbedingt verwenden) Zweck: Spende Denkmal Die Stadtverwaltung bittet um Überweisung oder Einzahlung des Betrags in der Kasse des Rathauses zu den Öffnungszeiten der Verwaltung. Hintergrund für die Aktion: Trotz aktiver Erinnerungskultur ist die Geschichte des Lagers in Markkleeberg vielen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie zahlreichen Besuchern eher unbekannt. „Das soll sich ändern“, sagt Oberbürgermeister Karsten Schütze. „Mit einer Spende unterstützen Sie, dass die Geschehnisse im Lager nicht vergessen wer- den.“ Bleibt noch eines – all jenen zu danken, die das Projekt der Übersetzung von „Snow Flowers“ zum Erfolg geführt haben. Allen voran geht ein Dank an alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die sich drei Jahre unermüdlich mit der Übersetzung beschäftigten, an Dr. Bernd Klose als Initiator, Ingeborg Hänßgen und Constanze Ambrosch als maßgebliche Projektleiterinnen, Monika Stolpe als Korrekturleserin. Nicht zuletzt gilt ein Dank dem Druckhaus Borna für Gestaltung und Herstellung sowie Associated University Presses, Mr. Julien Yoseloff, für die freundliche Genehmigung, das Originalbuch übersetzen und drucken zu lassen. Weitere Informationen zum Buch gibt es bei der Stadtverwaltung Markkleeberg, im Büro des Oberbürgermeisters unter der Telefonnummer (03 41) 35 33 209. Text & Foto: Daniel Kreusch

Markkleeberger Stadtnachrichten 08 / 2014, S. 10

Absolventen 2014

Leipziger Volkszeitung, 24.07.2014, Beilage, S. 17

Junge Rumänen in Markkleeberg

Markkleeberg. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) hat gestern 20 Jugendliche aus den USA und Rumänien im Markkleeberger Rathaus begrüßt und ihnen die Geschichte und Entwicklung der Großen Kreisstadt, insbesondere der beiden Seen vorgestellt. Wie Rathaussprecherin Anke Meyerle erklärte, sind die zwölf rumänischen Gymnasiasten Sieger des Prämienprogramms zur Förderung der Ausbildung ausländischer Schüler in der deutschen Sprache, das vom Auswärtigen Amt aufgelegt wird. Wie die jungen US-Amerikaner, die Sachsen auf eigene Kosten bereisen, sind sie noch bis zum 19. Juli in Markkleeberger Gastfamilien untergebracht und hospitieren im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium. Auf dem Besuchsprogramm der Schüler stehen Ausflüge in die Region Leipzig, aber auch nach Berlin, Dresden und Weimar. uw

Leipziger Volkszeitung 04.07.2014, S. 25

Hildebrandianer holen Basketball-Gold

Markkleeberg. Die Basketballer des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums Markkleeberg haben in Dresden das Landesfinale "Jugend trainiert für Olympia" gewonnen. "Unsere Mädchen zeigten tolle Spielzüge, waren technisch und taktisch überlegen", schwärmt Sportlehrer Detlef Mallast. Die Siege gegen das Gymnasium Coswig, die Oberschule Ottendorf-Okrilla, das Mathesius Gymnasium Rochlitz und die Oberschule Lichtentanne fielen denn auch deutlich aus. Deutlich mehr kämpfen mussten die Jungen gegen die Oberschule Ottendorf-Okrilla, das Pestalozzi-Gymnasium Dresden, das Diesterweg-Gymnasium Plauen und das Team des Städtischen Gymnasiums Mittweida. uw

Leipziger Volkszeitung 30.06.2014, S. 19

Basketballer der RHS gewinnen Landesfinale der Mädchen und Jungen

Die Jungen und Mädchen der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg spielten gegen die Sieger der Schulamtsbereiche Sachsens in Dresden in der WK IV um die Medaillen im Basketball- Landesfinale Jugend trainiert für Olympia. Unsere Mädchen zeigten tolle Spielzüge, waren technisch und taktisch ihren Gegnern überlegen und so die verdienten Sieger gegen das Gymnasium Coswig 34:4, gegen die OS Ottendorf-Okrilla 34:0, gegen das Mathesius-Gymnasium Rochlitz 33:0 und gegen die Mädchen der OS Lichtentanne 32:8. Unsere Jungen hatten sich eine Medaille zum Ziel gesetzt. Gleich im ersten Spiel wurden sie voll gefordert und konnten nach großem Kampf die Ottendorfer Jungs 18:12 besiegen. Von Spiel zu Spiel wurden wir spielerisch immer besser und setzten taktische Vorgaben konsequenter um und siegten gegen die Teams Pestalozzi-Gymnasium Dresden 31:18, gegen das Diesterweg-Gymnasium Plauen 28:8 und im letzten Spiel gegen das Team des Städtischen Gymnasiums Mittweida 34:4. Ihr ward toll Mädels und Jungs – Glückwunsch!

Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten 07 / 2014, S. 6

Gleichstimmiger Chor der Rudolf-Hildebrand-Schule erringt dritten Preis beim 9. Deutschen Chorwettbewerb in Weimar

Zur Teilnahme am mittlerweile 9. Deutschen Chorwettbewerb, der zum ersten Mal mit Weimar in den ostdeutschen Bundesländern statt- fand, hatten wir uns durch die erfolgreiche Teilnahme am Sächsischen Chorwettbewerb 2013 in Bad Elster qualifiziert. Vom 25. – 28. Mai verbrachten wir eine aufregende und erlebnisreiche Zeit in Weimar, die mit dem dritten Preis in der Kategorie F1-Kinderchöre, bei starker Konkurrenz von insgesamt acht Chören, gekrönt wurde.

Am Sonntag, dem 25. Mai, machten wir uns nach einer letzten Probe auf den Weg nach Weimar zum Deutschen Chorwettbewerb. Von Aufregung war keine Rede, alle waren entspannt und freuten sich auf das, was auf uns zukommen würde. Angekommen in Weimar bezogen wir die originellen Zimmer in einem Jugendhostel. Bald darauf erfolgte die erste Probe für ein Konzert im Rahmenprogramm des Deutschen Chorwettbewerbs gemeinsam mit der Stuttgarter Singakademie. Das war ein gelungener Start für die kommenden Tage und zum Abschluss des Tages besuchten wir noch ein wunder- schönes Sonderkonzert in der Weimarhalle.

Nach einer ruhigen Nacht und einem selbst gezauberten Frühstück (Dank Frau Baumbach und Herrn Morgeneyer), versammelten wir uns, um noch einmal die Lieder zu besprechen, die wir singen würden. Bei der Stellprobe hörten wir auch noch andere Chöre und man merkte, wie unsere Anspannung stieg. Kurz vor dem Wettbewerbs- auftritt waren alle aufgeregt, dennoch sangen wir unser Programm ohne markante Fehler und alle waren danach so glücklich und erschöpft, dass es für diesen Tag erst einmal reichte. Dienstag, der 27. Mai, der Tag der Ergebnisbekanntgabe. In der Weimarhalle war eine Bombenstimmung und alle waren noch aufgeregter als beim Wettbewerbssingen selbst. Dann, 22,0 Punkte für den Gleichstimmigen Chor der RHS Markkleeberg und somit der dritte Preis für uns. Die Freude war riesengroß und es wurde bei einem gemeinsam vorbereiteten Grill-Abend bis in die Nacht gefeiert. Am darauf folgenden Tag hieß es für uns Sachen packen. Mit einem letzten Auftritt im Rahmenprogramm in einer Förderschule für geistig und körperlich behinderte Schüler verabschiedeten wir uns von Weimar und fuhren in Richtung Heimat. Diese Tage haben uns tolle Erlebnisse und ein besonders Gemeinschaftsgefühl beschert und Lust auf weitere spannende Projekte gemacht. So wollen wir im nächsten Jahr wieder an einem Chorwettbewerb teilnehmen.

Lucie Wetzelt/ Klasse 8a

Markkleeberger Stadtnachrichten 07 / 2014, S. 9

„Snow Flowers“ jetzt in Deutsch

Schulen erhalten Zahava Stessels Buch über KZ-Außenlager in Markkleeberg

Von Ulrike Witt

Markkleeberg. Die Gedanken der New Yorkerin Zahava Stessel waren gestern in Markkleeberg. Im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium überreichte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) am Vormittag in der Bibliothek einen Klassensatz der deutschen Ausgabe ihres Zeitzeugenberichtes „Snow Flowers“ an Schulleiter Ditmar Apel. Drei Jahre lang hatten Gymnasiasten mit ihren Lehrern an der Übersetzung der amerikanischen Vorlage gearbeitet, vergangenes Jahr dann in einer sehr emotionalen Veranstaltung die Qualen der mehr als 1000 jüdischen Mädchen und Frauen im Außenlager des KZ-Buchenwald im Equipagenweg ins Bewusstsein gerückt. „Mit diesem Buch wird ein Kapitel dunkelster Stadtgeschichte wachgehalten. Für unsere Schulen ist das von unschätzbarem Wert“, erklärte Schütze. Es sei von Anfang an der Wunsch von Stessel gewesen, die seit 2008 Ehrenbürgerin der Stadt ist, dass ihr Werk ins Deutsche übersetzt und Schülern des Gymnasiums und der Oberschule kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. In einer E- Mail, die der Rathauschef verlas, schreibt die 84-jährige Jüdin, die im August 1944 ins Lager nach Markkleeberg kam: „Meine Lektion ist, dass Menschlichkeit und die Unerschütterlichkeit in eines Menschen Glauben, die zu Hause und in der Schule erlernt werden, bei uns sein werden und sich selbst unter den rauesten Bedingungen durchsetzen.“ Alt-OBM Klose, der das Projekt in seiner Amtszeit auf den Weg gebracht hatte und das erste, druckfrische Exemplar erhielt, erinnerte an die Begegnungen mit Stessel. Dass die Stadt nicht nur die Finanzierung der auf 300 Bücher limitierten Auflage übernommen hat, sondern auch eine Spendensammlung initiiert, um das Denkmal im Equipagenweg endlich würdig zu gestalten, freute ihn. Seine Frau erzählte, dass Stessel sie einmal gefragt habe, ob sie glaube, dass so ein Grauen noch einmal passieren könne. „Ich habe Ja gesagt, deshalb müssen wir alle gemeinsam aufpassen.“ Markkleeberger finden „Snow Flowers“ übrigens in der Stadtbibliothek. Zudem können bei speziellem Interesse Exemplare übers Rathaus bezogen werden. Weitere Infos zur Spendensammlung unter www.markkleeberg.de.

Leipziger Volkszeitung 25.06.2014, S. 21

Feucht-fröhliches Finale

Sportgymnasium Leipzig gewinnt bei Mitgas-Schülerrafting im Kanupark

Markkleeberg. „Spogy“ hat gewonnen, vor dem „Flotten Achter“ und „den Wiederitzschern“. Die „Babas“ aus Markkleeberg belegten den undankbaren Platz vier – und ihr Sportlehrer Detlef Mallast gleich OBM Karsten Schütze: „Die Anlage ist aber auch wirklich zu schmal“, feixte er. Grund: Die Wiederitzscher konnten im entscheidenden KO-Lauf an den Markkleebergern vorbeiziehen, als die an einer Engstelle wertvolle Zeit verloren. So entspannt-amüsant die Atmosphäre am Beckenrand war, so hart wurde auf dem Wasser um den Sieg gekämpft. Kein Wunder, hatten sich die zwölf Mannschaften doch unter 56 Teams in Vorläufen für das Finale qualifizieren müssen. Mit 392 Schülern aus ganz Mit- teldeutschland freute sich Mitgas-Verkaufs-Leiter Jörg Feulner auch über einen neuen Teilnehmerrekord beim Mitgas-Schülerrafting. Am Ende gewannen alle. Denn T- Shirts gab es für alle zwölf Teams - und den Spaß auf dem Wasser auch gratis dazu. Am Hildebrand-Gymnasium vergibt Mallast daher die Plätze im Boot immer als Dankeschön an verdiente Sport- Teams – in diesem Jahr waren es die Basketballer. Die Neuntklässler würden deswegen sogar extra verspätet auf Klassenfahrt gehen. „Die anderen sind heute früh gefahren, das Rafting-Team kann erst nach dem Wettkampf“, sagte er. Dass die diesjährigen Sieger wie schon 2012 vom Sportgymnasium Leipzig kamen, war Grund für Kanupark-Chef und Moderator Christoph Kirsten, nach den Sportarten der Rafter zu fra gen: Ringer, Handballer, Sportgymnasten waren dabei. Ein Kanute nicht. -tv

Leipziger Volkszeitung 25.06.2014, S. 21

Mit Rotwein in der Schule

Martin Rieu ist mit dem France-Mobil im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium zu Gast

Von Julia Tonne

Markkleeberg. Der Airbus kommt aus Toulouse, Rotwein aus dem Süden, der Camembert aus der Normandie. Französische Kinder besuchen bereits mit drei Jahren die Vorschule, und die Sommerferien dauern acht Wochen. Interesse an Landeskunde und Französisch-Kenntnisse waren gestern bei den sechsten Klassen der Rudolf-Hildebrand-Schule unerlässlich, denn das France-Mobil des Instituts Francais Leipzig / Mitteldeutschland war zu Gast.

Martin Rieu, gebürtiger Franzose aus Toulouse und derzeit Wahlleipziger, verstand es, die Elf-bis Zwölfjährigen spielend für das Land und seine Besonderheiten zu begeistern. Allerdings beruhte die Begeisterung durchaus auf Gegenseitigkeit, denn die Schüler sprachen ausgesprochen gut Französisch. "Ich hatte noch nie eine so gute Klasse", schwärmte Rieu. Fast alle würden ohne Akzent sprechen und auch alles verstehen, was er erzählte. Und der 22-Jährige hat viele Vergleiche: Seit September war er in bereits 88 Schulen. "Eine Fremdsprache lernen steht und fällt mit dem Lehrer", ergänzte er. Klassenlehrerin Silke Werner gab das an sie gerichtete Kompliment an ihre Schüler weiter: "Sie hatten jetzt gerade einmal ein Jahr Unterricht, lernen aber schnell und motiviert."

Neid und Erstaunen kamen bei den Jugendlichen auf, als Rieu über das französische Schulsystem sprach. Zwar würden schon Dreijährige die Vorschule besuchen, allerdings beginne der Unterricht erst um 8 Uhr, zudem hätten die dortigen Schüler im Sommer komplette zwei Monate frei.

Bis Ende Juli ist Rieu noch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem Mobil unterwegs, dann geht es zurück nach Paris, wo der junge Mann, der fließend Deutsch spricht, Physik studiert.

Bevor er sich verabschiedete, gab er den Schülern noch etwas Wichtiges mit auf den Weg. "Fremdsprachen eröffnen viele verschiedene Möglichkeiten", erklärte er. Englisch-Kenntnisse alleine würden heutzutage kaum noch ausreichen.

Leipziger Volkszeitung, 11.06.2014, S. 21

Basketball-Finale der SBA Leipzig WK IV

Auch in diesem Jahr gewannen unsere Mädchen die Goldmedaillen und werden im Landesfinale starten. Die Wettkampferfahrung zeigte sich in beiden Spielen. Die Mädchen der Rudolf-Hildebrand-Schule gewannen gegen die Mädchen der Oberschule Markkleeberg 33:2 und dem Team vom Hertz-Gymnasium Leipzig 20:1. Das Spiel um die Silbermedaille gewannen die Mädchen von der Oberschule Markkleeberg 18:10 gegen das Team vom Hertz-Gymnasium.

Endlich – unsere Jungen können noch siegen. Der Start gegen das Team von Naunhof I ging in die Hosen: 8:10. Doch die Niederlage war Motivation zum „Nun erst recht“. Endlich wurde gespielt, als Team aufgetreten und umgesetzt, was vorab besprochen wurde. Es folgten fünf erspielte Siege. Der wichtigste Sieg war der gegen das Team der Oberschule Markkleeberg 26:8. Beide Teams waren am Ende punktgleich und der direkte Vergleich entschied für die RHS: Gold und OS Markkleeberg Silber. – Unser zweites Team gewann 4 Spiele und belegte am Ende punktgleich mit dem Dritten, den Jungen vom Gymnasium Engelsdorf, leider nur den undankbaren 4. Platz. 7 Teams nahmen teil, jeder spielte gegen jeden, und wir sind über das Ergebnis unserer Jungenteams zufrieden.

Dank den Schiris und Karis für ihre sehr gute Arbeit. – Glückwunsch allen Spielern.

Detlef Mallast / Sportlehrer der RHS

Markkleeberger Stadtnachrichten 06 / 2014, S. 20

EnviaM übergibt Energiesparkoffer

Markkleeberg. Der Energieversorger EnviaM hat dem Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg fünf Energiesparkoffer geschenkt. Wie Sprecherin Diana Stiebe mitteilte, sind diese mit Messgeräten und Anleitungen bestückt. "Energie spielt im Physikunterricht der Klassen 7 bis 11 eine große Rolle. Wir versuchen den Schülern nicht nur die Bedeutung des Begriffs zu vermitteln, sondern auch die aktuelle Situation auf unserer Erde", erklärt Physiklehrer Eberhard Rosch.
Im naturwissenschaftlichen Unterricht komme Experimenten eine wichtige Rolle zu. "Mit Hilfe der Energiesparkoffer haben wir unter anderem die Möglichkeit, die elektrische Energie von Geräten zu messen, die die Schüler zu Hause nutzen und das sicher auch im Spannungsbereich bis 230 Volt", so Rosch. U.W.

Leipziger Volkszeitung, 31.05.2014, S. 23

Holocaust-Gedenken

Zeitzeuge Rolf Isaacsohn zu Gast

Markkleeberg (uw). "Erinnern kann nichts ungeschehen machen, aber die Wiederholungswahrscheinlichkeit verringern." Das Zitat des Theologen und Bürgerrechtlers Friedrich Schorlemmer war am Mittwoch das Motto einer Veranstaltung zum Holocaust in der Rudolf-Hildebrand-Schule (RHS) in Markkleeberg. Rund 150 Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 begrüßten mit Rolf Isaacsohn den ältesten noch lebenden Leipziger Juden, der die Pogromnacht vom 9./10. November 1938 als Fünfjähriger erlebt hat und bis heute das Leben der jüdischen Gemeinde mitprägt, zudem die Geschäftsführerin der Ephraim-Carlebach-Stiftung, Kerstin Plowinski, Buchautorin Ellen Bertram und Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Nach Filmausschnitten aus "Schindlers Liste" und "Jacob der Lügner", Gedichten und der Chronologie des Judentums, die eigentlich eine Geschichte der Verfolgung ist, schilderte Rolf Isaacsohn in bewegenden Worten seine Erlebnisse. Auf Bitten der Schüler erzählte er auch, wie er noch 1945 ins KZ Theresienstadt deportiert wurde. "Es ist eine gute Tradition an unserer Schule, sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen", betonte Schulleiter Ditmar Apel. "Nur so können die Jugendlichen Kompetenzen erlangen und zu mündigen Mitgliedern unserer Bürgergesellschaft werden."

Leipziger Volkszeitung, 11.04.2014, S. 22

Bronze im Landesfinale Basketball für RHS-Mädchen

Um es vorweg zu nehmen. Eine tolle Leistung wurde mit dem dritten Platz – Bronzemedaille – im Landesfinale Basketball der großen Damen gekrönt. Der Beginn in der Gruppenphase RHS gegen Sportgymnasium – hoffentlich läuft die Zeit sehr schnell. Die Mädels vom Sportgymnasium zeigten ihre Klasse in allen Phasen des Spiels. Sie waren uns haushoch überlegen und gewannen 72:2. Unsere Mädchen versuchten zwar ihr Bestes, doch der sportspezifische Ausbildung im Basketball am Sportgymnasium konnte man nur Lob zollen und auch bei diesem Ergebnis mit erhobenem Kopf das Spielfeld verlassen.

Unser Turnier begann eigentlich erst jetzt. Unsere Gegnerinnen kamen vom Gymnasium Einsiedel. Taktisch gut eingestellt – Manndeckung über das ganze Feld – und motiviert gingen wir ins Spiel. Schnell führten wir 8:0 und fanden Freude am Spiel und erspielten so den Sieg – Halbfinale. Unsere Gegnerinnen kamen aus Zwickau und wir hegten Hoffnung auf … Doch trotz Spiel, Kampf und verschiedener taktischer Varianten mussten wir den Zwickauerinnen den Sieg 16:10 überlassen.

Ein wenig enttäuscht vom verlorenen Spiel, doch auch motiviert, ging es ins kleine Finale. Doch gegen die Dresdnerinnen hatten wir immer unsere Probleme. Coach Lisa fand die richtigen Worte und taktischen Vorgaben und die Hildebrandianerinnen setzten diese auf dem Feld um. Das Spiel wurde zum Krimi. In der ersten Halbzeit überwog die Verteidigung. Mit 4:4 ging es in die Pause. Beginn der letzten 10 Minuten - Lilli zieht zum Korb und trifft, dann wird zweimal Irene in Position gebracht, angespielt und trifft. 10:4 und noch 6 Minuten Spielzeit.

Diese folgenden Minuten muss man erlebt haben. Die Dresdnerinnen versuchten ihre Größenvorteile zu nutzen und durch schnelle Angriffe zum Erfolg zu kommen. Wir verteidigten – schnelle Beine, schnelle Arme und mit entsprechendem Kampfgeist spielten wir die Zeit geschickt herunter.

Letzte Minute – wir führen 16:12. Lautstarke Anfeuerung von der Bank. Dresden verkürzt 14:16 – noch 34 Sekunden. Lilli schafft es, 25 Sekunden den Ball zu behaupten und der Wurf misslingt. Dresden zieht zum Korb und Nicole kann die Dresdnerin stoppen. Alle stehen eng bei ihren Gegnerinnen und zwingen diese zum Dribbling. Schlusspfiff.

Freude pur. Das Finale gewinnen die Mädchen vom Sportgymnasium Chemnitz 65:8 gegen die Zwickauerinnen.

Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten 04 / 2014, S. 19

Unsere Bronzemädchen: Hinten – Johanna Werner, Johanna Kaisers, Coach Lisa Heinrich, Irene Arnold, Felicitas Faber. Vorn: Nicole Franke, Lilli Reif, Sarah Knauth, Sophia Schlücker, Liv Lippert.

Jugend trainiert für Olympia: Tolle Mädels - unsere Basketballerinnen

Landesfinale und ein Start zum Mäusemelken. Lilli verletzt und kann nur moralischen Beistand leisten. Erstes Spiel gegen die Chemnitzerinnen von der Sportoberschule. Es war ein Genuss, den Chemnitzerinnen beim Spiel zuzuschauen. Wir spielten gut mit, doch unsere Gegnerinnen waren immer einen Tick schneller und hatten eine bessere Lösung. Ein Treffer für uns und 21 für Chemnitz.

Motivation und Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten waren gefragt, um im Turnier jeder gegen jeden noch um die Medaillen mitzuspielen. Die Zwickauer Mädchen vom Breuer-Gymnasium (mit einem Sieg gestartet) waren unser nächster Gegner. Wir mussten ins Spiel kommen und der Gegner war hochmotiviert. Genauso verlief das Spiel. Bis 2 Minuten vor dem Schlusspfiff stand es 16:15 gegen uns. Doch zwei Ballgewinne von Chiara und Marit wurden erfolgreich in der Reuse versenkt. Wir jubelten über den 19:16-Erfolg. Der nächste Gegner kam aus Dresden vom Vitzthum-Gymnasium. Auch hier konnten wir erst in der letzten Minute den Sieg sichern. Tylla warf die letzten beiden Körbe zum 22:18 Sieg. Jetzt wollten wir und wir schafften es. Johanna, Victoria, Alexandra, Chiara, Marit Tylla und Elisabeth spielten ihre Erfahrungen aus und siegten gegen die Mittweidaer Mädchen 22:7. Danke den Schiedsrichtern und Kampfrichtern für ihren guten Job.

Aus den Händen vom OBM Herrn Karsten Schütze konnten die Basketballerinnen von der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg die Silbermedaillen entgegennehmen. Gold ging nach Chemnitz und Bronze nach Dresden.

D. Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten 03 / 2014, S. 23

Victoria Baum (6), Johanna Baum (11), Chiara Naumann (11), Lilli Reif, Tylla Diekmann (25), Elisabet Wallner (2)

vorn Marit Stöckle (9 Punkte), Alexandra Faber (2 Punkte)

Traditioneller Neujahrsempfang der Stadt Markkleeberg

„Schön, dass wir in dieser tollen Stadt leben dürfen."

Jenen Satz prägte Markkleebergs neuer Oberbürgermeister Karsten Schütze, nach dem Abspielen eines touristischen Werbefilms über die Stadt Markkleeberg. Damit wollte er zeigen, was in den letzten Jahren geleistet wurde und konnte dies mit einem herzlichen und anerkennenden Dankeschön an Dr. Bernd Klose weitergeben, der diese Stadt ganze 19 Jahre lang prägte. Ein donnernder Applaus, des bis zum letzten Platz (es gab keinen freien Stuhl mehr!) besetzten Großen Lindensaal, zeigte, dass es die anwesenden Gäste ebenso sahen.

Das „Who is who Markkleebergs" gab sich an jenem 25. Januar zum Neujahrsempfang die Klinke in die Hand. Sie alle freuten sich auf die Gespräche untereinander anlässlich dieses schönen Ereignisses und machten dem neuen Oberbürgermeister ihre Aufwartung.

Ebenso die immer kulturinteressierten Bürger der Stadt Markkleeberg, die schon vor den Türen Schlange standen und noch vor 14.30 Uhr den Lindensaal regelrecht erstürmten.

Es ist seit vielen Jahren bekannt, dass es sich neben der Rede des amtierenden Oberbürgermeister lohnt, den Empfang zu besuchen. Auch diesmal hat man etwas verpasst, wenn man nicht unter den Anwesenden weilte: der gemischte Jugendchor und dessen Gesangs- und Instrumentalsolisten der 7. bis 12. Klassen des Gymnasiums „Rudolf-Hildebrand-Schule umrahmte nicht nur das Programm, sondern gab den Ton an. Den Zuhörern wurde ein absoluter Ohrenschmaus von diesen jungen begabten Menschen geboten. Es war eine wahre Freude zu sehen, wie die hochmusikalischen Schüler mit Leidenschaft ihrer Muse nachgehen. Charmant und professionell führte Luisa Schmorl durch das Programm. Der Zuschauer und Zuhörer konnte sich mit der Anmoderation auf das gleich zu erlebende Musikstück einstellen. Verbeugung und Applaus, liebe „Hildebrandianer", die ihr ein wunderbarer Teil der Stadt seid.

Den Ton geben die jungen Menschen wohl an, das Zepter ließ sich jedoch Oberbürgermeister Karsten Schütze nicht aus der Hand nehmen. Natürlich war es ihm eine besondere Freude, seine ehemaligen Schülerinnen und Schüler auf der Bühne zu erleben. Der einstige Gymnasiallehrer war eng mit dem Chor verwachsen.

Oberbürgermeister Karsten Schütze wurde auf der Suche nach einem passenden Zitat zum Einstieg seiner Rede auf Folgendes fündig: "Ein gutes Zitat ist ein Diamant am Finger eines geistreichen Mannes und ein Pflasterstein in der Hand eines Narren." (Joseph Roux, 1834- 1905, französischer Dichter und Pastor). Die Interpretation dazu ließ er offen, weil er die Zuschauer zur eigenen anregen wollte. Dies gab vom Publikum etliche Sympathiepunkte und gebührenden Applaus.

In der Neujahrsrede des Oberbürgermeisters Karsten Schütze gab es einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und viele Ausblicke in das bereits 25 Tage alte Jahr 2014. Mit einer visualisierten Darstellung des Gesagten mittels einer Powerpoint-Präsentation, konnten sich alle im Saal auf die Projekte im Geist einlassen. Dabei wurde der Aufbau des Stadtzentrums genau in Blick genommen und darauf verwiesen, dass es während des Zweiten Weltkrieges zu großen Zerstörungen des Selbigen gekommen war. Das Verlesen eines Tagebuchauszuges eines Zeitzeugen machte die Zuhörer betroffen. Vor dem geistigen Auge der älteren Menschen im Raum, machten sich Bilder breit, wie die Stadt einst aussah. Ein wichtiger und richtiger Schritt in die Richtung des belebten und schönen Stadtzentrums war im vergangenen Jahr die Eröffnung des Verkehrsknotenpunktes am Bahnhof und selbstverständlich die Eröffnung des Citytunnels.

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk für den neuen Oberbürgermeister war, laut eigenen Angaben, die Fördermittel-Bescheid-Übergabe für das lang ersehnte und erkämpfte Sportbad. Der Überbringer des Fördermittelbescheides, Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm versprach an jenem historischen 19.12.2013, dass er zur Eröffnung des Bades mit dem Oberbürgermeister vom Beckenrand hineinspringt. Wir dürfen also auf die folgenden Ereignisse gespannt sein.

Das Bahnhofsgebäude soll mit einem modernen und einladenden Touristinformationsbüro des Leipziger Neuseenlandes ausgestattet werden. Weiterhin wird die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes eine bedeutende Rolle spielen.

Natürlich war die erst am Mittwoch, dem 22. Januar, vom Stadtrat beschlossene Landesgartenschau Bewerbung für das Jahr 2019 eine besonders erwähnenswerte Freude des Stadtoberhauptes. Das kompaktere Kerngebiet vom Rathausplatz, Festanger, Mönchereiplatz bis hin zu den alten Agra-Hallen soll diesmal den Erfolg der Bewerbung versprechen. Überhaupt wäre er sowieso davon überzeugt, dass 2019 in Markkleeberg die LAGA stattfindet - schließlich wäre die Region Leipzig einfach mal dran.

Nach einem kurzen musikalischen Intermezzo der Schüler des Gymnasiums „Rudolf-Hildebrand-Schule" wurden die „Helfer in der Not" ausgezeichnet. Sieben Markkleeberger wurden mit der Verleihung des Sächsischen Fluthelferordens für ihren besonderen Einsatz in den Tagen des Hochwassers 2013 gewürdigt. Anschließend folgte das Programm des Chores des Gymnasiums, welche die Gäste mit auf eine emotionale Reise durch die Jahrhunderte nahm. Unter anderem durfte man den Klängen vom Gemischten Jugendchor mit den Liedern „O, Lady be good" und „Mein Mädel hat einen Rosenmund lauschen oder den Klavierkünsten von Rebecca Hammermüller und Lucas Walter beiwohnen. Abschließend konnten sich die Anwesenden bei einem Stück Kuchen sowie einer Tasse Kaffee austauschen und den Nachmittag / Abend ausklingen lassen.

Alles in allen ein gelungener Samstag mit einem interessanten und informativen Rückblick auf das Jahr 2013 sowie einer spannenden als auch freudigen Vorschau auf das Jahr 2014.

red

Markkleeberger Stadtjournal 03 / 2014, S. 12f.

Wieder Andrang im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium

Musisches Profil am Schnuppertag besonders gefragt

Markkleeberg (uw). Schülerlotsin Victoria Stratmann hatte am Donnerstag beim Nachmittag der offenen Tür im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg viel zu tun. Die 16-Jährige brachte Familien an jedes gewünschte Ziel. Besonders viel Trubel herrschte im „Musikflügel“. In einem Raum übten Schüler am Keyboard, im anderen wurde gesungen. Dicht umringt war auch Chorleiter Sven Kühnast, der Fragen besorgter Eltern zum musischen Profil beantwortete, darunter die von Familie Hahm aus Leipzig. Ihr neunjähriger Felix spielt Trompete, Singen sei bislang nicht so sein Ding gewesen. „Bei uns bekommen sie die Basics für ein Musikstudium. Der Fokus liegt auf der Chorschule, Klavierunterricht ist Bestandteil der Ausbildung, ab der neunten Klasse können in Neigungskursen auch andere Instrumente erlernt werden“, so Kühnast.

In der zweiten Etage wurden das gesellschaftswissenschaftliche und das naturwissenschaftliche Profil präsentiert, das eine in Wort und Schrift, das andere mit Experimenten. „Dieses Jahr stellen wir verstärkt unsere drei Profile vor“, erklärte Schulleiter Ditmar Apel. In der Vorwoche habe bereits ein sehr gut besuchtes Forum mit Eltern von Viertklässlern stattgefunden.

Auffällig viele Leipziger wollten wissen, ob sie ihr Kind anmelden können. „Markkleeberger werden bevorzugt. Sollten Plätze frei sein, können Sie nachrücken“, hieß es am Infostand. Indes: Die Chancen stünden schlecht, Ausnahme sei das musische Profil.

Leipziger Volkszeitung, 01.02.2014, S.23

Volleyball - Freudenträne im Auge eines Sportlehrers

Ein tolles Winterfest war Geschichte und die letzte Veranstaltung am 21.Dezember 2013 war unser elftes Ehemaligen-Volleyballturnier. Julia Tappendorf wurde mit einem 97 stimmigen Geburtstagsständchen begrüßt.

97 Ehemalige in 12 Teams trudelten in der zehnten Stunde mit Kind und Kegel in die Mehringhalle ein. Es ist einfach phantastisch, wenn so viele nach 27 Jahren – und weniger – Abi zum Volleyball kommen. Wenn feste, gestandene Größen in allen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, Studenten, alle ehemalige Schüler der RHS, und unsere jetzigen 11er und 12er sich zum Spiel und Quatschen traditionsmäßig treffen. Unsere Jüngsten wollten auch in diesem Jahr Turnhallenluft schnuppern. Cederic und Jakob hielten bis zur Siegerehrung durch.

Gespielt wurde in vier Dreierstaffeln je einmal 10 Minuten jeder gegen jeden. Um jeden Ball wurde gekämpft. Annahme, Pass, Angriffsschlag und Block wurden wie in alten Zeiten zelebriert, jeder Punktgewinn bejubelt und erst recht der Sieg ausgelassen gefeiert. Nach den Vorrundenspielen wurde dann in drei Staffeln um den Sieg und die weiteren Plätze gebaggert, gepasst und angegriffen. Jeder Punkt, egal um welchen Platz es ging, war hart umkämpft und wurde natürlich zünftig gefeiert.

Das kleine Finale wurde vom Team „Bärchen- Sabrina, Katharina, Rene, Jens, Tom und Jan“ gegen die „Riemannstraße“ gewonnen. Das Finale gewannen Anett Kühn, Christina Espenhain, Tim Erdmann und 3x Baum- Marie, Felix und Papa Jörg, unser Team „Schrecklich nette Familie“ gegen Ulf und Co. Mit 27:25. Ich glaube das Ergebnis sagt alles.

Wenn man dann einfach mit einem Glühwein in der Hand in der Halle sitzt und sieht, was so aus den Mädels und Jungs geworden ist, kann man nur sagen, alles richtig gemacht , mein Beruf ist der Schönste und im nächsten Jahr folgt das ZWÖLFTE. Unsere Stammteams Bagaluden, Riemannstraße, Crackhuren und Eine schrecklich nette Familie haben schon zugesagt.

Bernhard Weiß / Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten, 02 / 2014, S. 11

Basketball - Finale der SBA Leipzig

Auch in diesem Jahr gewannen unsere Mädchenteams in ihren Altersklassen die Goldmedaillen und werden im Landesfinale starten. Die Überlegenheit im weiblichen Bereich ist in der sehr guten Nachwuchsarbeit der TSG und im Fehlen von Basketballvereinen mit weiblichen Abteilungen zu finden. So werden Siege im Landesfinale viel schwerer zu erkämpfen sein. Es ist auch ein leichter Aufwärtstrend im Schulbasketball erkennbar. Im Wettkampf der Jungen begrüßten wir Teams vom Freien Gymnasium Borsdorf und vom Musikalisch-Sportlichen Gymnasium Leipzig.

Unsere Jungen der Wettkampfklasse 2 erreichten das Landesfinale leider nicht. Im entscheidenden Spiel gegen das Gymnasium aus Engelsdorf unterlagen wir 23:32. Beide Teams spielen aktiv in der Jugendliga in Sachsen. In den ersten 10 Minuten gelang keiner Mannschaft ein größerer Vorsprung. Mit Beginn der zweiten Halbzeit spielten unsere Jungs einfach glückloser und resignierten zu früh. Die Jungen Engelsdorf jubelten und wir waren nur noch traurig.

In der Wettkampfklasse 3 mussten sich die Babas von der Oberschule Markkleeberg dem Team vom Sportlich-Musikalischen Gymnasium Leipzig im entscheidenden Spiel 14:21 geschlagen geben.

Ergebnisse

Mädchen WK II: 1. RHS Markkleeberg, 2. OS Markkleeberg, 3. OS Wiederitzsch

Mädchen WK III: 1. RHS Markkleeberg, 2. Gymnasium Engelsdorf, 3. OS Markkleeberg

Jungen II: 1. Gymnasium Engelsdorf, 2. RHS Markkleeberg, 3. OS Naunhof

Jungen III: 1. Musikalisch-Sportlichen Gymnasium Leipzig, 2. OS Markkleeberg, 3. OS Naunhof

Glückwunsch allen unseren Spielern.

Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten, 02 / 2014, S. 11

Nachmittag der offenen Türen

Markkleeberg (uw). Das Rudolf-Hildebrand-Gymnasium Markkleeberg, Mehringstraße 8, öffnet morgen Nachmittag seine Türen für alle interessierten Bürger der Stadt und umliegender Gemeinden. Zwischen 16.30 und 18.30 Uhr berichten Lehrer und Schüler vom Schulalltag, besonderen Aktivitäten und natürlich den Anforderungen an die Gymnasiasten. Wie Schulleiter Ditmar Apel informierte, wird experimentiert, gebastelt, musiziert und gespielt. Zum Auftakt tritt um 16.30 Uhr der Schulchor in der Turnhalle auf. Danach geht es gemeinsam ins Schulgebäude, wo sich ab 16.45 Uhr die verschiedenen Fachbereiche präsentieren, zudem lädt Apel zu einem Forum ein.

Leipziger Volkszeitung, 29.01.2014, S. 22

Mehr als 450 Pakete für Zarnesti

Markkleeberg (jto). Mehr als 450 Päckchen haben die Markkleeberger in den vergangenen Wochen für Kinder in der rumänischen Partnerstadt Zarnesti gepackt. Das sind zwar zehn Päckchen weniger als im vergangenen Jahr, dafür stieg die finanzielle Spendenbereitschaft im Zuge der Aktion von 737 Euro 2012 auf über 870 Euro in diesem Jahr. "Wir sind begeistert, wie viele Päckchen und Spenden bei dieser Aktion gesammelt werden konnten", sagte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Gestern Nachmittag haben sich Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr auf den Weg gemacht, um die Geschenke nach Zarnesti zu bringen.

Leipziger Volkszeitung, 07.12.2013, S. 27

Schüler gestalten 2. Atriumkonzert

Morgen gibt es im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium Markkleeberg das 2. Atriumkonzert. Ab 19.30 Uhr zeigen Schüler des Musikprofils, was sie in den Fächern Gesang, Klavier, Ensemblemusizieren und Chordirigieren gelernt haben. Zudem singt der Chor der elften Klassen. Der Eintritt ist frei.

Leipziger Volkszeitung, 03.12.2013, S.18

Markkleeberg stockt Schulsozialarbeit auf

Stadtrat stellt 86 200 Euro für drei Stellen in den Haushalt 2014 ein

Markkleeberg. Schulsozialarbeit ist in Markkleeberg in allen Schulformen und mit mindestens 30 Wochenstunden gewollt. Dieses klare Signal hat der Stadtrat am Mittwochabend mit der Aufstockung der vom Landkreis Leipzig gekürzten Stellen ausgesandt. Die Stadt lässt sich die "Investition in die Zukunft", wie Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) die Entscheidung bezeichnete, 2014 zusätzlich 46 200 Euro kosten.

Freudentränen und Applaus in einer Stadtratssitzung sind selten. Im Großen Lindensaal zeugten sie von nervenaufreibenden Wochen, die hinter den drei in der Grundschule Markkleeberg-West, der Oberschule und im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium eingesetzten Schulsozialarbeitern und ihrem Träger, der Kindervereinigung Leipzig, liegen. Wie berichtet, hatte der Kreistag Anfang Oktober beschlossen, die Zuschüsse für die Schulsozialarbeit mit dem Auslaufen des Bildungs- und Teilhabepaketes zum Jahresende aufgrund knapper Kassen drastisch zu kürzen.

Für Matthias Röthig, seit Mai 2012 an der Grundschule Markkleeberg-West tätig, hätte das über kurz oder lang das Aus bedeutet. Der 31-Jährige warnte schon vor Wochen, dass die Betreuung von 356 Kindern mit einer halben Stelle nicht zu machen sei, dafür mindestens 30 Wochenstunden nötig sind. Mit dem Beschluss des Stadtrates sind diese nun gesichert. Röthig kann seine von Lehrern, Eltern und der Stadt allseits gelobte Arbeit auf einer Dreiviertel-Stelle fortsetzen. Dafür zahlt die Stadt 25 805 Euro.

Um die Schulsozialarbeit an der benachbarten Oberschule in der Geschwister-Scholl-Straße auch 2014 in vollem Umfang und mit tariflichen Anpassungen gewährleisten zu können, sind weitere 30 484 Euro notwendig, am Rudolf-Hildebrand Gymnasium, wo die Stelle um zehn auf 100 Prozent aufgestockt wird, noch einmal 29 850 Euro. In Summe sind das rund 86 200 Euro, 40 000 Euro waren bislang veranschlagt worden.

"Natürlich befürworten wir die Aufstockung, aber die Rathausspitze sollte versuchen, 2014/15 anderweitige Finanzspritzen aufzutun. Ich habe den Koalitionsvertrag noch nicht gelesen, aber sicher findet sich darin etwas", regte CDU-Fraktionsvorsitzende Anne-Katrin Seyfarth an. Schütze gestand, dass die 46 200 Euro extra weh tun: "Ich hege aber die durchaus berechtigte Hoffnung, dass das Bildungs- und Teilhabepaket von der schwarz-roten Bundesregierung verlängert wird." Außerdem werde in Dresden an einer Förderrichtlinie Schulsozialarbeit an Grundschulen gearbeitet.

Matthias Kunze von der FDP wollte vom "ehemaligen Gymnasiallehrer Schütze" wissen, ob am Gymnasium, wo doch eigentlich alle lernen wollten, die Schulsozialarbeit wirklich in diesem Umfang notwendig sei. Was der neue Rathauschef ausdrücklich bejahte und mit vielfältigen sozialen Problemlagen, wie an anderen Schulen auch, begründete.

Ulrike Witt / Leipziger Volkszeitung, 29.11.2013, S.18

Konstantin Hierl will 2014 eine Medaille

Markkleeberger Gymnasiast vertritt Deutschland bei der Geographie-Weltolympiade in Krakau

Markkleeberg. Konstantin Hierl hat Großes vor: Der 17-jährige Markkleeberger will 2014 ein sehr gutes Abitur am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium ablegen und bei der bilingualen Geographie-Weltolympiade in Krakau auf dem Treppchen stehen. Das Ticket für Polen hat sich der Geo-Landessieger Anfang November ganz souverän beim Bundeswettbewerb in Würzburg geholt.

"Konstantin ist ein sehr ruhiger und bescheidener Schüler, aber auch ein sehr kluger und ausgesprochen zielstrebiger", sagt Wolfgang Gerber vom Verband Sächsischer Schulgeographen. Er kennt den jungen Mann seit Jahren und ist stolz darauf, frühzeitig sein Talent erkannt und gefördert zu haben. "Konstantin ist uns aufgefallen, weil er beim National-Geographic-Wissen - jetzt Diercke-Wissen -, dem größten bundesweiten Geographie-Wettbewerb für Schüler zwischen zwölf und 16 Jahren, immer eine sehr hohe Punktzahl erreicht hat. Deshalb haben wir ihn in die Trainingslager mitgenommen. Das zahlt sich jetzt aus", erzählt Gerber, der am Leipziger Sportgymnasium unterrichtet. In Würzburg ließ Konstantin Hierl mit sechs Punkten Abstand immerhin Geographie-Asse aus ganz Deutschland hinter sich.

"Geographie ist kein Fach zum Auswendiglernen. Wer Zusammenhänge in Natur- und Wirtschaftsräumen erkennen will, muss systematisch denken können", betont Gerber. Und perfekt Englisch sprechen. Denn das ist die Wettbewerbssprache. Für Konstantin ist das Herausforderung und Reiz zugleich. "Die Geowissenschaften erschließen einem die Entwicklung der ganzen Welt und Englisch ist die Sprache, um sich weltweit verständigen zu können", sagt der Zwölftklässler, der mit Mats Kloppe, dem Zweiten beim sächsischen Landesausscheid, einen guten Freund und tollen Konkurrenten in der eigenen Schule hat.

Beim Bundeswettbewerb musste Konstantin unter anderem zwei komplexe Themen bewältigen. Schon das erste, zur Plattentektonik Neuseelands, trieb vielen den Schweiß auf die Stirn. Nicht so Konstantin. "Im Unterricht haben wir die Plattentektonik allgemein behandelt. Mit einem Atlas lässt sich der Rest herleiten", meint der Schüler ganz sachlich. Gar nicht zu reden von den Außenhandelsbeziehungen Australiens.

Trotz seiner überragenden Geo-Fähigkeiten will Konstantin Hierl, der bislang nur durch Europa gereist ist, nach dem Abi nicht Geographie, sondern Medizin studieren. Davor will er aber im August in Krakau bei der Weltolympiade "Janus iGeo" noch eine Medaille holen. Und die Konkurrenz ist groß. Laut Gerber, der das vierköpfige deutsche Team vorbereiten und begleiten wird, haben sich Teilnehmer aus über 40 Ländern angemeldet. Respekt hat Konstantin vor den Russen. Er habe gehört, dass die zur Vorbereitung zwei Wochen in der Lomonossow-Universität in Moskau eingeschlossen würden. "Mal sehen, was geht", sagt der Markkleeberger. Gerber ist optimistisch: "Die Deutschen haben seit 2008 immer eine Medaille geholt. Konstantin packt das."

Ulrike Witt

Leipziger Volkszeitung, 21.11.2013, S. 19

Premiere: 1. Atriumkonzert am Gymnasium

Am Donnerstag startet im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium mit den Atriumkonzerten eine neue Veranstaltungsreihe. Bei der Premiere zeigen Schüler, was sie im musikpraktischen Unterricht in den Fächern Gesang, Klavier, Ensemblemusizieren und Chordirigieren gelernt haben. Zudem singt der Chor der Klasse 12. Es erklingen Werke von Viadana, Caldara, Bach, Schubert und Brahms. Wie Sven Kühnast, Leiter des musischen Fachbereichs, mitteilte, gehe es nicht nur darum, die vielfältigen musikalischen Aktivitäten der Schule zu präsentieren, sondern den jungen Musikern die Möglichkeit zu geben, sich im öffentlichen Auftritt zu üben. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Leipziger Volkszeitung, 19.11.2013, S. 25

Repression und Widerstand

Bildungsministerin eröffnet DDR-Ausstellung im Gymnasium

Markkleeberg (r.). Die sächsische Bildungsministerin Brunhild Kurth (CDU) hat gestern gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, im Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Markkleeberg die Ausstellung "Die DDR - Zwischen Repression und Widerspruch" eröffnet. 70 Plakate mit Texten und Bildern, darunter viele Einzelschicksale, spannen einen historischen Bogen von der Gründung der DDR 1949 bis zum Zusammenbruch 1989. Verschiedene Module, beispielsweise zum 17. Juni 1953, zum Mauerbau am 13. August 1961 und zum System der Staatssicherheit sind zudem als eigenständige Einheiten für den Geschichtsunterricht nutzbar.

Mit der Ausstellung, die vom Stasi-Beauftragten initiiert, vom Kultusministerium aufgekauft wurde und jetzt interessierten Schulen zur Verfügung gestellt wird, soll die junge Generation noch stärker als bisher mit der DDR-Geschichte vertraut gemacht werden. In Markkleeberg sind die Plakate 14 Tage zu sehen.

Leipziger Volkszeitung, 14.11.2013, S. 19

Basketballerinnen der RHS

Die Mädchen der Rudolf-Hildebrand-Schule spielten in Dresden in der WK IV um die Medaillen im Basketball-Landesfinale Jugend trainiert für Olympia. Unsere Mädchen zeigten tolle Spielzüge, waren technisch und taktisch ihren Gegnern überlegen und so die verdienten Sieger gegen Mittweida 33:2, Lichtenstein 33:2 und Ottendorf 23:7.

Das Finale sollte das Spiel der Basketballerinnen der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg und der Mädchen vom Sportgymnasium Chemnitz sein. Beide Teams schenkten sich nichts. Sie kämpften, zeigten schöne Spielzüge, verloren und erkämpften Bälle, trafen und verfehlten den Korb. Der Halbzeitstand 15:17 ließ noch alle Hoffnungen offen. Doch die Sportgymnasiastinnen waren einfach cleverer und spielerisch besser und erkämpften einen ungefährdeten Sieg verdient 31:15.

Endstand: Gold – Sportgymnasium Chemnitz, Silber – RHS Markkleeberg, Bronze – OS Ottendorf. Ihr wart toll Mädels - Glückwunsch!

Detlef Mallast

Markkleeberger Stadtnachrichten 11 / 2013, S. 12

Ahoi, Karsten Schütze!

Er hatte schon immer den Spitznamen „OBM“, auch wenn das am Anfang eher ironisch als ernst gemeint war. Aber wenn man Karsten Schütze begegnete, ahnte man, dass das vielleicht doch nicht nur so plakativ war, sondern viel mehr einem Plan entsprach. Der nun umgesetzt scheint. Nach 22 Jahren an der Rudolf-Hildebrand-Schule folgt Karsten Schütze dem Ruf der Politik und der Markkleeberger Bürger, legt seine Tätigkeit als Lehrer für Biologie und Chemie nieder und wird Oberbürgermeister unserer Stadt.

An der RHS entsteht eine Lücke, die kaum zu schließen scheint: Als Koordinator für die Ganztagsangebote hat er nicht nur an unserer Schule, sondern in ganz Sachsen Maßstäbe gesetzt. Er war ständig in allen schulischen Gremien vertreten. Ob Schulkonferenz, Personalrat oder Arbeitsgruppen, man hatte immer das Gefühl, der Tag des Karsten Schütze hat nicht 24, sondern mindestens 26 Stunden. Und dabei hatte er auch noch immer ein offenes Ohr für die Belange und Probleme unserer Schüler. Ganze Schülergenerationen wurden nicht nur durch seinen Bio- und Chemie-Unterricht geprägt, sondern auch durch seine legendären Studienfahrten nach Boiensdorf oder die Winterlager in Willingen-Usseln und Eibenstock.

Für Markkleeberg ist dieser Oberbürgermeister sicher ein Gewinn und so geben wir ihn auch gern her. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, werden ihn, soweit es geht, tatkräftig bei seiner Arbeit unterstützen.

Danke, Karsten für 22 prägende Jahre an der Rudolf-Hildebrand-Schule.

Deine Kollegen der RHS / i.A. Kai Kruppa

Markkleeberger Stadtnachrichten 11 / 2013, S. 2f.

Radio startet an der Rudolf-Hildebrand-Schule

Nach vielen Vorbereitungen wurde Ende August offiziell der Startschuss für das Projekt Schülerradio an der Rudolf-Hildebrand-Schule gegeben.

„Wir freuen uns, dass wir jetzt mit dem Studiobetrieb beginnen können!“, so Karsten Schütze, Lehrer und Koordinator für die Ganztagsangebote, und Projektleiter Jens Falkowski fügt hinzu: „Ende September ist die Auftaktsendung geplant.“

Dann haben die Schülerinnen und Schüler der RHS die Möglichkeit, ihre Stimmen und Ideen im Schülerradio umzusetzen. „Zusätzlich zum bestehenden Tonstudio in Gaschwitz wurde in weitere Technik für ein transportables Studio investiert, welches vorerst im Gymnasium stationiert

ist. Allerdings wird die Musik für die Sendungen stets im DJ-Studio produziert und dann in den Moderationsbetrieb eingebaut“, erklärt Moritz Rüger, Studioleiter im Tonstudio Gaschwitz.

In den nächsten Monaten sollen dann regelmäßig Sendungen als Podcast auf der Schulhomepage veröffentlicht werden. Initiator Paul Grauwinkel ist erfreut darüber, dass es nun losgeht. „Mit der erfolgreichen Realisierung wird die Jugendarbeit direkt gefördert und ist somit auch ein Gewinn für Markkleeberg!“, so Grauwinkel. Das Radioprojekt entstammt der Zusammenarbeit vom Direct-Studio, dem Jugendstadtrat, der Stadt Markkleeberg und der Rudolf-Hildebrand-Schule.

Die Sendungen gibt es als Podcast auf der Schulhomepage: www.rudolf-hildebrand-schule.de

Paul Grauwinkel

Markkleeberger Stadtnachrichten 10 / 2013, S. 17

RHS: 5.000 Euro für Pegau

Das Hochwasser Anfang Mai verschonte Markkleeberg, die Rudolf-Hildebrand-Schule blieb zwei Tage geschlossen, aber das war nur eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Nur wenige Kilometer südlich sah das anders aus. Die kleine Stadt Pegau musste sich der Weißen Elster erwehren und schaffte es nicht. Große Teile der Stadt standen tagelang unter Wasser. Schüler, Lehrer und Eltern der Rudolf-Hildebrand-Schule wollten helfen. Da auch die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg bereits in Pegau vor Ort war, fiel das Ziel unserer Spendenaktion nicht schwer: der Schulhort Pegau. Diesen hatte es besonders schwer erwischt, die Weiße Elster war komplett einmal durch die Gebäude durchgeflossen, insgesamt entstand ein Schaden von 250.000 €.

Was tun? Schnell und ideenreich fanden die Schüler unserer Schule Geldquellen. Die Choristen veranstalteten Straßenkonzerte in Leipzig, Bücherbasare fanden in den Pausen statt, die Abiturienten sammelten auf ihrem Abiball. Außerdem fanden in den Klassen und Kursen der RHS Spendenaktionen statt. Höhepunkt war der vom Schülerrat organisierte Sponsorenlauf am 1. Juli, der sagenhafte 1.187,20 € einbrachte.

Am Ende der Spendenaktion „Markkleeberg hilft Pegau“ begann das große Rechnen: Hunderte Briefumschläge wurden geöffnet und das Geld gestapelt, noch einmal nachgezählt und man traute seinen Augen kaum: Zu dem Ergebnis vom Spendenlauf kamen noch einmal 2.651,11 € aus Bareinzahlungen sowie 103,08 € aus der Spendenbox zum Abiball. Am Ende ergab das die stolze Summe von 3.941,49 €.

Für einen kurzen Augenblick wäre man geneigt zu sagen, schade, dass die 4.000 € nicht erreicht werden konnten. Aber da gab es ja noch die Direktüberweisungen, und zählt man deren (den Organisatoren bekannten) Summe hinzu, steht am Ende eine nie erhoffte Gesamtsumme: 4.998,66 €. Da nicht alle Überweisungen angezeigt wurden, können wir also von einer Summe über 5.000 € ausgehen. Phantastisch.

Die Summe wurde dem Amtsleiter für Finanzen und Soziales der Stadt Pegau, Herrn Rösel, am 23. Juli mit einem Scheck symbolisch übergeben und wird dem Schulhort Pegau zu Gute kommen. – Nochmals Danke an alle Spender.

Kai Kruppa / RHS Markkleeberg

Markkleeberger Stadtnachrichten 08 / 2013, S. 14

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